Diplomarbeit, 2007
109 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
1.1 Motivation für das Thema
1.2 Wichtige Begrifflichkeiten
1.2.1 Due Diligence
1.2.2 Compliance
1.2.3 Finanzdienstleistungsinstitute
1.3 Struktur der Arbeit
2. Due Diligence
2.1 Anwendungsmöglichkeiten
2.1.1 Due Diligence Prüfung aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen
2.1.1.a Ausscheiden eines Gesellschafters einer Personengesellschaft
2.1.1.b Abfindungen gemäß §§ 304, 305 AktG
2.1.1.c Verschmelzungen, Vermögensübertragungen, Umwandlungen
2.1.1.d Steuerliche Erhebungen bei Erbauseinandersetzungen
2.1.1.e Scheidungsverfahren
2.1.1.f Enteignungen
2.1.2 Due Diligence Prüfung auf feiwilliger Basis
2.1.2.a Unternehmenskauf / -verkauf
2.1.2.b Initial Public Offering (IPO) / Börsengang
2.1.2.c Eigenkapitalaufnahme bei Dritten
2.1.2.d Fremdkapitalaufnahme bei Banken
2.1.2.e Leveraged Buy Out (LBO)
2.1.2.f Sanierungen, Umstrukturierungen, Spaltungen
2.1.2.g Privatisierungen der öffentlichen Hand
2.2 Vorbereitungen und Informationsbeschaffung
2.3. Due Diligence Prüfung
2.3.1 Strategische Due Diligence Prüfung
2.3.2 Finanzielle Due Diligence Prüfung
2.3.3 Steuerrechtliche Due Diligence Prüfung
2.3.4 Rechtliche Due Diligence Prüfung
2.3.5 Markt Due Diligence Prüfung
2.3.6 Human Resources Due Diligence
2.3.7 Technisch-Organisatorische Due Diligence Prüfung
2.3.8 Umwelt Due Diligence
3. Compliance
3.1 Ziele von Compliance im Untenehmen
3.2 MiFID
3.2.1 MiFID - Pflichtige Produkte
3.2.2 MiFID – Pflichtige Dienstleistungen
3.2.3 MiFID - Nichtpflichtige Produkte
3.2.4 MiFID - Nichtpflichtige Dienstleistungen
3.3 Aufbau und Organisation einer Compliance Abteilung
3.3.1 Aufbau und Organisationspflichten nach KWG
3.3.2 Aufbau und Organisationspflichten nach WpHG
3.3.3 Aufbau und Organisationspflichten nach WpDVerOV
3.3.4 Allgemeine Aufbau- und Organisationsregelungen
3.3.4.a Abgrenzung zu anderen Abteilungen
3.3.4.b Unabhängigkeit und Hierarchische Ansiedlung
3.3.4.c Zugangsrechte
3.4 Aufgaben einer Compliance Abteilung
3.4.1 Fortlaufende Überwachung
3.4.2 Risikobewertung
3.4.3 Risikoreporting
3.4.4 Verfassen von Handlungsanweisungen
3.4.5 Beschwerdemanagement
3.4.6 Kontakt zu Behörden und anderen Organen
3.5 Verhaltensregeln
3.5.1 Mitarbeiter und Mitarbeitergeschäfte
3.5.2 Interessenkonflikte
3.5.3 Insiderinformationen / Insidergeschäfte
3.5.4 Geldwäschebekämpfung
3.5.5 Wohlverhaltensregeln
3.5.6 Bestmögliche Ausführung
3.6 Ausblick auf das Risikobegrenzungsgesetz
4. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit analysiert die Konzepte "Due Diligence" und "Compliance" im Kontext von Finanzdienstleistungsinstituten. Das Ziel ist es, Managern ein Verständnis für diese Instrumente zu vermitteln und deren Bedeutung für die Risikominimierung sowie die zukunftsorientierte Unternehmenssteuerung aufzuzeigen, insbesondere unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Anforderungen wie der MiFID-Richtlinie.
2.3.1 Strategische Due Diligence Prüfung
Bei der strategischen Due Diligence Prüfung werden außer der Vergangenheit auch die Gegenwart und vor allem die zukünftige geplante Entwicklung betrachtet und bewertet. Eine solche Prüfung findet regelmäßig nur bei Kauf- oder Verkaufsentscheidungen von Unternehmen oder Unternehmensteilen statt. In seltenen Fällen wird dieser Teil der Due Diligence Prüfung auch bei anderen Transaktionen verwendet. Noch vor Beginn der Due Diligence Prüfung muss geklärt werden, ob die bisherige Strategie beibehalten wird, oder ob durch ein neues Konzept eine neue strategische Ausrichtung erfolgen soll. Eine neue Strategie könnte mehr Potential entstehen lassen und somit die Wirtschaftlichkeit der Gesellschaft verbessern. Weiterhin muss geklärt sein, aus welchem Grund eine Investition stattfinden soll. Je nachdem ob ein Investor aus industriellem, finanziellem oder aus spekulativem Grund handelt, werden verschiedene Ziele verfolgt.
