Diplomarbeit, 2007
105 Seiten, Note: 1,3
1. Aufgabenstellung und Verfahrensweise
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise dieser Arbeit
2. Begriffsabgrenzung und Formen von Unternehmenszusammenschlüssen
2.1 Unterteilung nach der Bindungsintensität
2.2 Unterteilung nach Leistungsstufen
3. Die fünf Wellen von Merger & Acquisitions
3.1 Historischer Überblick der ersten Fusionswellen
3.2 Die fünfte Welle von M&A
3.3 Trends der fünften Fusionswelle
3.4 Zwischenfazit
4. Der M&A-Prozess: Das Drei-Phasen-Modell
4.1 Planungs- und Entscheidungsphase (Pre-Merger-Phase)
4.2 Durchführungs- und Transaktionsphase (Merger-Phase)
4.3 Integrations- und Implementierungsphase
4.4 Erfolgsfaktoren des M&A-Prozesses
4.4.1 Vision und Strategie:
4.4.2 Unternehmenskultur
4.4.3 Kommunikation
4.4.4 Personalmanagement
4.4.5 Change Management
4.4.6 Integrationsgeschwindigkeit
5. Ziele und Motive von Unternehmenszusammenschlüssen
5.1 Steigerung des Unternehmenswertes durch Synergierealisierung
5.1.1 Ausschöpfung des Synergiepotenzials
5.1.2 Fundament zur Synergierealisierung
5.2 Synergien nach ihrer Entstehungsart
5.2.1 Economies of Scale:
5.2.2 Economies of Scope:
5.2.3 Markt- und Wettbewerbssynergien
5.3 Weitere Ziele von Unternehmenszusammenschlüssen
5.3.1 Erzielung steuerlicher Vorteile
5.3.2 Rationalisierungen der Organisationsstruktur
5.3.3 Nutzen aus Wissenstransfer
5.3.4 Nutzung von Wachstumspotenzialen
5.3.5 Persönliche Motive
6. Erfolgsmessung bei Unternehmenszusammenschlüssen
6.1 Verfahren zu Erfolgsmessung
6.1.1 Jahresabschlussorientierte Messverfahren
6.1.2 Kapitalmarktorientierte Messverfahren
6.1.3 Insider – Befragungen
6.1.4 Untersuchungen von Desinvestitionsprojekten
6.2 Problematik der Messbarkeit des Erfolges
7. Die pharmazeutische Industrie
7.1 Die Branche im Überblick
7.2 Marktdynamik
7.3 Komplexität und Mehrebenenwettbewerb
7.4 M&A in der Pharmazie
8. Der Unternehmenszusammenschluss Sanofi – Aventis
8.1 Die Unternehmen vor der Fusion
8.1.1 Das Unternehmen Sanofi - Synthélabo
8.1.2 Das Unternehmen Aventis S.A.
8.2 Sanofi-Aventis: „Der Weg zur Fusion“
8.2.1 Ziele des Zusammenschlusses
8.2.2 Die Übernahmeschlacht zwischen Sanofi-Synthélabo und Aventis
8.3 Der Konzern Sanofi- Aventis
8.4 Erfolgsträchtigkeit des Unternehmenszusammenschlusses
8.4.1 Anmerkung zur Erfolgsbewertung
8.4.2 Die Unternehmensentwicklung von Sanofi-Aventis
8.4.3 Interpretation der Zahlen
8.4.4 Zwischenfazit
9. Fazit
9.1 Zusammenfassung
9.2 Kritische Stellungnahmen und Schlussfolgerung
Diese Arbeit untersucht die Erfolgsträchtigkeit von Unternehmenszusammenschlüssen (Merger & Acquisitions) und analysiert, warum Zusammenschlüsse trotz hoher Erwartungen oft scheitern. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich damit, wie M&A-Prozesse gestaltet werden müssen, um erfolgreich zu sein und wie dieser Erfolg messbar gemacht werden kann, wofür die Fusion von Sanofi-Synthélabo und Aventis als Praxisbeispiel dient.
4.4.2 Unternehmenskultur
Einer der wohl am häufigsten diskutierten Erfolgsfaktoren von Unternehmenszusammenschlüssen ist die Unternehmenskultur. Die Koordination und Integration von zuvor autonomen Unternehmenskulturen ist eine der wichtigsten, komplexesten und konfliktträchtigsten Anforderungen von M&A (vgl. Knyphausen-Aufseß /Schweizer, 2006, S. 261). Jede Fusion und besonders grenzüberschreitende Unternehmenszusammenschlüsse führen zwangsläufig zu einem Aufeinandertreffen von bisher voneinander völlig unabhängigen und autonomen Unternehmenskulturen. Häufig dominiert die Unternehmenskultur des größeren Unternehmens, was dazu führt, dass dem schwächeren Unternehmen nach einem Zusammenschluss die Kultur des Käufers aufgezwungen wird und somit erhebliche Spannungsfelder mit einem erhöhten Konfliktpotenzial erzeugt werden (vgl. Uder/Kramarsch, 2001, S. 107).
