Magisterarbeit, 2007
175 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problembereich und Fragestellungen
1.2 Public-Health Relevanz des Themas
1.3 Aufbau
2 Betriebliche Gesundheitsförderung an Hochschulen: Gründe, Konzepte und gesetzliche Rahmenbedingungen
2.1 Warum Gesundheitsförderung an Hochschulen?
2.1.1 Strukturen der Hochschulen in Deutschland – Statistische Daten
2.1.2 Aktuelle Herausforderungen an die Hochschulen
2.1.3 Bedeutung und Ziele der Gesundheitsförderung für die Hochschule
2.2 Konzepte der betrieblichen und hochschulbezogenen Gesundheitsförderung
2.2.1 Begrifflichkeiten: Gesundheitsförderung, Salutogenese und Prävention
2.2.2 Setting-Ansatz und Organisationsentwicklung
2.2.2.1 Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)
2.2.2.2 Konzept: Health Promoting Universities
2.2.3 Managementbezogener Ansatz
2.2.3.1 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
2.2.3.2 Hochschulinternes Gesundheitsmanagement (HiG)
2.2.4 Hochschulbezogene Gesundheitsförderung nach FALLER
2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.3.1 Arbeits- und Gesundheitsschutz an Hochschulen
2.3.1.1 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und Gefährdungsbeurteilung
2.3.1.2 Arbeitssicherheitsgesetz
2.3.2 Sozialgesetzbuch (SGB)
3 Strukturelle und organisatorische Aspekte hochschulbezogener Gesundheitsförderung
3.1 Besonderheiten der Hochschule als Organisation
3.1.1 Organisationsstrukturen der Hochschulen
3.1.2 Organisationstheoretische Ansätze
3.1.2.1 Hochschulen als Prototyp der „Organized Anarchy“
3.1.2.2 Hochschulen als Expertenorganisationen
3.2 Hochschuladäquate Strukturen betrieblicher Gesundheitsförderung
3.2.1 Strukturen einer hochschulbezogenen Gesundheitsförderung
3.2.2 Hochschulbezogene Projektstruktur der Gesundheitsförderung
3.2.2.1 Grundmodell einer gesundheitsfördernden Projektstruktur an Hochschulen
3.2.2.2 Kommunikations- und Schnittstellengestaltung
3.2.2.3 Gesundheitszirkel bzw. Focusgruppen und Arbeitsgruppen als Instrumente der Betroffenenbeteiligung an Hochschulen
3.2.3 Hochschulbezogene Bestandsanalyse und Gesundheitsberichterstattung
3.2.4 Integration von Gesundheitsförderung in das Hochschulmanagement
4 Akteure und Anspruchsgruppen betrieblicher Gesundheitsförderung an Hochschulen
4.1 Interessenslagen und Perspektiven der Akteure
4.1.1 Integration der unterschiedlichen Perspektiven
4.1.2 Perspektive der strategisch und wirtschaftlich Verantwortlichen
4.1.3 Perspektive der Anspruchsgruppen
4.1.4 Experten-Perspektive
4.2 Gesundheitsbezogene Bedarfslagen der verschiedenen Anspruchsgruppen der Hochschule
4.2.1 Einleitende Bemerkungen zum Verhältnis der Statusgruppen
4.2.2 Beschäftige in Hochschulverwaltung und –technik
4.2.3 Wissenschaftlich Beschäftigte
4.2.3.1 Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter
4.2.3.2 Lehrbeauftragte und studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte
4.2.4 Studierende
5 Themenbezogener Forschungsstand
6 Forschungsdesign
6.1 Untersuchungsziel und –ansatz
6.2 Untersuchungsmethodik
6.2.1 Einsatz kombinierter Datenerhebungsmethoden
6.2.2 Dokumentenanalyse
6.2.3 Fragebogen
6.2.4 Experteninterview
6.3 Auswahl der Stichprobe
7 Darstellung der Ergebnisse und Diskussion
7.1 Vergleichende Darstellung
7.1.1 Darstellung der teilnehmenden Hochschulen
7.1.2 Zentrale Strukturen der betrieblichen Gesundheitsförderung
7.1.2.1 Gründung und Initiative der betrieblichen Gesundheitsförderung
7.1.2.2 Zusammensetzung des zentralen Gremiums (z. B. Arbeitskreis)
7.1.2.3 Operative Infrastruktur
7.1.3 Entscheidungsträger und Entscheidungsstrukturen
7.1.4 Einbindung in die Hochschulstrukturen
7.2 Zusammenfassende Beschreibung der Strukturen der betrieblichen Gesundheitsförderung je Hochschule
7.2.1 RWTH Aachen
7.2.2 Universität Augsburg
7.2.3 Universität Bremen
7.2.4 Technische Universität Darmstadt (TUD)
7.2.5 Leibnitz Universität Hannover (LUH)
7.2.6 Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
7.2.7 Universität Kaiserslautern
7.2.8 Universität Karlsruhe
7.2.9 Universität Konstanz
7.2.10 Hochschule Magdeburg
7.2.11 Philipps-Universität Marburg
7.2.12 Technische Universität München (TUM)
7.2.13 Universität Paderborn
7.3 Diskussion
7.3.1 Initiativen der betrieblichen Gesundheitsförderung im Verhältnis zu weiteren Strukturbildung
7.3.2 Hochschulbezogene Struktur der Gesundheitsförderung – Grundmodell und Praxis
7.3.3 Identifizierung der Anspruchsgruppen der betrieblichen Gesundheitsförderung
8 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Strukturen und die praktische Umsetzung der betrieblichen Gesundheitsförderung an deutschen Hochschulen. Dabei wird erforscht, wie entsprechende gesundheitsfördernde Maßnahmen in die organisatorischen Gegebenheiten der Hochschulen eingebunden sind und welche Rolle dabei die verschiedenen Akteursgruppen spielen.
