Diplomarbeit, 2007
93 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Struktur und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen des Beschwerdemanagements
2.1 Zur Notwendigkeit eines Beschwerdemanagements
2.2 Definitorische Grundlagen
2.2.1 Definition der Beschwerde und Abgrenzung zur Reklamation
2.2.2 Begriffsdefinition und Erläuterung des Beschwerdemanagements
2.3 Verhaltenstheoretische Grundlagen des Beschwerdemanagements
2.3.1 Kunden(un)zufriedenheit und deren Entstehung nach dem C/D – Paradigma
2.3.2 Kundenverhalten bei Unzufriedenheit
2.3.2.1 Negative interpersonelle Kommunikation
2.3.2.2 Künftige Abkehr vom Unternehmen
2.3.2.3 Inaktivität
2.3.2.4 Beschwerde – ein „Glücksfall“ für das Unternehmen
2.3.3 Einflussfaktoren auf das Beschwerdeverhalten
2.3.4 Beschwerde(un)zufriedenheit
2.4 Der Beschwerdemanagementprozess zur professionellen Umsetzung des Beschwerdemanagements
2.4.1 direkter Beschwerdemanagementprozess
2.4.1.1 Beschwerdeannahme – der erste Kontakt mit dem unzufriedenen Kunden
2.4.1.2 Beschwerdebearbeitung
2.4.1.3 Beschwerdereaktion
2.4.1.4 Beschwerdestimulierung
2.4.2 indirekter Beschwerdemanagementprozess
2.4.2.1 Beschwerdeauswertung
2.4.2.2 Beschwerdemanagementcontrolling
2.4.2.3 Beschwerdereporting
2.4.2.4 Beschwerdeinformationsnutzung
3. Beschwerdemanagement in touristischen Unternehmen
3.1 Besonderheiten des touristischen Produktes mit Bedeutung für das Beschwerdemanagement
3.2 Anforderungen an das touristische Beschwerdemanagement
3.3 Ziele des Beschwerdemanagements in Tourismusunternehmen
4. Analyse der Ist – Situation der Vetter - Touristik
4.1 Vorstellung des Unternehmens
4.2 Aktuelle Maßnahmen der Beschwerdemanagements
4.2.1 Beschwerdestimulation durch Beurteilungsbögen nach der Reise
4.2.2 Beschwerdeannahme und -bearbeitung durch die Führungskräfte
4.2.3 Beschwerdereaktion
4.2.4 Maßnahmen des indirekten Beschwerdemanagementprozesses
4.3 Defizite des Beschwerdemanagements
5. Gestaltung eines Beschwerdemanagementsystems für die Vetter Touristik Reiseverkehrs GmbH
5.1 Voraussetzungen
5.1.1 Organisatorische Erfolgsfaktoren
5.1.2 Die Mitarbeiter als Erfolgsfaktor des Beschwerdemanagements
5.1.2.1 Das Können
5.1.2.2 Das Wollen
5.1.2.3 Das Dürfen
5.1.3 Technologische Voraussetzungen
5.2 Gestaltung der Teilprozesse des Beschwerdemanagements
5.2.1 Optimierung der Beschwerdestimulierung
5.2.2 Gestaltung der Beschwerdeannahme
5.2.3 Beschwerdebearbeitung und Beschwerdereaktion
5.2.4 Beschwerdeauswertung und - controlling
5.2.5 Beschwerdereporting und Informationsnutzung
6. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten für Tourismusunternehmen aufzuzeigen, wie sie durch ein professionelles Beschwerdemanagement ihren Kunden einen höheren Nutzen stiften und gleichzeitig positive interne Entwicklungen erzielen können, um in einem wettbewerbsintensiven Markt zu bestehen.
2.3.1 Kunden(un)zufriedenheit und deren Entstehung nach dem C/D – Paradigma
Wie bereits erläutert, ist unter einer Beschwerde eine „Artikulation von Unzufriedenheit“ zu verstehen. Dies setzt voraus, dass die Unzufriedenheit das verursachende Moment der Beanstandung ist. Im Folgenden soll erläutert werden, wie (Un)zufriedenheit entsteht.
In der Literatur existieren unterschiedliche Modelle zur Erklärung der Kunden(un)zufriedenheit. Da eine eindeutige Tendenz zum Confirmation/ Disconfirmation- Paradigm festzustellen ist, wird in der vorliegenden Arbeit dieses Modell als Ausgangspunkt von Kunden(un)zufriedenheit herangezogen. Zunächst soll es durch die Abbildung 1 veranschaulicht werden.
