Examensarbeit, 2007
69 Seiten, Note: 2.0
2. Die Inhalte der Mobilitäts- und Verkehrserziehung
2.1 Aufgaben und Ziele der Mobilitätserziehung
2.1.1 Sicherheitserziehung
2.1.2 Sozialerziehung
2.1.3 Umwelterziehung
2.1.4 Gesundheitserziehung
2.2 Schwerpunkte, Methoden und Umfang in der Grundschule
2.3 Zusammenarbeit der Schule mit außerschulischen Einrichtungen
3. Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Primarstufe
3.1 Rahmenvorgaben in NRW
3.1.1 Verkehrs- und Mobilitätserziehung in den Klassen 1 und 2
3.1.2 Verkehrs- und Mobilitätserziehung in den Klassen 3 und 4
3.2 Schwerpunkt: Öffentliche Verkehrsmittel
4. Der Schulweg
4.1 Unfälle und Gefahren
4.1.1 Daten und Fakten zu Kinderunfällen
4.1.2 Ursachen und Erkenntnisse
4.2 Unfallpräventionen
4.2.1 Fördermaßnahmen
4.2.2 Internationale Programme
4.3 Bus und Bahn als Thema in der Grundschule
5. Der Projektunterricht
5.1 Offener Unterricht
5.2 Der Projektunterricht - Merkmale und Erläuterungen
5.3 Reformpädagogik und Offener Unterricht
5.4 Der Projektgedanke bei DEWEY und KILPATRICK
5.5 Projektunterricht in den Richtlinien
5.6 FREY und die Projektmethode
5.7 GUDJONS und der Projektunterricht
6. „EVAG macht Schule“
6.1 Die Betriebsführung
6.2 Die Mobilitätserziehung und -beratung
6.3 EVAG macht Theater
6.4 Die Haltestellenpatenschaft
6.5 Die EVAG im Internet
6.6 Die Unterrichtsmaterialien
7. Das Bus- und Bahntraining an der Josefschule
7.1. Die Planung des Unterrichts 1
7.1.1 Die Besprechung mit der Klassenlehrerin
7.1.2 Die Besprechung mit der Schulungsleiterin
7.2 Die Planung des Unterrichts 2
7.3 Die Durchführung des theoretischen Teils
7.4 Die Durchführung des praktischen Teils
7.5 Zusätzliche und ergänzende Projektmöglichkeiten
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten einer projektorientierten Mobilitätserziehung für Schüler der vierten Grundschulklasse, um diese sicher und kompetent an die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel heranzuführen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch handlungsorientierten Unterricht Verkehrskompetenzen vermittelt werden können, die den Schulweg sicherer machen und eine positive Einstellung zum ÖPNV fördern.
4.1.2 Erkenntnisse und Ursachen
Um sich im Straßenverkehr sicher bewegen zu können braucht der Mensch gewisse Fähigkeiten und Fertigkeiten. Diese Vorraussetzungen bilden sich erst mit der Zeit bzw. in einem bestimmten Kindesalter.
Im sechsten Lebensjahr weisen Kinder ein „akutes Gefahrenbewusstsein“ auf, dass jedoch meist nicht vor dem Unfall schützt, sondern lediglich eine Situation als Gefahr ausweist. Erst im Alter von acht Jahren entwickelt sich ein „voraus schauendes Gefahrenbewusstsein“, welches den Kindern ermöglicht Gefahren einzuschätzen, um einen daraus resultierenden Unfall zu vermeiden. Weiterhin entsteht mit ca. zehn Jahren ein Präventionsverständnis. Hierbei können die Heranwachsenden Maßnahmen ergreifen, die den Unfallhergang bzw. dessen Folgen zu minimieren versuchen.
Kinder, die sichere Straßenverkehrsteilnehmer werden möchten, müssen sich also aufmerksam und konzentriert verhalten, sich nicht ablenken lassen, ihren eigenen Körper und Bewegungsablauf kontrollieren können. Sie müssen den Straßenverkehr samt allen Teilnehmern aufmerksam wahrnehmen und ablenkende Emotionen sowie Objekte wie Hunde etc. außen vor lassen, um ein sicheres Fortbewegen gewährleisten zu können. Dazu gehören auch Fähigkeiten wie ein Perspektivenwechsel und eine ausgereifte Psychomotorik.
