Magisterarbeit, 2001
105 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 Methodik
2 Jugendsprache
2.1 Der Jugendbegriff
2.2 Begriffsklärung Jugendsprache
2.3 Jugendsprache und Standardsprache
2.4 Rückblick auf die deutsche Jugendsprachforschung
2.5 Merkmale von Jugendsprache
3 Technokultur
3.1 Musikalische Bestimmung
3.2 Geschichte
3.2.1 Geräusche und elektronische Klänge
3.2.2 Namensgebung House und Techno
3.2.3 Die Entwicklung in Europa
3.3 Zentrale Begrifflichkeiten
3.3.1 Der Warm-Up
3.3.2 Die Location
3.3.3 Der Rave
3.3.4 Der Chillout
3.3.5 Die Afterhour
3.3.6 Der Track
3.4 Discjockey-Musik
3.5 Autorbegriff und Kunstwerk
3.6 Lebensstil Techno
3.6.1 Tanz
3.6.2 Selbstverständnis
3.6.3 Musikstile
3.6.4 Mode
3.6.5 Körperlichkeit
3.6.6 Die Droge Ecstasy
3.6.7 Magazine und Fanzines
3.6.8 Flyer
3.7 Mentalitätsmuster der Technokultur
3.7.1 Technophilie
3.7.2 Mißbrauch der Geräte
3.7.3 Zukunftsorientierung
3.7.4 Kommunikation durch Konsum
3.7.5 Kollektivität vs. Egozentrizität
3.7.6 Spaß
3.7.7 Globalität, Lokalität – Glokalisierung
3.8 Das Prinzip Sampling
4 Kommunikationsform Techno
4.1 Der kommunikative Rahmen
4.2 Analyse von Musik-Charts
4.2.1 Vorgehensweise
4.2.2 Sprache und Mentalitätsmuster
4.3 Kommunikation in Medien
4.3.1 Tonträger
4.3.2 Musikrezensionen
4.3.3 Die Sprache in Fanzines
4.3.4 Externe Medien über Techno
4.3.5 Techno in Literatur und Dichtung
4.4 Merkmale von Technokommunikation
4.4.1 Sprachspiel
4.4.2 Sprachsampling
4.4.3 Kommunikation in Netzwerken
4.4.4 Zentrierung um wenige Themen
4.4.5 Anonymität des Autors
4.4.6 Slogans
4.4.7 Inhaltslosigkeit
4.5 Techno – eine sprachlose Kultur
5 Zusammenfassung
6 Literaturverzeichnis
7 Anhang
A Korpus Technocharts
B Bootlegging
C Flyer
D Anonymität der Künstler
E Raveline
F Visualisierung
Die Arbeit systematisiert die Wechselbeziehungen zwischen kultureller und sprachlicher Praxis in der Technoszene und analysiert, wie diese jugendkulturelle Strömung durch spezifische Kommunikationsformen und technologische Aneignungsprozesse geprägt ist.
3.3.3 Der Rave
Der Rave ist eine Bezeichnung für eine technospezifische Veranstaltungsform, die einem Konzert ähnlich ist. Das Wort Rave ist das in Lexika und Wörterbüchern am häufigsten kodifizierte technospezifische Wort. Es stammt laut Duden wahrscheinlich aus dem altfranzösischen und ist mit der elektronischen Tanzmusik als Lehngut aus England nach Deutschland gekommen, wo es vor allem jugendsprachlich zur Bezeichnung einer Technoparty verwendet wird. Im Englischen bedeutet „to rave“ toben, phantasieren, spinnen oder schwärmen. Aber auch folgende Verwendung ist möglich: „he raved at the children for breaking the window“ (er donnerte die Kinder wegen der eingeschlagenen Fensterscheibe an). Als Substantiv bezeichnet es eine Schwärmerei, eine tolle Party oder eine modische Entwicklung: „it´s all the rave“ (das ist große Mode).
Nach POSCHARDT wurde der Ausdruck auf Jamaika zum ersten Mal im Kontext von Tanzmusik verwendet, wo die Tanzabende „Ravings“ genannt wurden. Über schwarze Einwanderer gelangte diese Bedeutung nach Europa. Der Rock´n Roll Sänger BUDDY HOLLY hat 1958 einen Hit mit dem Namen „Rave on“ und in den späten 1960er Jahren wird eine Jugendzeitschrift „Rave“ genannt, womit die Hysterie der Teenager um die Popbands wie die Beatles gemeint war. Doch POSCHARDT weiß: „In England wurde der Ausdruck ‚Raver’ für vorwiegend schwarze Clubgänger verwendet, die Soul, Rap und House-Musik hörten und vor allem Underground-Jams und Warehouse-Parties besuchten.“
1 Einleitung: Stellt die Relevanz von Techno als jugendkulturelles Phänomen dar und definiert den methodischen Rahmen der Arbeit unter Einbeziehung der Jugendsprachforschung.
2 Jugendsprache: Definiert den Jugendbegriff sowie die Merkmale der Jugendsprache und grenzt diese zur Standardsprache ab.
3 Technokultur: Analysiert die historische Entwicklung, zentrale Begrifflichkeiten, den spezifischen Lebensstil und die Mentalitätsmuster der Szene.
4 Kommunikationsform Techno: Untersucht die sprachlichen Kommunikationsstrukturen, die Rolle von Medien sowie die Bedeutung von Slogans und Sprachspielen innerhalb der Subkultur.
5 Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Rolle von Techno als eigenständige Kommunikationsform.
6 Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen für die Analyse der Technokultur auf.
7 Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie das Korpus der Technocharts und Beispiele für Flyer und Bootlegging.
Techno, Jugendsprache, Technokultur, Rave, Sampling, Bricolage, Medien, Kommunikation, Musikstile, Identität, Jugendforschung, Soziolinguistik, Körperlichkeit, Ecstasy, Subkultur
Die Arbeit untersucht Techno als eine neue Form der Kommunikation und kulturellen Praxis und bettet diese in den Kontext der Jugendsprachforschung ein.
Zu den Schwerpunkten gehören der Lebensstil der Technoszene, die Bedeutung von Musik und Technik, die Rolle der Medien wie Flyer und Fanzines sowie spezifische sprachliche Muster.
Das Ziel ist eine Systematisierung der kulturellen und sprachlichen Praxis der Technokultur und der Nachweis, dass Techno trotz medialer Zuschreibungen als „inhaltslos“ eine eigene, strukturierte Kommunikationsform darstellt.
Die Autorin/der Autor nutzt ethnographische Methoden, soziolinguistische Analysen sowie einen Vergleich von Musik-Charts und Werbeformen (Sampling/Bricolage).
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Jugendsprache, der historischen und soziologischen Entwicklung der Technokultur sowie die detaillierte Analyse der technospezifischen Kommunikationsformen.
Wichtige Begriffe sind Technophilie, Sampling, Bricolage, Identitätsstiftung, Konsum als Kommunikationsmittel und die Unmittelbarkeit der rauschhaften Erfahrung im Tanz.
Diese Bezeichnung rührt daher, dass die Kommunikation innerhalb der Szene primär über den Körper, den Tanz und den Rausch erfolgt und traditionelle diskursive Formen der politischen Artikulation weitgehend fehlen.
Sampling fungiert als umfassendes Lebensprinzip: Musik, Mode und Sprache werden durch das Aneignen und Rekontextualisieren vorhandener Elemente ständig neu zusammengefügt, um Identität jenseits festgefahrener Strukturen zu erzeugen.
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