Wissenschaftliche Studie, 2008
19 Seiten
Zusammenfassung:
Summary:
Ausgangslage:
Ergebnisse zu einzelnen Faktoren:
Physische und psychische Belastungen
Auswirkungen auf die Gesundheit
Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
Gesamtergebnis:
Beurteilung:
Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis einer Beschäftigten-Befragung in Nordrhein-Westfalen, ob geringfügig Beschäftigte („Mini-Jobber“) aufgrund ihrer speziellen Arbeitsverhältnisse und geringeren betrieblichen Einbindung Defizite hinsichtlich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes erfahren. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die tatsächliche Umsetzung der gesetzlichen Schutzpflichten des Arbeitgebers bei dieser wachsenden Beschäftigtengruppe.
Physische und psychische Belastungen
Bei der Frage nach der Mehrfach-Belastung geben lediglich 4,3 % der befragten männlichen Mini-Jobber an, durch Job, Haushalt u.a. doppelt belastet zu sein. Demgegenüber wiesen aber 41,8 % der weiblichen Mini-Jobber auf eine entsprechende Mehrfachbelastung hin. Bei den Vollzeitarbeitskräften gaben 19 % der Frauen sowie der Männer eine Mehrfachbelastung an.
Bei der Frage zu Lärm, schmutziger oder körperlich schwerer Arbeit lagen dagegen die Werte bei den männlichen Mini-Jobbern deutlich über denen der weiblichen Beschäftigten.
43,5 % der Männer fühlten durch Lärm belastet (etwas, ziemlich, stark). Durch schmutzige Arbeit fühlten sich 41,3 %, durch schwere körperliche Arbeit 39,1 % der Männer belastet. Bei der Frage nach schmutzigen Arbeitsbedingungen fühlten sich deutlich mehr Mini-Jobber (41,3%) als Vollzeit- (33,3%) oder Teilzeitkräfte ( 30 %) belastet.
Bei den Frauen waren die Werte deutlich geringer und wiesen gegenüber den Vollzeit- oder Teilzeit-Kräften keine nennenswerten Abweichungen auf.
Zusammenfassung: Kurzer Abriss über den Anstieg geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse und die Vermutung von Defiziten beim Arbeitsschutz.
Summary: Englische Übersetzung der zusammenfassenden Kernaussagen der Studie.
Ausgangslage: Einordnung der Mini-Jobs in den Kontext der Hartz-Gesetzgebung und Darstellung des Datengrundlage der EMNID-Umfrage.
Ergebnisse zu einzelnen Faktoren: Detaillierte Auswertung der erhobenen Belastungsspektren und Informationen zum Arbeitsschutz.
Gesamtergebnis: Synoptische Zusammenführung der Studienergebnisse mit Blick auf physische/psychische Belastung und Gesundheitsschutz.
Beurteilung: Kritische Reflexion der Datenlage unter Berücksichtigung aktueller Statistiken und Notwendigkeit staatlicher Überprüfungen.
Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz, Mini-Jobs, geringfügige Beschäftigung, Arbeitsbelastung, EMNID-Umfrage, NRW, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitgeberpflichten, Gesundheitliche Auswirkungen, psychische Belastung, physische Belastung, Arbeitswelt 2004, Arbeitssicherheit, Prävention.
Die Arbeit analysiert die Situation von geringfügig Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen hinsichtlich ihrer physischen und psychischen Belastung am Arbeitsplatz sowie des Arbeitsschutzes.
Die Schwerpunkte liegen auf der Auswertung von Belastungsfaktoren wie Lärm oder Zwangshaltungen, gesundheitlichen Folgen und dem Informationsgrad der Beschäftigten zu Schutzmaßnahmen.
Es soll geklärt werden, ob Mini-Jobber aufgrund einer mangelnden betrieblichen Integration bei der Umsetzung von Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften benachteiligt sind.
Die Studie nutzt die Ergebnisse einer repräsentativen telefonischen Befragung der EMNID im Auftrag des damaligen Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit NRW.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse einzelner Belastungsfaktoren, die gesundheitlichen Auswirkungen sowie den Stand des Gesundheitsschutzes in den betroffenen Betrieben.
Wichtige Begriffe sind Arbeitsschutz, Mini-Jobs, Gefährdungsbeurteilung und Prävention.
Die Studie zeigt geschlechtsspezifische Unterschiede, etwa bei der Mehrfachbelastung (höher bei Frauen) oder bei Ärger und Konflikten mit Kunden (höher bei Männern).
Die Studie legt nahe, dass mangelnde Erfahrung der Beschäftigten in der Arbeitswelt und unzureichende Information durch Arbeitgeber die Hauptursachen sind.
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