Examensarbeit, 2007
206 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2. Ausprägungsformen überdurchschnittlich hohen Gewichts
2.1. Methoden zur Bestimmung des Körperfettanteils
2.1.1 Direkte Messmethoden
2.1.2. Indirekte Messmethoden
2.1.2.1 Body-Mass-Index
3 Epidemiologie und Prävalenz von Übergewicht und Adipositas
4. Ätiologie der Adipositas
4.1. Ernährung und Adipositas (Alimentäre Adipositas)
4.1.1 Der Energieverbrauch
4.1.1.1 Grundumsatz
4.1.1.2 Nahrungsbedingte Thermogenese
4.1.1.3 Aktivitätsbedingte Thermogenese
4.1.2 Regulation von Appetit und Sättigung
4.1.3 Verzehrhäufigkeit und -menge einzelner Lebensmittel
4.1.4 Portionsgrößen
4.1.5 Wandel der Mahlzeitentradition und die Folgen
4.2. Psychosoziale Ursachen
4.2.1 Familie
4.2.2 Freizeitgestaltung und Medienkonsum
4.3. Körperliche Aktivität
4.3.1 Bewegungsmangel
5 Persistenz von Adipositas
6. Folgen der Adipositas
6.1. Physische Folgekrankheiten
6.1.1 Metabolisches Syndrom
6.1.2 Diabetes Mellitus Typ 2
6.1.3 Kardiovaskuläre Folgen
6.1.4 Gastrointestinale Erkrankungen
6.1.5 Respiratorische Veränderungen
6.1.6 Orthopädische Folgen
6.1.7 Fettstoffwechselstörungen
6.2 Psychosoziale Folgen und Lebensqualität
6.3 Kosten
7. Therapie der Adipositas
7.1 Therapieziele
7.2. Konventionelle Therapiemöglichkeiten
7.2.1 Verhaltenstherapie
7.2.2 Ernährungstherapie
7.2.2.1 Die optimierte Mischkost
7.2.2.2 Diätetische Maßnahmen
8. Körperliche Aktivität in der Adipositastherapie
8.1 Bewegungstherapie – Sporttherapie
8.2 Begriffsbestimmungen: Sport und Körperliche Aktivität
8.3 Voraussetzungen für bewegungstherapeutische Maßnahmen
8.4. Ziele und Möglichkeiten gesteigerter körperlicher Aktivität bei Adipositas
8.4.1 Physiologische Ziele
8.4.2 Psychosoziale Ziele
8.4.3 Lebensstil
8.5 Motivation zum Beginn einer Bewegungstherapie
8.6 Aufgaben des Bewegungstherapeuten
9. Körperliches Training bei Adipositas
9.1 Komponenten der Trainingsplanung
9.2. Ausgewählte Förderbereiche und Inhalte der Bewegungstherapie
9.2.1 Ausdauer
9.2.2 Kraft
9.2.3 Verbesserung der Koordination und Beweglichkeit
9.2.4 Mannschafts- und Rückschlagspiele, Kampfsportarten
9.2.5 Körperwahrnehmung
10. Körperliche Aktivitäten und ihre Eignung für die Therapie
10.1 Aktivitäten im Alltag
10.2. Sportliche Aktivitäten
10.2.1 Aktivitäten im Wasser
10.2.2 Walking
10.2.3 Radfahren
11. Risiken des Sports und körperlicher Aktivität bei Adipositas
11.1 Bewegungsapparat
11.2 Thermoregulation
11.3 Belastungsasthma
11.4 Kardiovaskuläre Risiken
12. Physische Adaptationen durch körperliche Aktivität bei Adipositas
12.1 Änderung der Körperzusammensetzung und Gewichtserhalt
12.2 Verbesserung des Stoffwechsels
12.3 Verbesserungen des Herz-Kreislaufsystems
12.4 Verbesserung der Leistungsfähigkeit
12.5 Einflüsse auf psychosoziale Faktoren
13 Schulsport und Sportlehrer als Interventionsmöglichkeit?
14. Das Projekt Fit für Pisa: Eine statistische Auswertung
14.1 Teilnehmende Grundschulen und Sportangebot
14.2 Testungen
14.3 Ergebnisse
15 Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen sportlicher Aktivitäten zur Therapie von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie körperliche Bewegung gezielt zur Gewichtsreduktion und zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation eingesetzt werden kann, unter Berücksichtigung der psychosozialen und physischen Besonderheiten dieser Zielgruppe.
4.1. Ernährung und Adipositas (Alimentäre Adipositas)
In der Frühzeit verbrauchte der Mensch bei der Nahrungsbeschaffung ein hohes Maß an Energie, da große Strecken zurückgelegt werden mussten. Diese konnte nach erfolgreicher Jagd dem Körper in Form von Nahrung wieder zugeführt werden. Aber auch bei erfolgloser Nahrungssuche sicherte die Fähigkeit des menschlichen Körpers, Fettdepots anlegen zu können, das Überleben. Diese Zeit der Nahrungsknappheit prägte die genetische Grundausstattung, die heute in den westlichen Ländern auf konträre Lebensbedingungen stößt: Bewegungsmangel bei gleichzeitigem Nahrungsüberfluss. Diese Inkompatibilität führt dazu, dass ein relativ großer Teil der Bevölkerung Übergewicht und Adipositas entwickelt. Aus dem Vorteil, Energie speichern zu können, ist ein Nachteil geworden. (Vgl. ZAPF, 2006², 444; HEBEBRAND et al., 2005a, 28; KERSTING, 2005a, 62)
SCHUSDZIARRA/ERDMANN (2003²) formulierten dies treffend: „In dieser Situation haben wir das über 5 Millionen Jahre gültige Prinzip `Bewegung garantiert – Essen vielleicht´ konvertiert zu dem Prinzip `Essen garantiert – Bewegung vielleicht´“ (SCHUSDZIARRA/ERDMANN, 2003², 27).
