Magisterarbeit, 2007
93 Seiten, Note: 1,3
Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
Diese Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Hooliganismus und analysiert die Gewalt von Fußballfans im Kontext der Zivilisationstheorie. Sie untersucht die Entstehung und Entwicklung von Hooliganismus und setzt diese in Beziehung zu historischen und sozialen Veränderungen. Die Arbeit stellt die Theorien von Eric Dunning und Norbert Elias in den Mittelpunkt und diskutiert die Relevanz ihres Ansatzes für die Erforschung von Gewalt im Fußball.
Die Einleitung führt in das Thema Hooliganismus ein und erläutert die Forschungsmotivation. Es wird die Bedeutung des Themas, die Forschungslücke und die Relevanz des Ansatzes von Eric Dunning hervorgehoben. Die Arbeit von Eric Dunning wird im ersten Kapitel detailliert dargestellt, wobei seine Theorie des Zivilisationsprozesses und seine Anwendung auf Fußball und Gewalt im Vordergrund stehen. Das zweite Kapitel befasst sich mit der soziologischen Analyse des Hooliganismus, während das dritte Kapitel die psychosozialen Aspekte von Hooligans beleuchtet. Kapitel vier widmet sich der Kritik an bestehenden Erklärungsansätzen und präsentiert einen neuen Ansatz für die Hooliganforschung. Kapitel fünf beschreibt die Hooligangewalt anhand von Fallbeispielen und bietet eine detaillierte Analyse ihrer Ausprägungen. Kapitel sechs vergleicht die untersuchte Gewaltform mit historischen Gewaltformen, wobei die Beispiele Olympia und Delphi, Tacitus und Pompeji sowie Factiones vorgestellt werden. Das Kapitel sieben beleuchtet die Entwicklung von gewalttätigen Jugendgruppen in der Frühen Neuzeit und unterscheidet zwischen ländlichen und städtischen Kontexten. Das Fazit bietet eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und diskutiert die Bedeutung der Arbeit für die Hooliganforschung.
Hooliganismus, Fußballgewalt, Zivilisationstheorie, Norbert Elias, Eric Dunning, Soziogenese, Psychogenese, Gewaltforschung, Dichte Beschreibung, historische Gewaltformen, Jugendgruppen, Frühneuzeit.
Dunning wendet Norbert Elias' Zivilisationstheorie an und sieht Hooliganismus als Folge kommunikativer Verdichtung und staatlicher Kontrolle, wobei Gewalt als Ventil fungiert.
Anhand der Methode der „Dichten Beschreibung“ wird Gewalt als regelloser Kampf dargestellt, in dem die Beteiligten mit extremen Schmerzen und schweren Verletzungen rechnen müssen.
Die Arbeit zieht Parallelen zu gewalttätigen Vorfällen bei Sportereignissen in Olympia, Delphi und Pompeji sowie zu den „Factiones“ (Zirkusparteien).
Es wird aufgezeigt, dass gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Jugendgruppen auf dem Land und in der Stadt eine historische Konstante darstellen, die heutigem Hooliganismus ähnelt.
Die Arbeit hinterfragt, ob Hooligan-Gewalt eine anthropologische Konstante ist und nutzt soziologische sowie historische Analysen zur Erklärung der Gewaltbereitschaft.
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