Diplomarbeit, 2005
230 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
2 Wissenschaftlich – technischer Entwicklungsstand: Temperierung nach dem Verfahren des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD)
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Entwicklungsgeschichte der Temperierung
2.3 Aufbau von Temperieranlagen
2.4 Wärmetechnische Dimensionierung einer Temperieranlage
2.5 Wirkungsweise der Temperierung nach dem BLfD
2.5.1 Verhinderung von Feuchteschäden
2.5.2 Energieeinsparung durch Temperierung
2.5.3 Inaktivierung von Schadsalzen
2.5.4 Thermische Behaglichkeit
2.5.5 Raumklimatische Nebeneffekte
2.6 Wertung der Temperierung in der Fachwelt
2.6.1 Verhinderung von Feuchteschäden
2.6.2 Energieeinsparung durch Temperierung
2.6.3 Inaktivierung von Schadsalzen
2.6.4 Thermische Behaglichkeit
2.6.5 Raumklimatische Nebeneffekte
2.7 Zusammenfassung
3 Auswertung von Erfahrungsberichten
3.1 Zielstellung und empirische Vorgehensweise
3.2 Darstellung von Publikationen installierter Temperieranlagen
3.2.1 Methodik
3.2.2 Darstellung installierter Temperieranlagen
3.2.3 Auswertung detaillierter wissenschaftlicher Veröffentlichungen
3.3 Interviews mit Planern und Betreibern von Temperieranlagen
3.3.1 Methodik
3.3.2 Darstellung der Interviews
3.4 Ausgewählte Objekte mit Temperieranlagen
3.4.1 Methodik
3.4.2 Darstellung realisierter Temperieranlagen
3.5 Diskussion der Ergebnisse
4 Möglichkeiten und Grenzen der Temperierung
4.1 Begriffsbestimmung Temperierung
4.2 Bauteiltemperierung
4.3 Raumtemperierung
4.4 Umgang mit Normen und Energieversorgung
4.5 Forschungsausblick
5 Untersuchungen im Rittergut Trebsen
5.1 Rittergut Trebsen
5.1.1 Bauteiltemperierung im Keller des Inspektorenhauses
5.1.2 Temperierung der Schwarzküche
5.1.3 Temperierung der Ausstellungsräume
5.2 Schlussfolgerung
6 Fazit
Die Arbeit untersucht das Verfahren der Temperierung historischer Gebäude, um Unklarheiten bezüglich ihrer Einsatzgrenzen und Wirkung trotz langjähriger Praxiserfahrung zu klären. Das Ziel ist es, eine fundierte Ebene für die Diskussion von Begrifflichkeiten und Einsatzmöglichkeiten zu schaffen, indem der wissenschaftlich-technische Forschungsstand mit kritischen Veröffentlichungen und eigenen empirischen Untersuchungen verglichen wird.
1 Einführung
Die Temperierung – ein Verfahren, das durch Erwärmung der Gebäudehülle die bauphysikalischen, raumklimatischen sowie die physiologischen Bedingungen in einem Gebäude optimieren soll, wird schon seit 25 Jahren bei der Sanierung historischer Gebäude angewandt. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD), als Entwickler der Temperierung sowie Befürworter dieser Methode versprechen einen umfassenden Gebäudeschutz, der mit einer Energieeinsparung verbunden ist. In der Literatur finden sich allerdings auch gegensätzliche Meinungen, die die Temperierung allein zur Behebung lokaler Schadstellen und als Raumheizung nur in Verbindung mit einem erhöhten Energieaufwand sehen. Offenkundig ist die Debatte zwischen Vertretern und Kritikern der Temperierung kontrovers, die Begriffsklärung im Einzelnen schwierig und interessenabhängig. Die Diskussion zum Thema Temperierung zeigt, dass trotz zahlreich realisierter Projekte in historischen Gebäuden Unklarheiten zu den Einsatzgrenzen der Temperierung nach wie vor bestehen.
Selbst bei 25-jähriger Praxiserfahrung ist es bis heute nicht gelungen, eine Vereinheitlichung sowohl für den Begriff als auch für den Gegenstand Temperierung zu erarbeiten. Daher will die vorliegende Arbeit versuchen, zur Klärung offener Fragen in diesem Zusammenhang beizutragen, indem sie eine Ebene schafft, die es ermöglicht, die Begrifflichkeiten zum Thema Temperierung und deren Einsatzmöglichkeiten diskutieren zu können. Dazu ist es notwendig, zunächst den aktuellen wissenschaftlich-technischen Forschungsstand sowie realisierte Objekte darzustellen und auf ihre Aussagekraft bezüglich fundierter Informationen zur Wirkung der Temperierung hin zu untersuchen. Ferner sollen bestehende Planungsgrundlagen systematisch aufgearbeitet und mit kritischen Veröffentlichungen verglichen werden, auch um Schlussfolgerungen hinsichtlich der Möglichkeiten und Grenzen von Temperierung ziehen zu können.
