Examensarbeit, 2007
71 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Definition von Bewegung, Sport und körperlicher Aktivität
3. Bewegungswelt und Bewegungsstatus von Kindern und Jugendlichen
3.1 Bewegungsumfänge und Bewegungszeiten messen
3.2 Bewegungsumfänge von Kindern und Jugendlichen
3.3 Bewegungsräume von Kindern und Jugendlichen
3.3.1 Der unmittelbare Wohnraum
3.3.2 Bewegungsraum Wohnumfeld
3.3.3 Bewegungsfeld Sportverein
4. Empfohlene Umfänge im Kindes- und Jugendalter
4.1 Zeitliche und inhaltliche Bewegungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche unter Berücksichtigung gesundheitlicher Aspekte
4.1.1 Die Bewegungspyramide
4.1.2 Die Bewegungsscheibe
4.1.3 Gesundheitliche Vorteile durch Bewegung und Aktivität
4.2 Bewegungsräume und Bewegungsformen, die Kinder und Jugendliche zur Bewegung anregen
5. Bewegungsmangel als Ursache für motorische Defizite und Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen
5.1 Indikatoren für den Bewegungsmangel
5.2 Zum Motorikbegriff
5.3 Motorische Defizite auf Grund von Bewegungsmangel
5.3.1 Das Problem der Quantifizierung des Bewegungsmangels
5.3.2 Motorische Leistungstests und ihre Vergleichbarkeit
5.4 Übergewicht durch Inaktivität
5.5 Motorische Leistungsfähigkeit und Prävalenz von Übergewicht in Bezug zum Sozialstatus
6. Schule als Institutioneller Ort der Prävention und Intervention
6.1 Die bewegte Schule in der Diskussion
6.1.1 Bewegter Sportunterricht
6.1.2 Bewegung im außerunterrichtlichen Schulsport
6.2 Motorische Förderung in der offenen Ganztagsgrundschule
6.2.1 Die Idee der offenen Ganztagsgrundschule
6.2.2 Außerunterrichtlicher Schulsport in Abgrenzung zum Bewegungs-, Spiel- und Sportangebot (BeSS) in der offenen Ganztagsgrundschule
6.2.3 Bewegungsförderung in der offenen Ganztagsgrundschule
7. Schluss
Die Arbeit untersucht kritisch den in Medien und Wissenschaft präsenten Diskurs über motorische Defizite und Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, den wissenschaftlichen Gehalt der "Bewegungsmangel-These" zu hinterfragen und Möglichkeiten der Schule, insbesondere der offenen Ganztagsgrundschule, zur Bewegungsförderung aufzuzeigen.
3. Bewegungswelt und Bewegungsstatus von Kindern und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer veränderten Bewegungswelt auf. Kinder unterliegen ständigen Veränderungen in den Bereichen der Technologisierung, Urbanisierung und der zunehmenden Mediatisierung. Diese offensichtlichen Veränderungen werden häufig als Verschlechterungen angesehen, da diese Veränderungen zu einem eingeschränkten Bewegungsraum für Kinder und Jugendliche geführt haben und weiterhin führen werden. „In der Wohnung und im Wohnumfeld existieren mannigfache Bewegungseinschränkungen, die Spiel- und Bewegungsräume vieler Kinder sind außerdem verstädtert, naturfern und technisiert. Kinder leben und spielen viel im Haus und wenig im Freien.“ Diese Szenarien gehen von einer bewegungsfeindlichen Umwelt für Kinder aus. Da die Kinder aber einen „natürlichen Bewegungsdrang“ besitzen, wird dieser durch eine bewegungsfeindliche Umwelt stark beeinflusst. Zu fragen gilt es aber, ob die Veränderung der Bewegungswelt nur negative Auswirkungen auf das Bewegungsverhalten der Kinder und Jugendlichen hat oder ob in ihr auch Chancen für neue Bewegungsräume und –arten liegen. Ebenfalls kritisch müssen die Aussagen über die Auswirkungen der gesellschaftlichen Veränderungen in Bezug auf Raum- und Zeitverhalten der Kinder gesehen werden. Die Aussagen beruhen größtenteils auf Annahmen und Spekulationen und beziehen sich häufig nur auf die Kinder im Allgemeinen. Die dann spekulativ getätigten Aussagen werden nicht nach Geschlecht, Alter, Interessen, Herkunft oder den Lebensverhältnissen differenziert und interpretiert. In diesem Zusammenhang müssen aber auch die sozioökologischen und die sozioökonomischen Einflüsse analysiert werden, da diese weitere Aufschlüsse über den Zusammenhang von Umweltbedingungen und Bewegung bringen könnten.
