Examensarbeit, 2008
82 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Quellen
2. Die Legitimationsbereiche
2.1. Familie
2.1.1. Augustus
2.1.2. Vespasian
2.1.3. Hadrian
2.1.4. Fazit
2.2. Militär
2.2.1. Augustus
2.2.2. Vespasian
2.2.3. Hadrian
2.2.4. Fazit
2.3. Mythologisch-religiöse Legitimation
2.3.1. Augustus
2.3.2. Vespasian
2.3.3. Hadrian
2.3.4. Fazit
2.4. Innenpolitische Legitimation
2.4.1. Augustus
2.4.2. Vespasian
2.4.3. Hadrian
2.4.4. Fazit
3. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herrschaftslegitimation in der römischen Kaiserzeit durch einen vergleichenden Blick auf Augustus, Vespasian und Hadrian. Ziel ist es, die Strategien und Instrumente zu identifizieren, mit denen diese drei Kaiser ihre Macht gegenüber Senat, Armee und Bevölkerung rechtfertigten und sicherten.
2.2.1. Augustus
Als Erbe Gaius Julius Caesars übernahm der junge Octavian nicht nur die zivilen Klienten seines Adoptivvaters, sondern auch sein militärisches Klientel. Dadurch wuchs Octavian zum bedeutendsten militärischen Machtfaktor der Republik heran. Doch nur durch die Quantität seiner Truppen konnte Octavian seine Qualität als Feldherr, die seit jeher ungemein wichtig war, um große Ämter zu erhalten, nicht beweisen. Im Jahr 43 v.Chr. stellt Octavian seine Truppen dem Senat gegen Marcus Antonius zur Verfügung, wofür er ein propraetorisches imperium erhielt.
Sueton bezeichnet diesen Bürgerkrieg als den Krieg „von Mutina“. In diesem Krieg fällt der Oberbefehlshaber der Senatsarmee, Hirtius, was Octavian sein erstes offizielles Oberkommando und damit die erste militärpolitisch, legitimatorisch wichtige Position einbrachte. Sueton unterscheidet noch vier weitere Bürgerkriege, an denen sich Octavian maßgeblich beteiligt hat, wobei diese stets im Zeichen der Rache für den ermordeten Adoptivvater und zur Verteidigung seiner Amtshandlungen geführt worden seien. Aus den Berichten des Antonius sei Sueton zufolge hervorgegangen, dass sich Octavian in seiner Feldherrenrolle nicht beweisen konnte. Er sei sogar in der ersten, der beiden entscheidenden Schlachten gegen ihn geflüchtet.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Herrschaftslegitimation bei Augustus, Vespasian und Hadrian unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen historischen Kontexte.
1.1. Quellen: Kritische Bestandsaufnahme und Bewertung der antiken schriftlichen Überlieferungen für die analysierten Kaiser.
2. Die Legitimationsbereiche: Systematische Untersuchung von vier zentralen Feldern der Herrschaftsberechtigung.
2.1. Familie: Analyse der Bedeutung von biologischer Herkunft und Adoption für den kaiserlichen Machtanspruch.
2.2. Militär: Betrachtung der militärischen Kommandogewalt und der Loyalität der Truppen als fundamentales Machtfundament.
2.3. Mythologisch-religiöse Legitimation: Untersuchung der göttlichen Aura, Vorzeichen und der religiösen Inszenierung der Herrschaft.
2.4. Innenpolitische Legitimation: Analyse der politischen Manöver, Ämterhäufungen und der Verwaltungsinstrumente zur Sicherung des Prinzipats.
3. Fazit: Synthese der Ergebnisse und Vergleich der Legitimationsstrategien unter Hervorhebung von Kontinuitäten und individuellen Unterschieden.
Herrschaftslegitimation, Prinzipat, Augustus, Vespasian, Hadrian, Adoption, Militär, Armee, Kaiser, Senat, Machtlegitimation, Mythos, Religion, Innenpolitik, Dynastie.
Die Arbeit analysiert, wie Augustus, Vespasian und Hadrian ihre kaiserliche Autorität und Macht im römischen Prinzipat begründet und legitimiert haben.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Bereiche Familie (dynastische Aspekte), Militär (Loyalität und Machtpotenzial), Religion (sakrale Überhöhung) und Innenpolitik.
Ziel ist es, die Instrumente der Legitimationssicherung zu vergleichen und aufzuzeigen, wie die Kaiser ihre Herrschaftspraxis in diesen vier Kernbereichen individuell ausgestalteten.
Es handelt sich um eine vergleichende historische Quellenanalyse, die auf antiken historiographischen Texten sowie moderner Forschungsliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die vier genannten Legitimationsbereiche, die für jeden der drei Kaiser detailliert hinsichtlich ihrer Methoden und Herausforderungen analysiert werden.
Wesentliche Begriffe sind Herrschaftslegitimation, Prinzipat, Militär, kaiserliches Machtmonopol, dynastische Nachfolge und religiöse Inszenierung.
Während Augustus die Göttlichkeit und Sieghaftigkeit aktiv als Legitimationsmittel nutzte, verfolgte Hadrian eine defensivere Außenpolitik und setzte eher auf eine integrative Provinzialpolitik und organisatorische Reformen.
Vespasian fehlte die dynastische Verankerung, weshalb er seine Macht als "homo novus" primär auf die Loyalität und das Vertrauen des Militärs stützen musste.
Wunderheilungen, insbesondere bei Vespasian und Hadrian, dienten dazu, dem Kaiser eine gottähnliche Aura zu verleihen und die Akzeptanz in der Bevölkerung, vor allem in den östlichen Provinzen, zu stärken.
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