Examensarbeit, 2007
102 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitung
2. Sinnhaftigkeit der Einbeziehung des Internets in den schulischen Unterricht
2.1 Gesellschaftliche Bedeutung
2.2 Veränderte Lernbedingungen und -formen
2.3 Persönlichkeitsentwicklung
3. Möglichkeiten der Internetnutzung im Unterricht
3.1 Informationserwerb
3.2 Kommunikation
3.3 Veröffentlichung von Informationen
3.4 Veranschaulichung durch Animation
4. Nutzen für die Schüler
4.1 Verändertes Lernverhalten
4.2 Höhere Lerneffizienz
4.3 Verbesserte Fremdsprachenkompetenzen
5. Risiken und Gefahren der Internetnutzung
5.1 Inhaltliche Gefahren
5.1.1 Online-Informationen
5.1.2 Online-Kommunikation
5.2 Mögliche Auswirkungen auf den Nutzer
5.2.1 Psyche, Sozialisation und Physis
5.3 Externe Risiken
5.3.1 Datenschutz und Kosten
6. Möglichkeiten der Eindämmung der Gefahren
6.1 Technische Kontrollmöglichkeiten
6.2 Einbeziehung der Schüler
6.3 Sicherheit durch didaktisches Handeln der Lehrkraft
7. Unterstützung des Religionsunterrichts durch Einbeziehung des Mediums Internet
7.1 Der Lehrplan für das Unterrichtsfach Evangelische Religion
7.1.1 Aufgaben und Lernziele des Religionsunterrichts
7.1.2 Die fünf Lernschwerpunkte
7.1.3 Lehrplanforderungen nach Nutzung des Internets im Religionsunterricht
7.1.4 Möglichkeiten der Bearbeitung der fünf Lernschwerpunkt in der Sekundarstufe I unter Einbeziehung der Internets
8. Bewertungskriterien
8.1 Möglichkeiten und Defizite der kriterienbasierten Bewertung multimedialer Lernprogramme und Informationsangebote
8.2 Kriterienkatalog zur Bewertung religionspädagogisch relevanter Internetangebote
8.2.1 Anbieter und Angebot
8.2.2 Inhalt
8.2.3 Mediale Gestaltung
8.2.4 Bedienbarkeit
8.2.5 Datenschutz
9. Analyse religionspädagogisch relevanter Internetangebote vor dem Hintergrund der Bewertungskriterien
9.1 Reliweb
9.1.1 Angebot und Anbieter
9.1.2 Inhalt
9.1.3 Mediale Gestaltung
9.1.4 Bedienbarkeit
9.1.5 Datenschutz
9.1.6 Zusammenfassung der Untersuchung
9.2 Kirche entdecken
9.2.1 Angebot und Anbieter
9.2.2 Inhalt
9.2.3 Mediale Gestaltung
9.2.4 Bedienbarkeit
9.2.5 Datenschutz
9.2.6 Zusammenfassung der Untersuchung
9.3 Reli-R@llye
9.3.1. Anbieter und Angebot
9.3.2 Inhalt
9.3.3 Mediale Gestaltung
9.3.4 Bedienbarkeit
9.3.5 Datenschutz
9.3.6 Zusammenfassung der Untersuchung
9.4 Auswertung
10. Gesamtbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Integration des Internets in den schulischen Religionsunterricht, um Lernprozesse zu bereichern und Medienkompetenz zu vermitteln. Ziel ist die Erarbeitung eines Bewertungsleitfadens, mit dem religiöse Internetangebote auf ihre didaktische Eignung hin analysiert werden können.
1. Einleitung
Die neuen Medien, allen voran das Internet, beeinflussten und veränderten in den letzten beiden Jahrzehnten maßgeblich unsere Gesellschaft. Neue Arbeitsfelder erschlossen sich; die mittlerweile weltweite Vernetzung ermöglicht den schnellen Austausch von Daten und Informationen über Ländergrenzen hinweg. Bereits heute sind Menschen ohne Möglichkeiten der Internetnutzung im sozialen und beruflichen Leben benachteiligt – eine Entwicklung, die sich fortsetzen wird.
Es liegt nicht nur nahe, sondern es besteht die Notwendigkeit, die medialen Neuerungen in den schulischen Unterricht zu integrieren, um neue Lernwege zu beschreiten und die Schüler zu befähigen, aktiv an gesellschaftlichen Prozessen zu partizipieren.
