Diplomarbeit, 2007
79 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Entwicklung des CSR-Konzepts
2.1 Historischer Ursprung von CSR
2.2 Beginn der wissenschaftlichen Debatte um CSR
2.3 Das CSR-Konzept nach Carroll
2.4 Das CSR-Konzept der Europäischen Kommission
2.5 Definition angrenzender Begriffe
2.5.1 Corporate Social Performance
2.5.2 Corporate Governance
2.5.3 Corporate Citizenship
2.5.4 Nachhaltige Entwicklung
2.5.5 Begriffssystematik
3. Pro und Contra CSR - Vom Shareholder-Value zum Stakeholder-Value
3.1 Ethische Begründung von CSR
3.2 Ablehnung von CSR auf Basis der Shareholder-Theorie
3.3 Befürwortung von CSR auf Basis der Stakeholder-Theorie
3.4 CSR als Instrument zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen
3.5 Weitere theoretische Begründungen von CSR
3.6 Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen
4. CSR und Unternehmenserfolg
4.1 Messung der Corporate Social Responsibility
4.1.1 Messung der CSP mit Hilfe von CSR-Rankings
4.1.2 Das KLD-Rating
4.1.3 Das Rating der Bank Sarasin & Cie AG
4.1.4 Das Fortune 500-Ranking
4.1.5 Das Rating der Oekom Research AG
4.1.6 Der Dow Jones Sustainability Index
4.1.7 Das Good Company Ranking
4.2 Messung des Unternehmenserfolges
4.2.1 Marktbasierte Bewertungsmethoden
4.2.2 Buchhaltungsbasierte Bewertungsmethoden
4.3 Bisherige Studien zum Thema
4.3.1 Die Studien von Moskowitz (1972) und Vance (1975)
4.3.2 Die Studie von Cochran / Wood (1984)
4.3.3 Die Studie von McGuire et al. (1988)
4.3.4 Die Studie von Margolis / Walsh (2001)
4.3.5 Die Meta-Analyse von Orlitzky et al. (2003)
4.3.7 Übersicht über die vorgestellten Studien
5. Empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen CSR und Unternehmenserfolg
5.1 Definition der Variablen und Datenquellen
5.2 Methode
5.2.1 Regressionsanalysen
5.2.2 Panelanalyse
5.2.3 Sensitivitätsanalyse
5.3 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
6. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) und deren wirtschaftlichem Erfolg. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob es eine empirisch belegbare Korrelation zwischen CSR-Aktivitäten und dem Unternehmenserfolg gibt.
1.1 Einführung in die Thematik
In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat das Thema der sozialen und ökologischen Verantwortung von Unternehmen sowohl in der öffentlichen Diskussion als auch in der Wissenschaft immer mehr an Bedeutung gewonnen und die Unternehmen sehen sich einem wachsenden Druck ausgesetzt, CSR-Prinzipien in ihrem Handel zu berücksichtigen (vgl. Heugens / Dentchev 2007, S. 2 ; Pinkston / Carroll 1996, S. 200). Die Öffentlichkeit und vor allem die Konsumenten beobachten kritisch das Handeln der Firmen und richten ihre Kaufentscheidungen danach aus und auch der Staat fordert in zunehmendem Maße von den Unternehmen eine Verantwortungsübernahme im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Problemen (vgl. Harrison / Freeman 1999, S. 479).
Entgegen dieser Aufforderung seitens der Politik steht jedoch die Ansicht von Milton Friedman, der die Profit-Maximierung als die einzig wirkliche gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmen betrachtet (vgl. Friedman 1970). Zudem vertreten viele Ökonomen die Ansicht, dass die Maximierung des Shareholder-Values die einzige einer marktwirtschaftlichen Ordnung entsprechende Leitmaxime der Unternehmenspolitik ist (vgl. Sydow 2005 S. 12 ; Wagner 1997, S. 1).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas CSR ein und skizziert die wissenschaftliche Debatte zwischen Profitmaximierung und gesellschaftlicher Verantwortung.
2. Entwicklung des CSR-Konzepts: Dieses Kapitel erläutert die historische Herleitung des CSR-Begriffs und stellt verschiedene konzeptionelle Ansätze, insbesondere von Carroll und der EU-Kommission, dar.
3. Pro und Contra CSR - Vom Shareholder-Value zum Stakeholder-Value: Hier werden die theoretischen Argumente der Shareholder- sowie der Stakeholder-Theorie gegenübergestellt und ethische sowie ökonomische Begründungsansätze für CSR analysiert.
4. CSR und Unternehmenserfolg: Dieses Kapitel widmet sich der operationalen Herausforderung, CSR und finanziellen Erfolg messbar zu machen, und gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der empirischen Forschung.
5. Empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen CSR und Unternehmenserfolg: In diesem Kapitel wird eine eigene empirische Untersuchung mittels Regressions- und Panelanalyse durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen CSR-Komponenten und der Gesamtkapitalrendite zu prüfen.
6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert Implikationen für zukünftige Forschungen und die strategische Ausrichtung unternehmerischen Engagements.
Corporate Social Responsibility, CSR, Unternehmenserfolg, Shareholder-Value, Stakeholder-Theorie, Corporate Social Performance, CSP, Gesamtkapitalrendite, Empirische Untersuchung, Regressionsanalyse, Unternehmensführung, Nachhaltige Entwicklung, Wettbewerbsvorteil, Good Company Ranking.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von sozialer und ökologischer Unternehmensverantwortung (CSR) auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen.
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von CSR-Konzepten, die Debatte zwischen Shareholder- und Stakeholder-Theorie sowie die Messbarkeit und Auswirkung von CSR auf die finanzielle Performance.
Das primäre Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen der Corporate Social Performance (CSP) und der finanziellen Performance (CFP) existiert.
Es werden Regressionsanalysen sowie eine zwei-periodische Panelanalyse auf Basis von Daten des "Good Company Ranking" angewandt.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die methodische Einordnung der Messung von CSR-Erfolgen sowie die Durchführung und Interpretation der empirischen Untersuchung.
Schlüsselwörter sind insbesondere Corporate Social Responsibility, Stakeholder-Theorie, Unternehmenserfolg, Gesamtkapitalrendite und Empirische Untersuchung.
Die Untersuchung ergab zwar einen positiven Zusammenhang zwischen dem Umgang mit Mitarbeitern und dem Unternehmenserfolg, jedoch einen negativen Zusammenhang bei ökologischem und gesellschaftlichem Engagement, was möglicherweise auf hohe Kosten ohne direkten Mehrwert für das Unternehmen hindeutet.
Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass größere Unternehmen sich tendenziell verantwortlicher verhalten, wobei jedoch auch der Branchendruck eine entscheidende Rolle für die Ausgestaltung von CSR-Aktivitäten spielt.
Die Sensitivitätsanalyse wurde durchgeführt, um zu prüfen, ob Erfolg zu CSR-Engagement führt, konnte jedoch bei den analysierten Faktoren keine signifikante umgekehrte Kausalität bestätigen.
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