Bachelorarbeit, 2008
93 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Eingrenzung des Bearbeitungsfeldes
1.3 Gang der Untersuchung
2. Begriffliche Abgrenzungen
3. Nutzeneffekte aus der Umstellung nach IFRS
3.1 Nutzeneffekte aus Sicht von Eigenkapitalgebern
3.2 Nutzeneffekte auf der Aktivseite der Bilanz
3.2.1 Anlagevermögen
3.2.2 Umlaufvermögen
3.3 Nutzeneffekte auf der Passivseite der Bilanz
4. Beispielsachverhalt
5. Auswertung der eigenen Erhebung
5.1 Allgemeine Charakterisierung der einbezogenen Unternehmen
5.2 Umstellungseffekte in der Bilanz
5.3 Effekte am Kapitalmarkt
5.4 Kritik
6. Fazit/ Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Rechnungslegungsumstellung von HGB auf IFRS bei großen deutschen börsennotierten Unternehmen. Das primäre Ziel besteht darin, die bilanzpolitischen Konsequenzen einer solchen Umstellung zu analysieren und die daraus resultierenden Nutzeneffekte – sowohl in der Bilanzstruktur als auch am Kapitalmarkt – zu quantifizieren.
3.1 Nutzeneffekte aus Sicht von Eigenkapitalgebern
Die voranschreitende Globalisierung der Kapitalmärkte erleichtert Eigenkapitalgebern den grenzüberschreitenden Erwerb und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen. Das IFRS-Normensystem legt die Grundlage für eine Vereinfachung der Kommunikation zwischen Gesellschaften, Analysten und potenziellen Anlegern verschiedener Nationen. Insbesondere ermöglicht die einheitliche bilanzpolitische Sprache eine internationale Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen. Der zunehmende Bedarf an Fremd- und Eigenkapital sowie das verstärkte internationale Engagement bewegen deutsche Gesellschaften zu einer Umstellung auf internationale Standards.
Ein solcher Fall wird in der Literatur als essenzieller Schritt betrachtet, um nicht die eigene Wettbewerbsfähigkeit am Kapitalmarkt zu reduzieren. Investoren werden nur in die Unternehmen investieren, deren Rechnungslegung sie verstehen, vertrauen und vergleichen können. Kapitalsuchende Gesellschaften müssen sich hiernach ausrichten und investorrelevante Informationen veröffentlichen, ohne die Transaktionskosten der Eigenkapitalgeber dabei zu erhöhen. Ein HGB-Abschluss genügt aufgrund handelsrechtlicher Wahlrechte und dem strikten Vorsichtsprinzip nicht die gewünschten investororientierten Anforderungen und kann infolgedessen nicht ohne weiteres mit anderen internationalen Unternehmensbeteiligungsalternativen verglichen werden.
Verbleibt eine Unsicherheit aufgrund nicht vergleichbarer oder unzureichender Angaben bei den Kapitalgebern, werden diese entweder eine höhere Prämie verlangen oder ein Engagement verweigern, welches wiederum die Kapitalkosten negativ beeinflusst. Eine vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in 2005 veröffentlichte Studie illustriert, dass die Mehrheit der befragten Unternehmen (55,2 %) die positiven Wirkungen auf die Investoren infolge einer Umstellung auf IFRS als vorteilhaft einschätzen.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die gesetzlichen Hintergründe der verpflichtenden IFRS-Anwendung für kapitalmarktorientierte Unternehmen und grenzt den Untersuchungsgegenstand auf große deutsche Gesellschaften ein.
2. Begriffliche Abgrenzungen: In diesem Kapitel werden die wesentlichen Unterschiede zwischen dem gläubigerschutzorientierten HGB und dem investororientierten IFRS-Regelwerk dargelegt.
3. Nutzeneffekte aus der Umstellung nach IFRS: Der theoretische Teil untersucht, wie sich die Umstellung auf die Eigenkapitalgeber, die Aktiv- und die Passivseite der Bilanz auswirkt.
4. Beispielsachverhalt: Anhand einer fiktiven ABC AG wird die theoretische Umstellung von HGB auf IFRS in der Praxis illustriert.
5. Auswertung der eigenen Erhebung: Dieses Kapitel präsentiert die empirische Untersuchung von zehn börsennotierten Unternehmen hinsichtlich ihrer tatsächlichen Bilanz- und Kapitalmarkteffekte.
6. Fazit/ Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und zieht Schlussfolgerungen über das zukünftige Nutzenpotenzial einer IFRS-Umstellung.
HGB, IFRS, Konzernabschluss, Eigenkapital, Bilanzstruktur, Kapitalmarkt, Nutzeneffekte, Umstellungseffekte, Jahresabschlussanalyse, Bilanzpolitik, Eigenkapitalgeber, Transparenz, Vergleichbarkeit, Pensionsrückstellungen, Goodwill.
Die Bachelorthesis befasst sich mit den ökonomischen Effekten, die entstehen, wenn deutsche Unternehmen ihre Konzernrechnungslegung vom Handelsgesetzbuch (HGB) auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) umstellen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf bilanzielle Auswirkungen wie Ansatz- und Bewertungswahlrechte sowie auf die Reaktionen des Kapitalmarktes, insbesondere in Bezug auf Aktienkurse und Investorenwahrnehmung.
Ziel ist es, die Auswirkungen einer Rechnungslegungsumstellung auf börsennotierte deutsche Gesellschaften darzustellen und zu quantifizieren, inwieweit dadurch Nutzeneffekte am Kapitalmarkt generiert werden.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit den Normensystemen mit einer empirischen Untersuchung (Primärforschung) anhand von zehn ausgewählten Unternehmen sowie einer ergänzenden deskriptiven Sekundärforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Auswirkungen auf Bilanzpositionen, ein Praxisbeispiel zur Illustration der Umstellung und eine empirische Analyse von zehn Konzernabschlüssen.
Wichtige Begriffe sind HGB, IFRS, Konzernabschluss, Eigenkapital, Kapitalmarkt, Bilanzpolitik, Transparenz und Vergleichbarkeit.
Der Autor schließt diese Branchen aus, da deren unternehmensspezifische Geschäftsmodelle die Ergebnisse der Umstellungsauswirkungen zu stark verzerren könnten.
Diese sind eine Besonderheit des HGB und müssen im Zuge der IFRS-Umstellung aufgelöst werden, was oft zu einer Stärkung der Gewinnrücklagen und des Eigenkapitals führt.
Die empirische Studie zeigt, dass der Kapitalmarkt eine freiwillige Umstellung positiv honoriert, wobei die stärksten Effekte meist ein Jahr nach der Umstellung nach dem Wegfall der initialen Transparenz-Unsicherheit eintreten.
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