Diplomarbeit, 2007
106 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Die themenrelevanten Aspekte von M&A-Transaktionen
2.1 Ausgestaltungsformen von Unternehmenszusammenschlüssen
2.2 Positive Synergien als Akquisitionsmotiv
2.3 Negative Synergien als Verkaufsursache
3. Synergien und ihre Klassifikation
3.1 Der Synergiebegriff
3.2 Synergieverwandte Konzepte
3.2.1 Economies of Scale
3.2.2 Kapazitätsauslastungseffekt
3.2.3 Lern- und Erfahrungskurveneffekt
3.2.4 Economies of Scope
3.2.5 Transaktionskostenansatz
3.3 Synergiedimensionen
3.4 Synergieklassifikation
3.4.1 Klassifikation nach der Art
3.4.1.1 Güterwirtschaftliche Synergien
3.4.1.1.1 Kostensynergien
3.4.1.1.2 Wachstumssynergien
3.4.1.1.3 Strategische Synergien
3.4.1.2 Finanzwirtschaftliche Synergien
3.4.1.2.1 Synergien aus Risikoveränderung
3.4.1.2.2 Kapitalmarktsynergien
3.4.1.3 Steuerliche Synergien
3.4.1.3.1 Abschreibung des Kaufpreises
3.4.1.3.2 Abschreibung aus einer Fremdfinanzierung
3.4.1.3.3 Organschaftsverhältnisse
3.4.1.3.4 Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen
3.4.2 Klassifikation nach dem Funktionsbereich
3.4.2.1 Synergien im IT-Bereich
3.4.2.2 Synergien im Beschaffungsbereich
3.4.2.3 Synergien in Produktion und Logistik
3.4.2.4 Synergien in Marketing und Vertrieb
3.4.2.5 Synergien in Shared Service und Verwaltung
3.4.3 Klassifikation nach der Richtung des Zusammenschlusses
3.5 Zwischenfazit
4. Synergieerfassung
4.1 Due Diligence
4.2 Synergieevaluation auf der strategischen Ebene
4.3 Synergieevaluation auf der operativen Ebene
5. Einbeziehung von Synergien bei der leistungswirtschaftlichen Integration eines Kaufobjektes mit Hilfe von Total- und Partialmodellen
5.1 Synergieorientierte Bewertung von Kaufobjekten mit Hilfe des Totalmodells
5.2 Synergieorientierte Bewertung von Kaufobjekten mit Hilfe des Partialmodells
5.3 Zahlenbeispiel
5.3.1 Ermittlung des Entscheidungswertes und des Zukunftserfolgswertes des Kaufobjektes ohne Synergieberücksichtigung
5.3.2 Ermittlung des Entscheidungswertes und des Zukunftserfolgswertes des Kaufobjektes bei Einbeziehung von Synergien
6. Einbeziehung von Synergien beim Ausscheiden eines Verkaufsobjektes aus einem Unternehmensverbund mit Hilfe von Total- und Partialmodellen
6.1 Synergieorientierte Bewertung von Verkaufsobjekten mit Hilfe des Totalmodells
6.2 Synergieorientierte Bewertung von Verkaufsobjekten mit Hilfe des Partialmodells
6.3 Zahlenbeispiel
6.3.1 Ermittlung des Entscheidungswertes und des Zukunftserfolgswertes des Verkaufsobjektes ohne Synergieberücksichtigung
6.3.2 Ermittlung des Entscheidungswertes und des Zukunftserfolgswertes des Verkaufsobjektes bei Einbeziehung von Synergien
7. Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht das Phänomen von Synergien bei Unternehmensakquisitionen und -verkäufen aus einer bewertungstheoretischen Perspektive. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterschiedliche Arten von Synergien im Vorfeld einer Transaktion erfasst, qualifiziert und quantifiziert werden können und wie diese mithilfe von Total- und Partialmodellen bei der Ermittlung von Unternehmenswerten berücksichtigt werden, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
3.1 Der Synergiebegriff
Die im Zusammenhang mit Synergien stehende Terminologie ist dadurch gekennzeichnet, dass es keine einheitliche Definition dieses Phänomens gibt, weshalb hier einige Begriffsvarianten aufgeführt werden, um dann eine dem Ziel dieser Arbeit entsprechende Definition herleiten zu können und somit eine Grundlage für nachfolgende Synergieklassifikation zu schaffen.
Den etymologischen Ursprung hat das Wort „Synergie“ in der griechischen Sprache und setzt sich zusammen aus „syn“, was „zusammen, mit, gemeinsam“ bedeutet, und „ergon“, dessen Bedeutungen „wirken“ ist. Grob kann man Synergie also als „Miteinanderwirken, Zusammenwirken“ interpretieren.