Hier wird deutlich, dass der Kunde die tatsächlich erbrachte Leistung (Ist – Leistung) mit bestimmten Vergleichsstandards (Soll – Leistung) abgleicht. Aus diesem persönlichen Vergleich können sich drei Situationen ergeben: Entspricht die Ist - Leistung der Soll - Leistung tritt Konfirmation ein. Eine positive Konfirmation erlangt der Kunde im Falle, dass die Ist - Leistung besser ist als die Soll - Leistung. Beide Fälle führen zur Zufriedenheit. Empfindet der Kunde die tatsächlich erbrachte Leistung als geringer als die von ihm erwartete Leistung tritt eine negative Diskonfirmation und somit Unzufriedenheit ein. Demnach kann man grundsätzlich zwischen zwei Gründen für die Entstehung von Unzufriedenheit unterscheiden. Entweder ist die vom Unternehmen erbrachte Qualität zu gering oder die Erwartungshaltungen des Kunden zu hoch.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Problem der Kundenabwanderung dar und definiert das Ziel, Möglichkeiten für Tourismusunternehmen zur professionellen Nutzung des Beschwerdemanagements aufzuzeigen.
2. Theoretische Grundlagen des Beschwerdemanagements: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen, verhaltenstheoretische Ansätze zur Entstehung von Unzufriedenheit und der Prozess eines professionellen Beschwerdemanagements detailliert erläutert.
3. Beschwerdemanagement in touristischen Unternehmen: Hier werden die Besonderheiten touristischer Produkte – wie Immaterialität und Simultanität – analysiert und daraus Anforderungen an ein spezifisch touristisches Beschwerdemanagement abgeleitet.
4. Analyse der Ist – Situation der Vetter - Touristik: Dieses Kapitel untersucht den aktuellen Stand der Beschwerdeprozesse bei der Vetter Touristik und identifiziert konkrete Defizite in der Annahme, Dokumentation und Bearbeitung.
5. Gestaltung eines Beschwerdemanagementsystems für die Vetter Touristik Reiseverkehrs GmbH: Basierend auf den vorherigen Analysen wird ein neues, idealtypisches Beschwerdemanagementsystem für das Unternehmen entworfen, das organisatorische, personelle und technologische Aspekte berücksichtigt.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz der Kundenorientierung zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer dauerhaften Prozessoptimierung, um die Wettbewerbsfähigkeit der Vetter Touristik langfristig zu sichern.
Beschwerdemanagement, Tourismuswirtschaft, Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, C/D-Paradigma, Dienstleistungsqualität, Beschwerdeprozess, Beschwerdestimulierung, Beschwerdebearbeitung, Vetter Touristik, Kundenorientierung, Beschwerdeauswertung, Beschwerdereporting, Beschwerdeunzufriedenheit.
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Konzeption eines systematischen Beschwerdemanagements für den mittelständischen Reiseveranstalter Vetter Touristik.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Beschwerdemanagements, die speziellen Herausforderungen in der Tourismusbranche und die praktische Gestaltung von Prozessen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit.
Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten für Tourismusunternehmen aufzuzeigen, wie sie Beschwerden als Chance nutzen, um ihren Kunden einen Mehrwert zu bieten und interne Qualitätssicherungsprozesse zu optimieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche zu den theoretischen Grundlagen sowie einer Analyse der Ist-Situation bei der Vetter Touristik, gestützt durch Beobachtungen, schriftliche Befragungen und Interviews.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Beschwerdemanagementprozesses, die Spezifizierung für touristische Produkte und die konkrete Ausarbeitung eines neuen Managementsystems für die Vetter Touristik.
Wichtige Begriffe sind Beschwerdemanagement, Kundenbindung, Dienstleistungsqualität, Beschwerdeprozess, Kundenorientierung und Prozessoptimierung im Tourismus.
Das Prinzip besagt, dass der Mitarbeiter, der die Beschwerde als Erster annimmt, auch die Verantwortung ("Eigentum") für die Lösung und Dokumentation trägt, was die persönliche Betreuung des Kunden sicherstellt.
Auch unberechtigte Beschwerden werden nach vorgegebenen Richtlinien geprüft, wobei stets die Kundenzufriedenheit und Kulanzkosten abgewogen werden, um den Kunden professionell zu behandeln.
Da Reiseleistungen oft immateriell und während der Produktion nicht lagerfähig sind, ist eine schnelle, direkte Problemlösung vor Ort essenziell, um die Kundenzufriedenheit zu retten.
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