Ein Investor, der aus industriellen Gründen handelt, verfolgt das Ziel auf eine langfristige Bindung um Synergiepotentiale ausnutzen zu können oder aber langfristig von dieser Maßnahme profitieren zu können. So kann durch eine Produktdiversifikation eine Gesellschaft abgesichert, die Marktposition ausgebaut und Wachstum generiert werden. Weiterhin würde mit der neuen Gesellschaft neues Know-how entstehen. Durch eine mögliche Stillegung könnten die neuen Eigentümer das Ziel der Marktbereinigung verfolgen.
Ein Finanzinvestor handelt in einem mittelfristigen Zeithorizont und hat im Vorfeld den Plan, nach ungefähr drei bis fünf Jahren, wieder aus der Gesellschaft auszusteigen. Ziel einer solchen Investition ist die Steigerung des Ertrages, d.h. des EBITDA und des EBIT, um nach dem geplanten Zeitfenster die Gesellschaft mit einem hohen Gewinn verkaufen zu können. Zu den Finanzinvestoren können u.a. die Private Equity Gesellschaften gezählt werden.
Ein spekulativer Investor handelt noch kurzfristiger als der Finanzinvestor. Er verfolgt das Ziel durch kurzfristige Investitionen Gewinne zu generieren. Eine Möglichkeit ist der Kauf einer unterbewerteten Aktie mit dem Ziel, diese wieder schnellstmöglich mit einem hohen Gewinn verkaufen zu können.
1. Einführung: Definition der Grundbegriffe und Darstellung der Motivation sowie der Zielsetzung der Arbeit.
2. Due Diligence: Analyse der Anwendungsmöglichkeiten, Vorbereitung sowie der spezifischen Prüfungsbereiche einer Due Diligence bei Finanzdienstleistern.
3. Compliance: Erläuterung der Compliance-Funktion, der regulatorischen Anforderungen durch MiFID und FRUG sowie der Aufgaben und Verhaltensregeln in Compliance-Abteilungen.
4. Zusammenfassung und Fazit: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf die steigende Bedeutung der behandelten Instrumente in der Finanzbranche.
Due Diligence, Compliance, Finanzdienstleistungsinstitute, Risikomanagement, MiFID, FRUG, Unternehmenskauf, Unternehmensbewertung, Kapitalmarkt, Anlegerschutz, Interessenkonflikte, Insiderinformationen, Geldwäschebekämpfung, Risikoreporting, Wertpapierhandel.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem praktischen Einsatz der Konzepte Due Diligence und Compliance innerhalb der Finanzdienstleistungsbranche.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Anwendungsmöglichkeiten von Due Diligence, die organisatorischen Anforderungen an Compliance-Abteilungen und die Auswirkungen aktueller Gesetzesänderungen.
Das Ziel ist die umfassende Analyse der beiden Begriffe und die Vermittlung von Hintergrundwissen, um Unternehmen bei der Integration neuer gesetzlicher Anforderungen zur Sicherung ihrer Zukunft zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Gesetzesanalyse sowie der Auswertung von Praxisdarstellungen, um die Konzepte und deren regulatorische Rahmenbedingungen zu erläutern.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des Due Diligence Prozesses, der verschiedenen Prüfungsarten, der Compliance-Ziele und der regulatorischen Änderungen durch das FRUG und die MiFID-Richtlinie.
Zu den prägenden Begriffen gehören Due Diligence, Compliance, MiFID, Risikomanagement und regulatorische Anforderungen in der Finanzbranche.
Das FRUG führt zu weitreichenden Änderungen und prägt die Anforderungen an die Aufbau- und Organisationspflichten von Compliance-Abteilungen in Finanzdienstleistungsunternehmen neu.
Die Arbeit differenziert zwischen industriellen Investoren (langfristige Synergien), Finanzinvestoren (mittelfristige Rendite) und spekulativen Investoren (kurzfristige Gewinnmitnahmen).
Die Aufgaben umfassen die fortlaufende Überwachung, Risikobewertung, Risikoreporting, Beschwerdemanagement sowie den Kontakt zu Aufsichtsbehörden.
Es dient dem Schutz von Unternehmen vor unerwünschten Übernahmen durch Hedgefonds und Private Equity Investoren und verstärkt die Anforderungen an die Transparenz.
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