Diplomarbeit, 2007
145 Seiten, Note: 1,5
0 Einleitung
1. HIV und AIDS
1.1 Übertragungswege des HIV
1.2 Vermeidung einer HIV-Infektion
1.3 Überblick über aktuelle Daten zu HIV/AIDS
2. Schule und Prävention
2.1 Merkmale und Funktionen der Schule
2.2 Der Präventionsbegriff
2.2.1 Präventionsarten
2.2.2 Präventionstypen
2.3 AIDS-Prävention als Aufgabe der Schule
3. Jugend, Sexualität und Schule
3.1 Jugend
3.1.1 Adoleszenz
3.1.1.1 Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz
3.2 Sexualität Jugendlicher
3.2.1 Sexuelle Beziehungstypen Jugendlicher
3.2.2 Jugendliches Kontrazeptionsverhalten
3.3 Sexualität und Schulalltag
3.3.1 Sexuelle Sozialisation und Schule
3.3.2 Schulische Sexualerziehung
3.4 Jugendliche als Risikogruppe für HIV/AIDS?
3.5 Zusammenfassung
4. Sexuelle Verhaltensbildung und der Prozess des präventiven Handelns
4.1 Theoretische Überlegungen zur (sexuellen) Verhaltensbildung und zum präventiven Verhalten
4.1.1 Die Theorie des geplanten Verhaltens (TOPB)
4.1.2 Das AIDS-Risikominimierungsmodell (ARRM) und der Prozess des präventiven Handelns
4.2 Faktoren, die präventives Verhalten beeinflussen
4.2.1 Interne Einflüsse auf die Bildung präventiven Verhaltens
4.2.1.1 Vergangenes Verhalten und Gewohnheiten
4.2.1.2 Angst vor HIV/AIDS
4.2.1.3 Wissen über und wahrgenommene Bedrohung durch HIV/AIDS
4.2.1.4 Emotionale und physische Reaktionen und Erregungen
4.2.1.5 Motivation und Wille zur Verhaltensänderung
4.2.1.6 Kenntnisse über eigene Wünsche und Bedürfnisse
4.2.1.7 Akzeptanz von Kondomen
4.2.2 Externe Einflüsse auf die Bildung präventiven Verhaltens
4.2.2.1 Familie
4.2.2.2 Peergroup
4.2.2.3 Medien
4.2.2 Die Lebenswelt als Einflussfaktor auf die Bildung präventiven Verhaltens
4.3 Zusammenfassung
5. Sexualpädagogische AIDS-Prävention in der Schule – Möglichkeiten und Grenzen
5.1 Schule als Einflussfaktor auf präventives Verhalten
5.2 Rahmenstrukturen: Ebenen der AIDS-Prävention
5.3 Bedingungen und Regeln der AIDS-Prävention
5.3.1 Allgemeine Bedingungen
5.3.2 Jugendspezifische Bedingungen
5.3.2.1 Wissensvermittlung
5.3.2.2 Sprechen über Sexualität
5.3.2.3 Die Lebenswelt
5.3.2.4 Ängste
5.3.2.5 Kondombotschaft und subjektives Risikomanagement
5.4 Sexualpädagogische AIDS-Prävention in der Schule – Möglichkeiten und Grenzen
5.4.1 AIDS-Prävention in der Schule
5.4.2 Möglichkeiten und Grenzen schulischer AIDS-Prävention
5.4.2.1 Schulfächer und ganzheitliche AIDS-Prävention
5.4.2.2 Struktur von Schule
5.4.2.3 Wissen und Emotionen
5.4.2.4 Sexuelle Sozialisation in der Schule und Peer-Education
5.4.2.5 Personalkommunikative Prävention und die Verwendung von Medien
5.4.2.6 Empowerment
5.5 Zusammenfassung
6. Exkurs: Methoden der Sexualpädagogik und AIDS-Prävention für den Unterricht
6.1 Der Wissenskreis
6.2 Das Beziehungshaus
6.3 Das Ampelquiz
6.4 Klassenkonferenz: infizierter Schüler – ein Rollenspiel
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten und Grenzen einer jugendspezifischen AIDS-Prävention im schulischen Rahmen aufzuzeigen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Schule als Sozialisationsinstanz und Bildungsort dazu beitragen kann, das sexuelle Verhalten Jugendlicher im Hinblick auf HIV-Risiken nachhaltig und risikoarm zu beeinflussen.
4.2.1.2 Angst vor HIV/AIDS
Der Einfluss von Angst auf das präventive Verhalten ist schwer feststellbar. Dass er existiert ist zwar relativ eindeutig, jedoch wird bei Umfragen nicht ersichtlich, welche Form der Angst beim Befragten dominiert. Neubauer (1994) stellt im Wesentlichen drei Formen der Angst vor AIDS fest: die phobische Ansteckungsangst, die hypochondrische Angst, bereits erkrankt zu sein und die Angst vor AIDS, die aus Angst vor Ansteckung und Hassgefühlen auf Virusträger besteht (vgl. Neubauer 1994, S. 99).