Ein ziemlich klares Bild verschafft bereits eine Interpretation von Synergien als wertsteigernde Effekte (auch als positive Synergieeffekte, originärer Goodwill, positive Verbundeffekte bezeichnet), die verloren gehen, wenn ein Konglomerat, ein Ganzes in seine Einzelteile zerlegt wird. Daraus wird ersichtlich, dass im Zusammenhang mit Synergien immer eine Gegenüberstellung „Ganzes versus seine Einzelteile“ steht, wobei die (positiven) Synergien nichts anderes bedeuten als die Vorteilhaftigkeit dieses Ganzen gegenüber seinen Einzelteilen, die nicht als gedankliche Teile des noch bestehenden Ganzen zu verstehen sind, sondern nach seinem Zerlegen entstehen oder vor seinem Entstehen existierten. Bereits an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Realisation von Synergiepotentialen nicht unbedingt positive Konsequenzen nach sich ziehen, sondern ganz unerwünschte Resultate bringen können, worauf später ausführlich eingegangen wird.
In Anbetracht des Vorhandenseins eines großen Befundes von im Zusammenhang mit Synergien stehenden verbalen Ausdrücken erweist es sich als zweckmäßig, einige Begriffsauffassungen exemplarisch darzustellen und zu analysieren, um eine Arbeitsdefinition zu formulieren.
1. Einleitung: Zusammenfassung der Problematik von Synergien bei M&A-Transaktionen und Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit sowie des methodischen Vorgehens.
2. Die themenrelevanten Aspekte von M&A-Transaktionen: Definition von Unternehmenszusammenschlüssen und Analyse der Motive für Akquisitionen und Verkäufe sowie der Rolle von Synergien dabei.
3. Synergien und ihre Klassifikation: Fundierte Analyse des Synergiebegriffs, Abgrenzung verwandter Konzepte, Klassifikation nach verschiedenen Dimensionen wie Art, Funktionsbereich und Richtung des Zusammenschlusses.
4. Synergieerfassung: Erörterung der Due Diligence als Instrument sowie der Phasen der Synergieevaluation und -analyse auf strategischer und operativer Ebene.
5. Einbeziehung von Synergien bei der leistungswirtschaftlichen Integration eines Kaufobjektes mit Hilfe von Total- und Partialmodellen: Modelltheoretische Darstellung der Bewertung eines Kaufobjektes unter Einbeziehung von Synergien inklusive einer praktischen Veranschaulichung durch ein Zahlenbeispiel.
6. Einbeziehung von Synergien beim Ausscheiden eines Verkaufsobjektes aus einem Unternehmensverbund mit Hilfe von Total- und Partialmodellen: Modelltheoretische Abbildung des Verkaufs eines Unternehmensteils unter Berücksichtigung von Synergieverlusten sowie Veranschaulichung durch ein Zahlenbeispiel.
7. Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick: Resümee der Arbeit und Fazit zur Bedeutung der integrierten Analyse von Synergien für eine fundierte Unternehmensbewertung.
Synergien, M&A-Transaktionen, Unternehmensbewertung, Due Diligence, Totalmodell, Partialmodell, Akquisition, Desinvestition, Kostensynergien, Wachstumssynergien, Steuerliche Synergien, Realoptionen, Kapitalmarktsynergien, Unternehmenswert, Synergiepotentiale.
Die Diplomarbeit behandelt die Erfassung und Einbeziehung von Synergieeffekten bei Unternehmenszusammenschlüssen (Kauf) und Unternehmensverkäufen (Ausscheiden aus einem Verbund) auf Basis quantitativer Modelle.
Zentrale Themen sind die Definition und Klassifikation von Synergien, die methodische Erfassung mittels Due Diligence sowie deren mathematische Berücksichtigung in der Unternehmensbewertung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Synergien qualifiziert und quantifiziert werden können, um sie in Total- und Partialmodelle zu integrieren und so den Entscheidungswert bei Kauf- und Verkaufsentscheidungen präzise zu bestimmen.
Es werden betriebswirtschaftliche Bewertungsmethoden genutzt, insbesondere das Zustand-Grenzpreismodell (Totalmodell) und das Zukunftserfolgswertverfahren (Partialmodell), ergänzt durch lineare Optimierungsansätze.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Klassifikation von Synergien nach verschiedenen Dimensionen, der Erfassung durch Due Diligence sowie der praktischen Anwendung der Bewertungsmodelle für Kauf- und Verkaufssituationen anhand von Zahlenbeispielen.
Wesentliche Begriffe sind Synergien, Unternehmensbewertung, Akquisition, Desinvestition, Due Diligence, Totalmodell und Partialmodell.
Während bei einem Kauf die Einbeziehung von Potenzialen (Synergiegewinn) im Vordergrund steht, betrachtet der Verkauf die Auswirkungen des Verlusts bestehender Synergieeffekte auf den Unternehmenswert.
Sie dient als erste wichtige Informationsquelle, um Synergieschwerpunkte ex ante zu identifizieren und Daten für die nachfolgende mathematische Quantifizierung in den Bewertungsmodellen bereitzustellen.
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