1. Einleitung: Darstellung der medialen Thematisierung motorischer Defizite und Übergewicht bei Kindern sowie Zielsetzung der Arbeit.
2. Definition von Bewegung, Sport und körperlicher Aktivität: Differenzierung der Begriffe unter Berücksichtigung von muskulärer Beanspruchung und Energieumsatz.
3. Bewegungswelt und Bewegungsstatus von Kindern und Jugendlichen: Analyse der veränderten Umweltbedingungen und Messmethoden der Bewegungsaktivität.
4. Empfohlene Umfänge im Kindes- und Jugendalter: Vorstellung von Empfehlungsmodellen wie der Bewegungspyramide und der Bewegungsscheibe sowie gesundheitliche Aspekte.
5. Bewegungsmangel als Ursache für motorische Defizite und Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen: Kritische Analyse der Bewegungsmangel-These, Indikatoren, Leistungstests und Zusammenhänge mit Sozialstatus und Ernährung.
6. Schule als Institutioneller Ort der Prävention und Intervention: Diskussion der "bewegten Schule" und der Rolle der offenen Ganztagsgrundschule in der Bewegungsförderung.
7. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion der eigenen Sichtweise des Verfassers.
Motorische Defizite, Bewegungsmangel, Kindheit, Übergewicht, Inaktivität, offene Ganztagsgrundschule, Bewegungspyramide, Sportunterricht, Sozialstatus, Mediatisierung, Körperliche Leistungsfähigkeit, Prävention, Bewegungsräume, Ernährungsverhalten, Bewegungserziehung.
Die Arbeit analysiert die in Medien und Wissenschaft diskutierten Phänomene motorischer Defizite und zunehmenden Übergewichts bei Kindern und Jugendlichen sowie deren Ursachen.
Die zentralen Themen sind Bewegungswelt, Bewegungsmangel, motorische Leistungsfähigkeit, der Zusammenhang zwischen Lebensumwelt und Bewegung sowie die Rolle der Schule bei der Prävention.
Ziel ist es, die als logisch geltenden Zusammenhänge zwischen veränderter Lebenswelt, Bewegungsmangel und motorischen Defiziten wissenschaftlich zu hinterfragen.
Der Verfasser führt eine umfassende Literaturrecherche durch und reflektiert diese kritisch unter Einbeziehung von Studienergebnissen und pädagogischen Fachdiskursen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Bestandsaufnahme der kindlichen Bewegungswelt, den Auswirkungen von Inaktivität, der Problematik von motorischen Tests und dem Beitrag der Schule zur Bewegungsförderung.
Wichtige Begriffe sind motorische Defizite, Bewegungsmangel, Übergewicht, offene Ganztagsgrundschule (OGS) und die kritische Auseinandersetzung mit der Bewegungsmangel-These.
Sie ist relevant, um die verschiedenen Sinnperspektiven und die Bedeutung der Selbstbestimmung des Kindes für eine nachhaltige Bewegungsfreude zu betonen.
Der soziale Status ist ein entscheidender Faktor, da Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen ein signifikant höheres Risiko für Übergewicht und motorische Auffälligkeiten aufweisen.
Er beschreibt den Wechsel zwischen realer und virtueller Medienwelt, wobei Spiel und Sport heute stark von der Medienwelt beeinflusst sind.
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