Entscheidend für die Regulation des Körpergewichtes ist also die Relation von Energieaufnahme und Energieverbrauch.
1 Einleitung: Vorstellung der Problematik des zunehmenden Übergewichts bei Kindern und Jugendlichen und Skizzierung der wissenschaftlichen Fragestellung.
2. Ausprägungsformen überdurchschnittlich hohen Gewichts: Definition und Abgrenzung der Begriffe Übergewicht und Adipositas sowie Erläuterung gängiger Messmethoden wie dem BMI.
3 Epidemiologie und Prävalenz von Übergewicht und Adipositas: Analyse der weltweiten Verbreitung und der Zunahme von Adipositas als "Unterschichtphänomen" in Industrienationen.
4. Ätiologie der Adipositas: Untersuchung der multifaktoriellen Ursachen, insbesondere Ernährung, psychosoziale Faktoren und Bewegungsmangel.
5 Persistenz von Adipositas: Darstellung der hohen Wahrscheinlichkeit, dass kindliche Adipositas auch im Erwachsenenalter fortbesteht.
6. Folgen der Adipositas: Aufzeigung der schwerwiegenden physischen (z.B. metabolisches Syndrom, Diabetes) und psychosozialen Folgen sowie der hohen Gesundheitskosten.
7. Therapie der Adipositas: Überblick über multimodale Therapieansätze, die Verhalten, Ernährung und körperliche Aktivität integrieren.
8. Körperliche Aktivität in der Adipositastherapie: Erläuterung der Bedeutung von Bewegung als zentraler Baustein zur langfristigen Lebensstiländerung.
9. Körperliches Training bei Adipositas: Detaillierte Planung von Trainingseinheiten, einschließlich Trainingsmethoden und Zielsetzung für verschiedene Leistungsbereiche.
10. Körperliche Aktivitäten und ihre Eignung für die Therapie: Bewertung der Wirksamkeit von Alltagsaktivitäten und verschiedenen Sportarten (z.B. Schwimmen, Walking, Radfahren).
11. Risiken des Sports und körperlicher Aktivität bei Adipositas: Diskussion möglicher Gefahren für den Bewegungsapparat und bei der Thermoregulation während sportlicher Belastung.
12. Physische Adaptationen durch körperliche Aktivität bei Adipositas: Aufzählung der positiven physiologischen Anpassungseffekte von Training auf den Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System.
13 Schulsport und Sportlehrer als Interventionsmöglichkeit?: Diskussion über die Rolle des Schulsports bei der Prävention von Übergewicht.
14. Das Projekt Fit für Pisa: Eine statistische Auswertung: Darstellung und Auswertung der Daten aus dem Sportprojekt an Göttinger Grundschulen.
15 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritischer Ausblick auf politische Ansätze zur Adipositasprävention.
Adipositas, Übergewicht, Kinder, Jugendliche, Körperliche Aktivität, Bewegungstherapie, Ernährungstherapie, Sport, Metabolisches Syndrom, Prävention, Lebensstil, Fitness, Schulsport, Gesundheitserziehung, Körperzusammensetzung.
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Thema Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Möglichkeiten und Grenzen einer Therapie durch sportliche Aktivität.
Die Arbeit analysiert die Ursachen (Ätiologie), die Folgen (physisch und psychosozial) und verschiedene Therapieansätze. Dabei bilden Ernährungsumstellung und körperliches Training die Schwerpunkte.
Das Ziel ist es, den Stellenwert von körperlicher Aktivität innerhalb einer multimodalen Adipositastherapie aufzuzeigen und zu klären, wie diese dazu beitragen kann, einen gesünderen Lebensstil langfristig zu etablieren.
Neben einer umfangreichen Literaturanalyse wird eine statistische Auswertung des Projekts "Fit für Pisa" an Göttinger Grundschulen vorgenommen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse, eine detaillierte Betrachtung der körperlichen und sozialen Folgen, die Beschreibung therapeutischer Maßnahmen und eine konkrete Auswertung motorischer Leistungsdaten aus dem Projekt "Fit für Pisa".
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Adipositas, Bewegungstherapie, Ernährungsumstellung, Prävention und körperliche Leistungsfähigkeit.
Der BMI bei Kindern muss aufgrund der alters- und geschlechtsspezifischen Wachstums- und Entwicklungsprozesse immer mit Hilfe von Perzentilkurven bewertet werden.
Aktivitäten im Wasser (Schwimmen, Aquafitness) werden als besonders gelenkschonend und energetisch effektiv hervorgehoben, wobei der psychologische Aspekt der persönlichen Hemmungen bei Adipösen berücksichtigt werden muss.
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