Bereits 1972 befasste sich der nunmehr emeritierte Professor für Praktische Theologie Wolf-Eckart Failing mit der Bedeutung von Medien in Lernprozessen, welche damals u.a. in Form von Arbeitsblättern, Schallplatten, Fotos, Filmen und Overhead-Folien in Erscheinung traten. Failing wies auf die selektive und standortgebundene Darstellung von Sachverhalten hin, die die Vermittlung von Lerninhalten durch Medien bewirkt und welche er wie folgt begründete: Die Objektivität von Medien ist eingeschränkt, da ihr Produzent auswählt, weglässt und neu akzentuiert. Das dadurch entstandene Produkt wird von der Lehrkraft in Abhängigkeit didaktisch-methodischer Entscheidungen sowie persönlicher Präferenzen erneut selektiert, um schließlich eine letzte Selektion auf Seiten des Schülers zu erfahren, welche sich durch die gesellschaftliche Akzeptanz des jeweiligen Mediums erklärt. Die auf diese Weise vermittelten Lerninhalte sind somit nur ein ausgesuchter Teil einer Wirklichkeitsabbildung.1
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Relevanz des Internets und leitet die Notwendigkeit ab, Medienkompetenz als Teil des schulischen Erziehungsauftrags fächerübergreifend zu etablieren.
2. Sinnhaftigkeit der Einbeziehung des Internets in den schulischen Unterricht: Das Kapitel begründet, warum die Schule Schüler zur Nutzung digitaler Medien befähigen muss, um sie auf eine Informationsgesellschaft vorzubereiten.
3. Möglichkeiten der Internetnutzung im Unterricht: Hier werden zentrale Einsatzbereiche wie Informationsrecherche, Kommunikation, Online-Publikation und visuelle Veranschaulichung diskutiert.
4. Nutzen für die Schüler: Es wird dargestellt, wie die Internetnutzung Lernverhalten, Effizienz und die Fremdsprachenkompetenz positiv beeinflussen kann.
5. Risiken und Gefahren der Internetnutzung: Das Kapitel analysiert inhaltliche Gefahren, Auswirkungen auf die Psyche sowie externe Sicherheitsrisiken beim Internetgebrauch.
6. Möglichkeiten der Eindämmung der Gefahren: Hier werden technische Filter, die Einbeziehung der Schüler und das didaktische Handeln der Lehrkraft als Strategien zur Risikominimierung vorgestellt.
7. Unterstützung des Religionsunterrichts durch Einbeziehung des Mediums Internet: Dieser Abschnitt verknüpft die Internetnutzung mit den spezifischen Lehrplaninhalten und Lernschwerpunkten der evangelischen Religion.
8. Bewertungskriterien: Es wird ein Kriterienkatalog entwickelt, der Lehrkräften bei der Auswahl und Bewertung religionspädagogischer Internetangebote unterstützen soll.
9. Analyse religionspädagogisch relevanter Internetangebote vor dem Hintergrund der Bewertungskriterien: Drei spezifische Homepages werden anhand des zuvor entwickelten Katalogs exemplarisch ausgewertet.
10. Gesamtbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass das Internet eine Bereicherung darstellt, sofern die Lehrkraft kritische Auswahlkriterien und didaktische Konzepte anwendet.
Religionsunterricht, Internetnutzung, Medienkompetenz, Lehrplan Evangelische Religion, Bildungsauftrag, Internetrecherche, Didaktik, Informationsgesellschaft, Bewertungskriterien, Jugendmedienschutz, Online-Lernangebote, Religionspädagogik, Schülerzentriertes Lernen.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration des Internets in den schulischen Religionsunterricht und entwickelt Methoden, um dessen Potenzial als Lernwerkzeug zu erschließen.
Die zentralen Themen sind Medienkompetenz, der didaktische Mehrwert von Online-Medien, die Identifikation von Risiken sowie die kriterienbasierte Bewertung digitaler Lernangebote.
Das Ziel ist es, Lehrkräften einen Leitfaden an die Hand zu geben, um die Eignung von Internetangeboten für den Religionsunterricht professionell zu bewerten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Entwicklung und exemplarische Anwendung eines kriterienbasierten Bewertungsrasters auf spezifische Webangebote.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Internetnutzung in der Schule, die Analyse relevanter Lehrpläne sowie die praktische Anwendung von Bewertungskriterien auf drei ausgewählte Webportale.
Die zentralen Begriffe umfassen Religionsunterricht, Medienkompetenz, Internetnutzung, Lehrplan, Didaktik und Bewertungskriterien.
Die Arbeit nimmt die Portale "Reliweb", "Kirche entdecken" und die "Reli-R@llye" unter die Lupe und vergleicht deren didaktische Qualität.
Der Lehrplan dient als Maßstab, um zu prüfen, ob die in den Internetangeboten behandelten Themen für die jeweiligen Jahrgangsstufen didaktisch sinnvoll und relevant sind.
Besonders die Informationsflut, unkontrollierbare Inhalte, Jugendschutzaspekte sowie die Gefahr einer sozialen Isolation durch den exzessiven Gebrauch virtueller Kontakte werden thematisiert.
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