Um Unfälle bei Kindern zu erklären und deren Ursachen zu finden müssen auch bestimmte Charaktermerkmale benannt werden, die die Gefahren erhöhen. So sind zum Beispiel Kinder mit dem Hang sich schnell ablenken zu lassen, unruhige, quirlige oder verhaltensgestörte junge Menschen, besonders gefährdet.
Hinzufügen muss man allerdings dabei, dass an einigen der Unfälle nicht die Kinder selbst, sondern ein unangepasstes Verhalten von Autofahrern oder Begleitpersonen ursächlich ist.
2. Die Inhalte der Mobilitäts- und Verkehrserziehung: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Ziele der Verkehrserziehung wie Sicherheits-, Sozial-, Umwelt- und Gesundheitserziehung und deren Einbettung in die Grundschule.
3. Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Primarstufe: Hier werden die spezifischen Rahmenvorgaben für Nordrhein-Westfalen analysiert, inklusive der Themenschwerpunkte für die verschiedenen Klassenstufen.
4. Der Schulweg: Dieses Kapitel beleuchtet Unfallstatistiken, Gefahrenquellen sowie präventive Maßnahmen und internationale Ansätze zur Erhöhung der Kindersicherheit.
5. Der Projektunterricht: Es werden theoretische Grundlagen des Projekt- und offenen Unterrichts sowie die Ansätze bedeutender Pädagogen wie Dewey, Kilpatrick und Gudjons dargestellt.
6. „EVAG macht Schule“: Vorstellung verschiedener verkehrspädagogischer Angebote der Essener Verkehrs AG, wie Betriebsführungen, Busschule und Unterrichtsmaterialien.
7. Das Bus- und Bahntraining an der Josefschule: Ein Praxisbericht über die Planung und Durchführung eines konkreten Bus- und Bahntrainings mit einer vierten Klasse, inklusive theoretischer Einführung und praktischer Übungen.
Mobilitätserziehung, Verkehrserziehung, Grundschule, Schulweg, Projektunterricht, Unfallprävention, ÖPNV, Bus und Bahn, Verkehrskompetenz, Handlungsorientierung, Kindersicherheit, Mobilitätsbildung, Verkehrsgesellschaft, Verkehrssicherheit, Projektmethode.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und praktischen Umsetzung einer projektorientierten Mobilitätserziehung für Grundschüler der vierten Klasse, um sie sicher und umweltbewusst an die Nutzung von Bus und Bahn heranzuführen.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Verkehrserziehung, die Analyse von Schulweggefahren, Methoden des offenen Unterrichts und die Kooperation zwischen Schule und Verkehrsunternehmen.
Ziel ist es, den Schülern durch praktisches Training die notwendigen Kompetenzen für eine eigenständige und sichere Teilnahme am öffentlichen Nahverkehr zu vermitteln und Ängste abzubauen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Pädagogik und Verkehrserziehung sowie auf eine Fallstudie, in der ein Bus- und Bahntraining praktisch an einer Grundschule durchgeführt und evaluiert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Mobilitätserziehung und Projektunterricht sowie einen praktischen Teil, der das Programm „EVAG macht Schule“ und die Durchführung des Trainings an der Josefschule detailliert beschreibt.
Die wichtigsten Schlagworte sind Mobilitätserziehung, Schulwegsicherheit, Projektunterricht, Handlungsorientierung und Verkehrskompetenz.
Es bietet eine handlungsorientierte und praxisnahe Vernetzung zwischen theoretischem Schulunterricht und der realen Verkehrswelt durch Module wie Betriebsführungen, Theater und ein spezifisches Bus- und Bahntraining.
Kinder in diesem Alter stehen kurz vor dem Übergang auf weiterführende Schulen, wo sie den Schulweg häufiger selbstständig mit Bus oder Bahn bewältigen müssen, was die Notwendigkeit dieser Kompetenzförderung unterstreicht.
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