Examensarbeit, 2006
120 Seiten, Note: 1,70
1 EINLEITUNG
2 DIE JIDDISCHE SPRACHE UND KULTUR
2.1 Die Musik in der jüdischen Kultur
2.2 Schund oder Vorläufer des Musical? – Der Begriff und die Form des jiddischen Musik-Theaters
3 ANFÄNGE DES JIDDISCHEN THEATERS IN OSTEUROPA
3.1 Die Goldfaden-Ära
3.1.1 Goldfadens Schaffensperioden
3.1.2 Inspiration – Die Musik in den Goldfaden-Stücken
4 EMIGRATION – DAS JIDDISCHE THEATER IN AMERIKA
4.1 Joseph Lateiner, Moshe Hurwitz und Boris Thomashevsky
4.2 Sigmund (Zelig) Mogulesco (1858-1914)
4.2.1 Biographisches
4.2.2 Die Handlung von “David’s Violin“
4.2.3 Die Musik in “David’s Violin“
4.3 Arnold Perlmutter und Herman Wohl
4.3.1 Biographisches
4.3.2 Dos Pintele Yid
4.4 Die Gordin-Ära oder das „Goldene Zeitalter des jiddischen Theaters“
5 IN AMERIKA GEBORENE KOMPONISTEN UND IHRE MUSIK FÜR DAS JIDDISCHE THEATER
5.1 Abraham Ellstein (1907-1963)
5.1.1 Biographisches
5.1.2 Abi gezunt
5.2 Alexander Olshanetsky (1892-1946)
5.2.1 Biographisches
5.2.2 Glik
5.3 Sholom Secunda (1894-1974)
5.3.1 Biographisches
5.3.2 Die Geschichte von „Bay mir bistu scheyn“
5.3.3 Analyse von „Bay mir bistu scheyn“
6 FORMEN UND STRUKTUREN DER ANALYSIERTEN WERKE IM VERGLEICH
6.1 Von Goldfaden bis Perlmutter und Wohl
6.2 Vom Lied der jiddischen Bühne zum populären Welthit
7 DAS JIDDISCHE THEATER HEUTE
8 NACHWORT
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung des jiddischen Theaters von seinen Anfängen in Osteuropa bis hin zur Etablierung in Amerika. Der Fokus liegt dabei auf der musikalischen Gestaltung und deren Wandel von volksliedbasierten Traditionen hin zu populären, vom amerikanischen Jazz und Musical beeinflussten Formen.
Die Musik in der jüdischen Kultur
Um die jiddische Musik in der jüdischen Kultur und im Besonderen das jiddische Lied wie es heute ist verstehen zu können, muss man die jüdische Geschichte kennen, denn die Lieder entstehen und leben im Volk und spiegeln sein Leben und die Zeit wider. Eine Bereicherung des „Volkslied-Begriffes“ bietet ARON MARKO ROTHMÜLLER an:
“Folk-Song is a descriptive rather than a definitive term, and we shall use it broadly to cover the various kinds of song sung by the people and expressing the characteristics of the people“.5
Das Volkslied wird zu bestimmten Anlässen gesungen oder beschreibt alltägliche und besondere Ereignisse, mit denen sich ein Volk identifiziert.
Die jüdische Musik hat dadurch einen besonderen Stand, dass Juden in Ghettos und Gemeinden verschiedener Länder lebten. So bewahrten sie sich einerseits einen Teil ihrer Kultur, ließen andererseits jedoch Teile aus der Kultur des Landes, in dem sie lebten in ihre Musik und Sprache mit einfließen.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt die Rolle des jiddischen Theaters als Gattung der Volkskunst und die zentrale Bedeutung der Musik für seine Entwicklung von Osteuropa bis nach Amerika.
2 DIE JIDDISCHE SPRACHE UND KULTUR: Dieses Kapitel thematisiert die historischen Hintergründe, Verfolgung und Migration, die zur Entstehung des Jiddischen und seiner spezifischen kulturellen Ausdrucksformen beitrugen.
3 ANFÄNGE DES JIDDISCHEN THEATERS IN OSTEUROPA: Hier werden die Vorformen wie Purimspiele und die prägende Rolle von Abraham Goldfaden bei der Etablierung des jiddischen Musiktheaters dargestellt.
4 EMIGRATION – DAS JIDDISCHE THEATER IN AMERIKA: Dieser Abschnitt analysiert den Umzug und die Anpassung des Theaters an das amerikanische Umfeld durch Pioniere wie Lateiner, Hurwitz, Mogulesco, Perlmutter und Wohl.
5 IN AMERIKA GEBORENE KOMPONISTEN UND IHRE MUSIK FÜR DAS JIDDISCHE THEATER: Das Kapitel betrachtet die dritte Generation jüdischer Komponisten (Ellstein, Olshanetsky, Secunda) und die zunehmende Integration amerikanischer Stile.
6 FORMEN UND STRUKTUREN DER ANALYSIERTEN WERKE IM VERGLEICH: Eine vergleichende Analyse der musikalischen Struktur und des Wandels der Liedkomposition über die verschiedenen Epochen hinweg.
7 DAS JIDDISCHE THEATER HEUTE: Ein Überblick über die aktuelle Situation des jiddischen Theaters und die Herausforderungen für dessen Fortbestand.
Jiddisches Theater, Musik, Abraham Goldfaden, Migration, USA, Kultur, Volkslied, Komponisten, Musical, Jiddische Sprache, Schund-Theater, Tradition, Identität, Klezmer, Theatergeschichte.
Die Arbeit analysiert die Geschichte und die musikalische Entwicklung des jiddischen Theaters, von seinen Anfängen in Osteuropa bis zur Etablierung als populäre Kunstform in den USA.
Zentrale Themen sind der Einfluss von Religion und Tradition auf die Musik, der Prozess der Migration nach Amerika sowie die Transformation jiddischer Musikstile in das amerikanische Musical und den Jazz.
Das Ziel ist es, den musikalischen Wandel innerhalb des jiddischen Theaters aufzuzeigen und zu untersuchen, ob es spezifische gemeinsame Merkmale gibt, die diese als jiddische Theatermusik kennzeichnen.
Die Autorin kombiniert historische Recherchen mit einer exemplarischen Analyse ausgewählter Lieder und Komponisten, um den Wandel der Form und Struktur der Musik zu verdeutlichen.
Der Hauptteil behandelt die Epochen des jiddischen Theaters, von Goldfadens Anfängen über die Einwanderung nach New York und die Gordin-Ära bis hin zu den in Amerika geborenen Komponisten.
Jiddisches Theater, Musik, Migration, Kultur, Identität, Komponisten, Musical und Volkslied.
Goldfaden gilt als der „Vater des jiddischen Theaters“, da er durch die Verbindung von Musik, Gesang und szenischer Handlung die Grundlagen für die professionelle jiddische Bühne schuf.
Die Gordin-Ära (1892-1902) brachte eine Wende hin zum literarischen Realismus und soziale Themen, wobei die Musik eine bewusstere, aber untergeordnete Rolle spielte als im sogenannten Schund-Theater.
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