1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Problematik der kontroversen Debatte um das Temperierungsverfahren dar und definiert das Ziel, durch Analyse des Forschungsstandes und eigener empirischer Untersuchungen mehr Klarheit über Einsatzgrenzen und Wirkungen zu schaffen.
2 Wissenschaftlich – technischer Entwicklungsstand: Temperierung nach dem Verfahren des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD): Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Temperierung nach den Vorgaben des BLfD, inklusive technischem Aufbau, Dimensionierung und den beanspruchten Sekundäreffekten, und stellt diesen eine kritische Auseinandersetzung aus der Fachwelt gegenüber.
3 Auswertung von Erfahrungsberichten: Hier werden Studien, wissenschaftliche Publikationen und Interviews mit Experten sowie Betreibern ausgewertet, um eine empirische Basis für die Bewertung realisierter Anlagen zu schaffen.
4 Möglichkeiten und Grenzen der Temperierung: Basierend auf den vorherigen Kapiteln erfolgt eine notwendige Begriffsklärung und eine Eingrenzung der Einsatzmöglichkeiten und Grenzen, unter Berücksichtigung fehlender normativer Regelungen.
5 Untersuchungen im Rittergut Trebsen: Das Kapitel stellt die Ergebnisse spezifischer Vor-Ort-Untersuchungen an verschiedenen Temperiersystemen im Rittergut Trebsen vor, um die theoretischen Erkenntnisse an realen Objekten zu prüfen.
6 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Temperierung ein umstrittenes Verfahren ist, dessen pauschale Übertragung auf jeden Gebäudetyp nicht haltbar ist und bei dem der Erfolg maßgeblich von flankierenden Maßnahmen und einer exakten Planung abhängt.
Temperierung, Bauteiltemperierung, Raumtemperierung, Gebäudeschutz, Denkmalschutz, Bauphysik, Wandheizung, Energieeinsparung, Feuchteschäden, Schadsalze, Raumklima, Infrarot-Thermografie, Wärmebedarf, historische Gebäude, Bestandschutz
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Untersuchung des Verfahrens der Temperierung zur Sanierung historischer Gebäude, wobei insbesondere die Diskrepanz zwischen den vollmundigen Versprechungen der Befürworter (wie dem BLfD) und der teils kritischen Literatur beleuchtet wird.
Zentrale Themen sind die bauphysikalische Wirkungsweise der Temperierung, die Energieeffizienz, die Inaktivierung von Schadsalzen, der Schutz vor Feuchteschäden sowie die thermische Behaglichkeit.
Ziel ist es, eine fundierte Ebene zu schaffen, um die Begrifflichkeiten und Einsatzmöglichkeiten der Temperierung differenziert diskutieren zu können, anstatt sich auf pauschale Aussagen zu verlassen.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, empirischer Auswertung von Publikationen, problemzentrierten Interviews mit Fachplanern und Nutzern sowie eigenen Vor-Ort-Untersuchungen und messtechnischer Begleitung an Objekten wie dem Rittergut Trebsen.
Der Hauptteil analysiert den Stand der Technik nach BLfD, konfrontiert diesen mit kritischen Fachbeiträgen, wertet existierende Erfahrungsberichte aus und leitet daraus Möglichkeiten und Grenzen des Verfahrens ab, gestützt durch spezifische Untersuchungen an Gebäuden.
Die wichtigsten Schlagworte sind Temperierung, Bauteiltemperierung, Raumtemperierung, Denkmalschutz, Bauphysik, Wandheizung, Feuchteschäden und Energieeinsparung.
Das Rittergut Trebsen dient als reales Fallbeispiel, an dem verschiedene Temperiersysteme (Bauteil-, Grund- und Raumtemperierung) unter realen Bedingungen untersucht und messtechnisch begleitet wurden, um die Praxistauglichkeit zu prüfen.
Der Autor sieht diese als unzureichend für eine fundierte Planung an, da sie keine Differenzierung nach Gebäudekonstruktion, Nutzung oder Raumgröße vornimmt und somit bei einer Vielzahl von Projekten als unzureichende oder ungeeignete Planungsgrundlage kritisiert wird.
Der Begriff wird diskutiert, weil er in der Praxis oft irreführend verwendet wird, um diverse Heizungsinstallationen zu benennen, die teils weit über eine reine Bauteiltemperierung hinausgehen, was eine wissenschaftlich konsistente Vergleichbarkeit der verschiedenen Anlagen in der Literatur erschwert.
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