3.1.2.1 Hochschulen als Prototyp der „Organized Anarchy“
Das Konzept der „Organized Anarchy“ („organisierte Anarchie“) geht auf COHEN, MARCH und OLSEN zurück, die sich damit ausdrücklich auf Organisations- und Entscheidungsprozesse von Hochschulen beziehen. Nach ihrer Auffassung herrschen in ihnen „Garbage Can Modelle des Organisierens“ (Mülleimer-Modelle) vor.
Organisierte Anarchien sind Organisationen oder Entscheidungssituationen mit folgenden Charakteristika:
1. Problematic preferences: Die Definition des Problems und der Ziele ist unklar. Die Akteure erkennen ihre Präferenzen erst im Prozess.
2. Unclear technology: Mitglieder der Organisation kennen deren Organisations- und Verwaltungsabläufe zu wenig. Sie handeln vielfach auf der Basis von Trial-and-Error-Verfahren, indem sie aus negativen Erfahrungen lernen und pragmatisch vorgehen. Erweist sich ein Problemlösungsversuch als erfolglos, wird es eben auf eine andere Weise oder über eine andere Person probiert.
3. Fluid participation: Organisationsinterne Managementprozesse sind durch ständig wechselnde Beteiligungen gekennzeichnet. Themen wechseln und Fehler werden im Zeitablauf wiederholt begangen, weil Akteure aufgrund von Wahlperioden, befristeten Beschäftigungen etc. wechseln. Dekane kommen und gehen, die Präferenzen ändern sich wieder.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert den Problembereich, die Relevanz der Gesundheitsförderung im Kontext des Hochschulwandels und definiert die zentralen Fragestellungen.
2 Betriebliche Gesundheitsförderung an Hochschulen: Gründe, Konzepte und gesetzliche Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel skizziert den theoretischen Bezugsrahmen, definiert relevante Begriffe und erörtert die rechtlichen Grundlagen sowie die Setting-Besonderheiten von Hochschulen.
3 Strukturelle und organisatorische Aspekte hochschulbezogener Gesundheitsförderung: Hier werden die Besonderheiten der Hochschule als Organisation beleuchtet und hochschuladäquate Strukturen für die Gesundheitsförderung, wie Projektmodelle und Bestandsanalysen, detailliert beschrieben.
4 Akteure und Anspruchsgruppen betrieblicher Gesundheitsförderung an Hochschulen: Das Kapitel analysiert die Interessenslagen verschiedener Akteure sowie die spezifischen gesundheitsbezogenen Bedarfslagen der Statusgruppen Wissenschaft, Verwaltung/Technik und Studierende.
5 Themenbezogener Forschungsstand: Hier wird der aktuelle Stand der Forschung zur Gesundheitsförderung an Hochschulen reflektiert, wobei auf bestehende Studien und deren methodische Grenzen eingegangen wird.
6 Forschungsdesign: Dieses Kapitel legt das methodische Vorgehen der Arbeit dar, insbesondere den qualitativen Forschungsansatz, die Dokumentenanalyse, den Einsatz von Fragebögen und die Durchführung von Experteninterviews.
7 Darstellung der Ergebnisse und Diskussion: Die empirischen Ergebnisse aus den untersuchten Hochschulen werden präsentiert, vergleichend dargestellt und hinsichtlich der Strukturen, Entscheidungsprozesse und Nachhaltigkeit diskutiert.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Magisterarbeit und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Gesundheitsförderung an Hochschulen.
Betriebliche Gesundheitsförderung, Hochschule, Setting-Ansatz, Gesundheitsmanagement, Organisationsentwicklung, Gesundheitsberichterstattung, Personalentwicklung, Gesundheitszirkel, Arbeitsschutz, Public Health, Hochschulstruktur, Partizipation, Mitarbeiter, Studierende, Gesundheitsschutz.
Die Arbeit befasst sich mit der Praxis der betrieblichen Gesundheitsförderung an deutschen Hochschulen und untersucht deren strukturelle Verankerung sowie die Einbindung in die Hochschulorganisation.
Zentrale Themen sind der Setting-Ansatz in der Gesundheitsförderung, die Besonderheiten von Hochschulen als Organisation, die Rolle von Akteuren und Anspruchsgruppen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Instrumente (z. B. Gesundheitsberichterstattung).
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie betriebliche Gesundheitsförderung an Hochschulen strukturell aufgebaut ist und wie sie effektiv in die Organisation und das Management eingebunden werden kann.
Es wird ein explorativer, primär qualitativ angelegter Ansatz gewählt. Die Datenerhebung erfolgt durch Dokumentenanalysen von Webseiten, einen teilstandardisierten Fragebogen sowie Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Konzepte, Organisationstheorie), die Analyse der Akteure und Bedarfslagen sowie die Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse aus der Befragung von 13 ausgewählten Hochschulen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie "Betriebliche Gesundheitsförderung", "Setting-Ansatz", "Hochschule als Organisation" und "Gesundheitsmanagement" aus.
Die Arbeit verdeutlicht, dass eine aktive Unterstützung durch die Hochschulleitung für die nachhaltige Etablierung von Gesundheitsförderung essenziell ist, da diese über Finanzmittel und strukturelle Weichenstellungen entscheidet.
Studierende werden oft nicht direkt als Teil der "betrieblichen" Gesundheitsförderung wahrgenommen. Zudem gelten sie als schwer erreichbare Zielgruppe, da sie aufgrund von Zeitdruck, Zukunftsängsten und häufiger Erwerbstätigkeit neben dem Studium wenig Kapazitäten für zusätzliche Angebote haben.
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