Diplomarbeit, 2007
116 Seiten, Note: 1,30
Einleitung
Kapitel 1 Wirtschaftswachstum und Immobilienmarktindikatoren
1.1 Hintergrundinformationen
1.2 Trend bestimmende Indikatoren des US-Immobilienmarkts
1.2.1 Der Nachfragepreis neuer Einfamilienhäuser
1.2.2 Der Nachfragepreis gebrauchter Einfamilienhäuser
1.2.3 Residential Fixed Investment & Housing Market Index
1.3 Zwischenfazit
Kapitel 2 Definition der Preisblase im Kontext der Kapitalmarkteffizienz
2.1 Begriff der Informationseffizienz nach Fama
2.2 Die Rationale Preisblase
2.2.1 Das rationale Kalkül des repräsentativen Agenten
2.2.2 Lebensdauer und Zeitpunkt der Preiskorrektur
Kapitel 3 Die Untersuchung der Existenz einer Preisblase anhand empirischer und behavioristischer Prüfverfahren
3.1 Zur Notwendigkeit einer Untersuchung
3.1.1 Vermögenseffekte: Transmissionsmechanismen auf dem Immobilienmarkt
3.2 Empirischer Ansatz
3.2.1 Der OFHEO House-Price-Index
3.2.1 Die House-Price/Income Kennzahl
3.2.2 Alternativer Ansatz: Die House Price/Rent Kennzahl
3.2.3 Empirische Befunde
3.3 Die irrationale Preisblase und der behavioristische Ansatz
3.3.1 Die irrationale Preisblase
3.3.2 Behavioral Finance: Eine Wissenschaft zwischen Ökonomie und Psychologie
3.3.2.1 Heuristisches Entscheiden
3.3.2.1.1 Entscheidungsfindung der Investoren auf dem US – Immobilienmarkt
3.3.2.2 Mental Accounting und Dissonanzfreiheit
3.3.2.2.1 Mental Accounting und Dissonanzfreiheit auf dem US - Immobilienmarkt
3.3.2.3 Immobilienpreisvolatilität und die Rolle der Mund-zu-Mund Propaganda in Ballungszentren
3.4 Bemerkung
Kapitel 4 Die Hypothekenmarktentwicklung in den USA im Lichte der Hypothese finanzieller Instabilität von Hyman P. Minsky
4.1 Minskys Interpretation der keynesianischen Krisentheorie
4.2 Die Hypothese finanzieller Instabilität
4.3 Minskys Ponzi-Borger und der Subprime Markt für Hypotheken
4.3.1 Hintergründe der Entstehung des Subprime-Markts
4.3.2 Zwangsversteigerung – ein landesweites Problem
4.3.3 Kostenfaktor Zwangsversteigerung
4.3.3.1 Individuelle Kosten
4.3.3.2 Ethnisch bedingte Kosten
4.3.3.3 Kosten für Nachbarschaft und Städte
4.4 Drei Ursachen endogener Instabilität
4.4.1 I) Riskante Darlehen
4.4.2 II) Lockere Kreditvergabestandards
4.4.3 III) Predatory Lending
4.4.4 Zwischenfazit
4.4.5 Kreditderivate & Risikodiversifikation auf dem sekundären Hypothekenmarkt
4.5 Die aktuelle Situation auf den weltweiten Finanzmärkten
Kapitel 5 Vermögenspreisblasen und Geldpolitik
5.1 Leaning Against The Wind
5.2 Krisenbewältigung im Sinne des Board of Governors of the Federal Reserve System
5.3 Aufarbeitung der aktuellen Situation
6 Resümee
Diese Arbeit untersucht die theoretischen Hintergründe, die empirische Entwicklung und die finanzwirtschaftlichen Ursachen der spekulativen Preisblase auf dem US-Immobilienmarkt sowie deren Auswirkungen auf die globale Finanzstabilität.
Die rationale Preisblase
Um einer Blase die notwendigen Impulse für ihr Wachstum zu geben, bedarf es einer Mehrheit von Anlegern, die davon überzeugt ist, dass künftig überdurchschnittliche Renditen realisierbar sind. Anleger, die im Rahmen der bereits anwachsenden Preisblase weiter investieren und somit dem Blasenwachstum Vorschub leisten, befinden sich in einem Zielkonflikt. Die Höhe der zu erzielenden Rendite aus der Anlage in ein im Wertwachstum begriffenes Anlageobjekt wird aufgewogen mit den möglichen Verlusten, die entstehen, wenn die Preisblase plötzlich platzt. Diese Abwägung kann dazu führen, dass informationsbasierte Fundamentaldaten die Investition befürworten und der Anleger aus rationalen Beweggründen heraus schnell im Wert wachsende Kapitalanlagen präferiert, auch wenn er weiß, dass die betreffende Vermögensklasse überbewertet ist (Stöttner S. 156 ff. [1989 b]). Rational begründbar ist eine derartige Entscheidung jedoch nur, wenn die rechtzeitige Veräußerung des Anlagetitels jederzeit als möglich gilt. Hier zeigt sich die massive Bedeutung der Erwartungshaltung und der ihr unmittelbar folgenden Spekulation für die Entstehung der Preise auf dem Markt für Kapitalanlagen.
