Forschungsarbeit, 2004
77 Seiten, Note: 1,0
1. Versuch der Abgrenzung
1.1 Veränderbare sprichwörtliche Redensart:
1.2 Feste sprichwörtliche Redensart:
1.3 Sprichwort
2. Wie sind Sprichwörter und Redensarten in einsprachigen Wörterbüchern aufzufinden?
2.1 Was wollen wir rausfinden?
2.2 Beschreibung von Methode und Vorgehensweise
2.3 Welche Abkürzungen haben wir verwendet?
2.4. Tabellen der untersuchten sprichwörtlichen Redensarten bzw. Sprichwörtern
3. Untersuchung der einzelnen Wörterbücher
3.1 Langenscheidts Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache und der Duden Deutsch als Fremdsprache im Vergleich
3.2 Duden: Das große Wörterbuch der deutschen Sprache
3.3 Redensarten im Bedeutungsduden
3.3 Das Stilwörterbuch: Einordnung hinsichtlich der stilistischen Bewertung
3.4 Duden Band 1- Die deutsche Rechtschreibung: Warum sind diverse Redensarten aufgeführt? Lässt sich ein Auswahlkriterium erkennen?
4. Duden 11: Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik
5. Reflexion
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung, wie effektiv verschiedene einsprachige Wörterbücher sprichwörtliche Redensarten und Sprichwörter erfassen, definieren und für Benutzer auffindbar machen. Die Autoren gehen dabei der Forschungsfrage nach, inwiefern die Wörterbücher ihre in den Vorworten formulierten Ansprüche erfüllen und welche Kriterien bei der Auswahl und Darstellung dieser idiomatischen Ausdrücke zur Anwendung kommen.
1. Versuch der Abgrenzung
Der Duden 11: Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik weist in seiner Einleitung auf Bezeichnungen der Sprachwissenschaften hin, die bestimmte sprachliche Erscheinungen zu fassen versuchen, „die man als ‚vorgeformte’, nicht frei gebildete Wortketten, als eine Art ‚sprachliche Fertigbauteile’ umschreiben könnte.“ Die Bezeichnungen lauten: Redewendungen, feste Wendungen, feste Verbindungen, idiomatische Verbindungen, Idiome, Wortgruppenlexeme, Phraseologismus oder Phraseolexeme. Floskel, Phrasem, Vergleich, Formel, Zitat, Sentenz oder geflügelte Worte tauchen ebenfalls in der Literatur auf, wenn es um Definitionen im Zusammenhang mit Sprichwörtern und Redensarten geht. Viele Autoren weisen darauf hin, dass es bei der Abgrenzung der Ausdrücke fließende Übergänge und Zweifelsfälle gibt. Es ist bisher in der deutschen Sprachwissenschaft nicht gut gelungen, eine einheitliche Begriffssystematik zu entwickeln und auch international besteht keine verbindliche Terminologie.
Wir haben für diese Arbeit nun nicht den Anspruch, eine Terminologie zu entwickeln, die in der deutschen Linguistik als verbindlich angenommen werden kann. Uns ist jedoch aufgefallen, dass einige Autoren ähnliche Erklärungssysteme verwenden, die in einigen Bereichen Übereinstimmungen aufweisen, so dass ein Versuch zu Beginn unserer Arbeit darin bestehen soll, diese verschiedenen Begrifflichkeiten zu sammeln und zu ordnen und damit für uns gültige Definitionen zu schaffen.
Uns geht es vor allem um die Definition von Sprichwörtern und im Besonderen sprichwörtlichen Redensarten. Dabei unterscheiden wir die sprichwörtlichen Redensarten, die veränderbar sind oder in einer festen Fügung bestehen.
1. Versuch der Abgrenzung: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Grundlage, indem es die vielfältigen Begriffe der Phraseologie ordnet und eigene, für die Arbeit geltende Definitionen für Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten festlegt.
2. Wie sind Sprichwörter und Redensarten in einsprachigen Wörterbüchern aufzufinden?: Hier werden die methodischen Ansätze der Untersuchung vorgestellt, einschließlich der Auswahlkriterien für die untersuchten Redensarten und der Erläuterung der verwendeten Abkürzungen in der Ergebnistabelle.
3. Untersuchung der einzelnen Wörterbücher: In diesem Hauptteil werden die verschiedenen Wörterbücher (Langenscheidt und diverse Duden-Bände) hinsichtlich ihrer Erfassung und Erklärung von Redensarten und Sprichwörtern detailliert analysiert.
4. Duden 11: Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik: Dieses Kapitel widmet sich speziell dem umfassendsten Wörterbuch der Untersuchung und bewertet dessen Nutzen für den Sprachgebrauch und die Auffindbarkeit idiomatischen Materials.
5. Reflexion: Der abschließende Teil reflektiert den Forschungsprozess, die methodischen Herausforderungen und gibt eine Empfehlung für Nutzer, die sich intensiver mit Redensarten beschäftigen möchten.
Phraseologie, Sprichwort, sprichwörtliche Redensart, Idiomatik, einsprachige Wörterbücher, Duden, Langenscheidt, Sprachstil, Wortgruppenlexeme, lexikografische Erfassung, Sprachgebrauch, stilistische Bewertung, Abgrenzung, Sprachwissenschaft, Sprachvergleich.
Die Arbeit befasst sich mit der lexikografischen Erfassung und Darstellung von sprichwörtlichen Redensarten und Sprichwörtern in gängigen einsprachigen Wörterbüchern der deutschen Sprache.
Die zentralen Themen sind die theoretische Abgrenzung von phraseologischen Einheiten, die methodische Analyse der Wörterbucharbeit sowie der Vergleich der Auffindbarkeit und Erklärungsqualität von idiomatischen Ausdrücken in unterschiedlichen Wörterbuchtypen.
Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, inwieweit die analysierten Wörterbücher den Anforderungen von Nutzern gerecht werden, die nach Informationen zu Sprichwörtern und Redensarten suchen, und ob sie ihre selbst gesetzten Ansprüche erfüllen.
Die Autoren nutzen einen vergleichenden, empirischen Ansatz, bei dem eine selbst erstellte Liste von ca. 100 sprichwörtlichen Redensarten und Sprichwörtern systematisch in den verschiedenen Wörterbüchern auf ihr Vorhandensein und die Qualität ihrer Erklärung hin überprüft wurde.
Im Hauptteil werden die Wörterbücher einzeln untersucht: Langenscheidts Großwörterbuch DaF, Duden Großes Wörterbuch der deutschen Sprache, Stilwörterbuch, Bedeutungswörterbuch, Rechtschreibduden sowie Duden Band 11 (Redewendungen).
Wichtige Begriffe sind Phraseologie, Idiomatik, lexikografische Erfassung, Sprachstil, Sprichwort und sprichwörtliche Redensart.
Der "Duden 11" wird als das umfassendste und nützlichste Werk für Redewendungen bewertet, da er die größte Anzahl an Einträgen liefert und zudem Herkunft und Entstehung der Wendungen ausführlich erläutert.
Die Autoren vermuten bei einigen Wörterbüchern eine erzieherische Absicht, bei der als vulgär oder derb eingestufte Ausdrücke weggelassen werden, während bei anderen Werken, wie dem Rechtschreibduden, die rein orthografische Ausrichtung die Aufnahme von Phraseologismen nur als Anwendungsbeispiele zulässt.
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