Die Kultur eines Unternehmens richtet alle Unternehmensmitglieder auf gemeinsame Ziele aus und stellt einen gelebten Ausdruck aller Werte, Denkweisen und Umgangsformen eines Unternehmens dar (vgl. Bielenberg, 2006, S. 147). Eine in einem Unternehmen ausgebildete Kultur ist ein historisches und ganzheitlich bedingtes Traditionsverhalten mit einer sozialen Struktur, die sich nur schwer verändern lässt (vgl. Guserl, 2002, S. 141f.). Die Unternehmenskultur begleitet den gesamten M&A-Prozess und ist somit in jeder Phase zu berücksichtigen. Bereits in der Planungsphase sollte eine Diagnose der eigenen Kultur stattfinden, was jedoch in der Praxis nur äußerst selten der Fall ist. In der Transaktionsphase muss die Kultur des potenziellen Transaktionspartners analysiert und mit der Eigenen verglichen werden. Mit dem Anfang der Integrationsphase beginnt der Akkulturationsprozess, welcher die Anpassung der Unternehmenskulturen zu einem „cultural fit“ als Ziel begreift (vgl. Jaeger, 2001, S. 70f.).
1. Aufgabenstellung und Verfahrensweise: Einleitung in die Problematik externer Wachstumsstrategien und Erläuterung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2. Begriffsabgrenzung und Formen von Unternehmenszusammenschlüssen: Definition der wesentlichen Fachbegriffe wie Fusion und Akquisition sowie Differenzierung nach Intensität und Leistungsstufen.
3. Die fünf Wellen von Merger & Acquisitions: Historische Einordnung der M&A-Entwicklung in fünf zyklische Phasen und Analyse aktueller Trends.
4. Der M&A-Prozess: Das Drei-Phasen-Modell: Detaillierte Betrachtung des Ablaufs von der Planung über die Durchführung bis zur Integration sowie Untersuchung relevanter Erfolgsfaktoren.
5. Ziele und Motive von Unternehmenszusammenschlüssen: Analyse der strategischen Beweggründe für Fusionen, insbesondere der Generierung von Synergieeffekten.
6. Erfolgsmessung bei Unternehmenszusammenschlüssen: Darstellung verschiedener wissenschaftlicher Verfahren zur quantitativen und qualitativen Bewertung von Fusionserfolgen.
7. Die pharmazeutische Industrie: Branchenspezifische Analyse der Dynamiken, Komplexität und der Bedeutung von M&A für Pharmaunternehmen.
8. Der Unternehmenszusammenschluss Sanofi – Aventis: Fallbeispiel der Fusion zwischen Sanofi-Synthélabo und Aventis zur Demonstration der Erfolgsträchtigkeit anhand realer Unternehmenskennzahlen.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion der Untersuchungsmethode.
Merger & Acquisitions, M&A, Unternehmenszusammenschluss, Synergie, Unternehmenskultur, Erfolgsmessung, Pharmazeutische Industrie, Post-Merger-Integration, Due Diligence, Unternehmenswert, Skaleneffekte, Strategisches Management, Wachstum, Sanofi, Aventis.
Die Arbeit untersucht die Erfolgsträchtigkeit von Unternehmenszusammenschlüssen, wobei sie insbesondere die Herausforderungen und Faktoren analysiert, die über Gelingen oder Scheitern von Fusionen und Akquisitionen entscheiden.
Neben den theoretischen Grundlagen zu M&A-Prozessen, Erfolgsfaktoren und Messmethoden liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der pharmazeutischen Industrie als Anwendungsbereich.
Ziel ist es zu klären, warum M&A-Aktivitäten häufig hinter den Erwartungen zurückbleiben und wie ein Unternehmen sein Vorgehen strategisch anpassen kann, um durch solche Zusammenschlüsse tatsächlich einen nachhaltigen Unternehmenswert zu schaffen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer anwendungsorientierten Fallstudie zur Fusion der Unternehmen Sanofi-Synthélabo und Aventis.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der M&A-Prozessphasen, die Untersuchung von Synergiemotiven und die Vorstellung von Verfahren zur Erfolgsmessung, gefolgt von einer tiefgehenden Branchenanalyse und dem Fallbeispiel Sanofi-Aventis.
Die zentralen Begriffe sind M&A, Synergiepotenziale, Post-Merger-Integration, Unternehmenskultur und die spezifische Fallbetrachtung der Pharma-Fusion von Sanofi und Aventis.
Die Arbeit identifiziert kulturelle Unterschiede als einen der am häufigsten unterschätzten Risikofaktoren. Ein mangelnder "cultural fit" führt oft zu Spannungen, die das Synergiepotenzial einer Fusion gefährden.
Die Fallstudie kommt zu dem Ergebnis, dass der Zusammenschluss nach den gesetzten Kriterien als erfolgreich zu bewerten ist, da das Unternehmen Ziele wie Umsatzwachstum, Synergierealisierung und Wettbewerbsfähigkeit durch die Fusion nachweislich erreichen konnte.
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