Sowohl phobische als auch hypochondrische Ängste sind bei Individuen in der Minderheit. Für eine Aussage über Verhaltensbeeinflussung durch Angst vor AIDS kommt am ehesten die Angst vor Ansteckung in Frage, da sie eine nachvollziehbare Realitätsentsprechung besitzt. Die Angst vor Ansteckung tritt verstärkt unter den Personen auf, die öfter mit verschiedenen Partnern Geschlechtsverkehr hatten. Neubauer stellt fest, dass jene wegen AIDS häufiger über ihre Sexualität nachdenken und Versuche unternehmen, ihrem Partner treuer zu sein. Auch eine Verringerung der Häufigkeit der Sexualkontakte konnte festgestellt werden. Die Angst vor Ansteckung hat nicht nur in der öffentlichen Diskussion ihren Ursprung, sondern findet zum Großteil in der eigenen, gelebten Sexualität ihren Grund. Mit steigender Angst erhöht sich zudem die Bereitschaft, beim Partner zu bleiben. Das Interesse an einer langfristigen Beziehung wächst und bisherige Außenkontakte werden reduziert. Es wird somit über das eigene Sexualverhalten nachgedacht und Konsequenzen gezogen (vgl. Neubauer 1994, S. 100-104).
0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz der AIDS-Prävention bei Jugendlichen und definiert den Fokus auf die Rolle der Schule als zentrale Instanz für diese Arbeit.
1. HIV und AIDS: Dieses Kapitel vermittelt grundlegende Informationen über die Krankheit AIDS, die Übertragungswege des Virus sowie die aktuelle epidemiologische Situation.
2. Schule und Prävention: Es werden die Funktionen von Schule und der Begriff der Prävention theoretisch hergeleitet und in den schulischen Kontext übertragen.
3. Jugend, Sexualität und Schule: Hier wird die Lebensphase Jugend analysiert, um das Verständnis für sexuelle Sozialisation und die Rolle der Schule für Jugendliche zu schärfen.
4. Sexuelle Verhaltensbildung und der Prozess des präventiven Handelns: Dieses Kapitel untersucht psychologische Modelle und Faktoren, die das individuelle Gesundheitsverhalten und die Verhaltensänderung beeinflussen.
5. Sexualpädagogische AIDS-Prävention in der Schule – Möglichkeiten und Grenzen: Die Analyse der schulischen AIDS-Prävention unter Berücksichtigung von Rahmenstrukturen, Bedingungen und spezifischen Möglichkeiten sowie Grenzen.
6. Exkurs: Methoden der Sexualpädagogik und AIDS-Prävention für den Unterricht: Vorstellung praktischer Arbeitsmethoden, um AIDS-Themen im schulischen Unterricht konkret und zielgruppengerecht umzusetzen.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Anforderungen an die Präventionsarbeit.
AIDS-Prävention, HIV, Schule, Jugend, Adoleszenz, Sexualpädagogik, Sozialisation, Safer Sex, Verhaltensbildung, Präventionsmodelle, Aufklärung, Kondomgebrauch, Gesundheitserziehung, Peer-Education, Empowerment.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der AIDS-Prävention für Jugendliche innerhalb des schulischen Systems.
Die zentralen Felder umfassen die medizinischen Grundlagen von HIV/AIDS, entwicklungspsychologische Aspekte der Jugend, theoretische Präventionsansätze sowie die praktische Umsetzung sexualpädagogischer Maßnahmen in Schulen.
Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild darüber zu zeichnen, wie schulische AIDS-Prävention gestaltet sein muss, um das sexuelle Verhalten von Jugendlichen nachhaltig in Richtung "Safer Sex" zu beeinflussen.
Der Autor führt eine theoretische Aufarbeitung durch, die auf sozialwissenschaftlicher Literatur, empirischen AIDS-Forschungsstudien und pädagogischen Konzepten basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verhaltensbildung, die Analyse von Einflussfaktoren (interne und externe Faktoren) und die konkrete Anwendung der AIDS-Prävention im schulischen Alltag inklusive methodischer Exkurse.
Schlüsselwörter sind insbesondere AIDS-Prävention, Jugendsexualität, schulische Sozialisation, Safer Sex und Verhaltensbildung.
Die Adoleszenz ist eine Phase tiefgreifender psychologischer und sozialer Umbrüche, in der sich sexuelle Verhaltensmuster erst festigen, was den Ansatzpunkt für präventive Interventionen besonders bedeutsam macht.
Während der Unterricht Wissen vermittelt, bietet die Peergroup einen Erfahrungsraum für sexuelle Sozialisation, in dem Jugendliche durch den Austausch mit Gleichaltrigen Einstellungen und Rollenverhalten erproben und festigen.
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