Bachelorarbeit, 2007
45 Seiten, Note: 1
1 Problemstellung / Einleitung
2 Begriffsdefinitionen / Grundlagen
2.1 Nonprofit Organisation (NPO)
2.2 (Strategisches) Management
2.3 Wissensmanagement
2.4 Führen und Leiten
2.5 Ehrenamtliche Mitarbeit(er)
3 Wissensmanagement als Führungsdisziplin in NPOs
3.1 Ansätze zum Wissensmanagement
3.2 Prozesse des Wissensmanagements
3.2.1 Daten – Informationen – Wissen
3.2.2 Wissen generieren
3.2.3 Wissen speichern
3.2.4 Wissen transferieren
3.2.5 Wissen anwenden
3.3 Wissensmanagement als Lernprozess
3.3.1 Lernquellen und Lernformen
3.3.2 Lernstufen
4 Wissensmanagement in der Praxis
4.1 Jugendzentrum Eberndorf / Dobrla vas
4.2 Einsatz von Wissensmanagement im Jugendzentrum
4.2.1 Projektmanagement-Software
4.2.1.1 PHProjekt
4.2.1.2 Projektmanagement mit „eagle“
4.2.2 Teammanagement
4.2.3 Wissensmanagement im täglichen Betrieb
4.2.4 Wissensmanagement in Projekten
4.2.5 Wissensmanagement im Fundraising
4.3 Öffentliche Kommunikation von Information
4.3.1 Internetauftritt
4.3.2 Kontakt und Zusammenarbeit mit Eltern
5 Resümee
5.1 Probleme
5.2 Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und den Nutzen von Wissensmanagement-Methoden und -Instrumenten zur Verbesserung der Führungs- und Organisationsprozesse in kleinen, ehrenamtlich geführten Nonprofit-Organisationen. Anhand eines Praxisbeispiels werden Herausforderungen bei der Implementierung analysiert und Lösungswege aufgezeigt.
3.2.1 DATEN – INFORMATIONEN – WISSEN
Die Begriffe Daten, Information und Wissen werden häufig und häufig falsch verwendet. Was genau unterscheidet aber Daten von Information und Wissen? 24
Daten sind alle in gedruckter, gespeicherter, visueller, akustischer oder sonstiger Form verwertbare Angaben über die verschiedensten Dinge und Sachverhalte. 25 Sie sind damit die Grundbausteine sowohl für die zukünftige Wissensgesellschaft als auch für die Tätigkeit eines Wissensarbeiters. Daten bestehen aus beliebigen Zeichen-, Signal- oder Reizfolgen. 26 Daten sind potenziell wahrnehmbar und verwertbar. 27
Informationen sind diejenigen Daten, die das einzelne Individuum persönlich verwerten kann. Informationen sind im Gegensatz zu Daten nur subjektiv wahrnehmbar und auch nur subjektiv verwertbar. Informationen stellen eine in sich abgeschlossene Einheit dar. 28 Dabei setzen sich Informationen aus Daten zusammen. Im Vergleich zu Daten bilden sie aber durch ihren für den Empfänger relevanten Aussagegehalt eine höhere Ordnung. Informationen sind daher immer empfängerorientiert. 29
Wissen entsteht durch die Verarbeitung und Verankerung wahrgenommener Information in unserem Gehirn, wir sprechen in diesem Fall vom Prozess des Lernens. Altes, bereits gespeichertes Wissen ist dabei der Anker, der dabei hilft aus neu aufgenommenen Informationen neues Wissen in der Struktur unseres Gehirns zu vernetzen. Wissen stellt das Endprodukt des Lernprozesses dar, in dem Daten als Informationen wahrgenommen und als neues Wissen gelernt werden. 30
1 Problemstellung / Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen bei der Führung ehrenamtlich geleiteter NPOs und definiert das Ziel der Arbeit, Verbesserungsmöglichkeiten durch Management-Regeln aufzuzeigen.
2 Begriffsdefinitionen / Grundlagen: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis durch die Definition zentraler Begriffe wie Nonprofit Organisation, Management, Wissensmanagement und ehrenamtliche Mitarbeit.
3 Wissensmanagement als Führungsdisziplin in NPOs: Hier werden wissenschaftliche Ansätze, spezifische Management-Prozesse und die Rolle des Wissensmanagements als Lernprozess innerhalb von Organisationen erläutert.
4 Wissensmanagement in der Praxis: Das Kapitel stellt das Jugendzentrum Eberndorf / Dobrla vas als Fallbeispiel vor und analysiert den praktischen Einsatz von Tools, Projektmanagement und Kommunikation.
5 Resümee: Das Schlusskapitel fasst die erkannten Probleme bei der Einführung von Wissensmanagement zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Relevanz für NPOs.
Wissensmanagement, Nonprofit Organisation, NPO, Führung, Ehrenamt, Jugendzentrum, Projektmanagement, Prozessoptimierung, organisationales Lernen, Wissenstransfer, Information, Wissensgenerierung, Wissensspeicherung, Management-Tools, Organisationsentwicklung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Wissensmanagement-Techniken und -Möglichkeiten zur professionellen Führung von kleinen, ehrenamtlich betriebenen Nonprofit-Organisationen.
Die zentralen Felder umfassen theoretische Grundlagen zum Wissensmanagement, Prozessabläufe (Generierung, Speicherung, Transfer, Anwendung), Projektmanagement und Methoden der internen und externen Kommunikation.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch klare Richtlinien und organisatorische Regeln auch in kleinen, ehrenamtlichen Strukturen Managementprozesse optimiert und der Erfolg der Organisation gesichert werden kann.
Der Verfasser nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung (Literaturanalyse) und einer praxisorientierten Fallstudie anhand des Jugendzentrums Eberndorf / Dobrla vas.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Wissensmanagement als Führungsdisziplin und einen umfangreichen Praxisteil, der konkrete IT-Lösungen und organisatorische Abläufe beschreibt.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen unter anderem Wissensmanagement, NPO, Führung, Ehrenamt, Projektmanagement und organisationales Lernen.
Der Autor wählte dieses Beispiel aufgrund seiner persönlichen Verbindung als Obmann der Organisation, was ihm einen tiefen Einblick in die realen Abläufe und Herausforderungen ermöglichte.
Software-Tools dienen im Jugendzentrum als webbasierte Unterstützung, um Projekte zu planen, Arbeitszeiten zu erfassen und Wissen für nachfolgende Generationen von Ehrenamtlichen zentral zu dokumentieren.
Der Autor betont explizit, dass es sich bei seinem Beispiel nicht um eine "Best-Practice"-Lösung handelt, sondern um einen reflektierten Einblick, wie Wissensmanagement in der Realität einer NPO versucht wird umzusetzen.
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