Kapitel 1 Wirtschaftswachstum und Immobilienmarktindikatoren: Untersucht die globale Hauspreisblase und analysiert Kennzahlen wie den Nachfragepreis für Einfamilienhäuser, um Anzeichen einer Trendwende auf dem US-Markt zu identifizieren.
Kapitel 2 Definition der Preisblase im Kontext der Kapitalmarkteffizienz: Theoretische Fundierung des Preisblasenbegriffs basierend auf Famas Informationseffizienz und der Theorie rationaler Preisblasen.
Kapitel 3 Die Untersuchung der Existenz einer Preisblase anhand empirischer und behavioristischer Prüfverfahren: Empirische Analyse des Immobilienmarktes mithilfe von House-Price/Income- und House-Price/Rent-Kennzahlen sowie behavioristische Analyse der Anlegermotivation.
Kapitel 4 Die Hypothekenmarktentwicklung in den USA im Lichte der Hypothese finanzieller Instabilität von Hyman P. Minsky: Anwendung der Minsky-Hypothese auf den Subprime-Hypothekenmarkt und Analyse der Mechanismen endogener Instabilität sowie der Verbriefung von Hypothekenkrediten.
Kapitel 5 Vermögenspreisblasen und Geldpolitik: Erörtert die geldpolitischen Strategien der FED und anderer Notenbanken im Umgang mit Vermögenspreisblasen und bewertet das Konzept "Leaning Against The Wind".
6 Resümee: Fasst die Ergebnisse zusammen und schlussfolgert, dass die US-Immobilienmarktsituation durch expansive Geldpolitik induzierte, risikoreiche Kreditstrukturen gekennzeichnet ist.
US-Immobilienmarkt, Preisblase, Subprime-Hypotheken, Hyman P. Minsky, Behavioral Finance, Kapitalmarkteffizienz, Geldpolitik, Hypothekenkrise, Verbriefung, Risikodiversifikation, Finanzmarktstabilität, Leaning Against The Wind, Konjunkturzyklus, Anlegerverhalten, Immobilienpreisvolatilität.
Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung der spekulativen Preisblase auf dem US-Immobilienmarkt im Zeitraum von 2000 bis 2007, betrachtet unter theoretischen, empirischen und finanzwirtschaftlichen Aspekten.
Zentrale Themen sind die Rolle der Geldpolitik, das Anlegerverhalten unter Berücksichtigung von Behavioral Finance, die Finanzierung über Subprime-Kredite und die Instabilität des Finanzsystems durch Verbriefungsinstrumente.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie fundamentale ökonomische Faktoren und psychologische Anleger-Heuristiken gemeinsam zum Aufbau einer spekulativen Blase beitragen und welche Rolle die US-Geldpolitik hierbei einnimmt.
Die Arbeit verwendet eine Kombination aus empirischen Analysen von Preis-Einkommens-Kennzahlen und der theoretischen Einbettung in die Hypothese finanzieller Instabilität nach Hyman P. Minsky sowie Ansätze der Behavioral Finance.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Untersuchung des Hypothekenmarktes, der Funktionsweise von Subprime-Krediten und der Rolle der FED bei der Krisenbewältigung sowie den daraus resultierenden systemischen Risiken.
Die wichtigsten Schlagworte sind Subprime-Hypotheken, Finanzielle Instabilität, Spekulative Preisblase, Behavioral Finance und Geldpolitik der Federal Reserve.
Diese Strategie beschreibt den Ansatz einiger Notenbanken, Vermögenspreisblasen bereits frühzeitig durch restriktive Zinspolitik entgegenzuwirken, wobei die US-Notenbank FED dieser Strategie kritisch gegenübersteht.
Sie erklärt, warum Marktteilnehmer durch Heuristiken und kognitive Verzerrungen (wie den Herdentrieb) dazu neigen, rationale Entscheidungen zu vernachlässigen und so zur Blasenbildung beitragen.
Das Platzen wird oft als plötzliche Korrektur hin zum fundamentalen Wert gesehen, wobei externe Schocks oder eine restriktivere Geldpolitik als Auslöser für Liquiditätsprobleme bei überschuldeten Haushalten fungieren können.
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