Diplomarbeit, 2007
152 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1 Einleitung
2 Boden- und Grundwasser in Auenlandschaften - Stand der Forschung
2.1 Wasser der ungesättigten Bodenzone
2.2 Oberflächennahes Grundwasser (gesättigte Bodenzone)
2.3 Die Aue als Interaktionsraum zwischen Grund- und Oberflächengewässer
3 Untersuchungsstandort
3.1 Naturräumliche Eingliederung
3.1.1 Geologie und Geomorphologie
3.1.2 Böden
3.1.3 Klima
3.1.4 Hydrologie
3.1.5 Hydrogeologische Situation
3.2 Das Experimentelle Design des Jenaer Experiments
4 Material und Methoden
4.1 Datenerfassung im Gelände
4.1.1 Grundwassermessstellen
4.1.2 Regionalisierung mit Kriging-Verfahren
4.1.3 Nivellement der Messpunkte
4.1.4 Probennahme und physiko-chemische Untersuchungen
4.2 Bodenphysikalische und chemische Untersuchungsmethoden
4.2.1 Bestimmung des Wassergehalts
4.2.2 Bestimmung des Gehaltes an organischer Substanz (Glühverlust)
4.2.3 Totalaufschluss
4.3 Analytische Messmethoden
4.3.1 ICP-OES
4.3.2 ICP-MS
4.3.3 Atomabsorptionsspektroskopie (AAS)
4.3.4 Photometer
4.4 Atmosphärische Randbedingungen - Meteorologische Kenngrößen
4.5 Pumpversuch (Bestimmung der geohydraulischen Leitfähigkeit kf)
5 Ergebnisse
5.1 Hydrologische Messungen
5.1.1 Grundwasserganglinien im Untersuchungszeitraum Oktober 2006 – April 2007
5.1.2 Grundwasserstand und Wasserstand der Saale
5.1.3 Niederschlag und Dynamik der Grundwasserstände
5.1.4 Charakteristische Grundwasserschwankungen ausgewählter Zeiträume
5.1.5 Einfluss der Biodiversität auf die Grundwasserschwankungen
5.2 Physiko-chemische und hydrochemische Messungen des Grundwassers
5.2.1 Geogene Hydrochemie
5.2.2 Stichtagsbeprobung des Grundwasser auf dem Untersuchungsstandort am 06.11.2006
5.2.2.1 physiko-chemische Parameter
5.2.2.2 Hydrochemische Parameter
5.3 Hydrochemische Charakterisierung des Bodenwassers
5.4 Vergleich zwischen der Sicker- und Grundwasserbeschaffenheit
5.5 Ergebnisse und Auswertung der Bodenparameter
5.5.1 Bodenwassergehalte
5.5.2 Korngrößenanalyse
5.5.3 Gehalt an organischem Kohlenstoff
5.6 Ergebnisse Totalaufschluss
5.7 Die Muster der Lanthanide (Selten Erden Elemente – SEE)
5.8 Auswertung des Pumpversuchs zur Bestimmung des Durchlässigkeitsbeiwertes
6 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
6.1 Charakterisierung der räumlichen und zeitlichen Unterschiede der oberflächennahen Grundwasserdynamik
6.2 Charakterisierung der Wechselbeziehung zwischen Grundwasserstand, Oberflächenwasser (Saale) und Niederschlag
6.3 Charakterisierung der Wechselbeziehung zwischen Grundwasserstand und Biodiversität
6.4 Charakterisierung der Grundwasserbeschaffenheit
6.4.1 physiko-chemische Parameter
6.4.2 Hydrochemische Parameter
6.5 Charakterisierung der Bodenlösung
6.6 Totalaufschluss
Die Arbeit untersucht die raumzeitliche Dynamik von Grundwasserschwankungen im Jena-Experiment und deren Abhängigkeit von externen Faktoren wie Niederschlag, Saalepegel sowie dem Vegetationsbestand. Ziel ist die Quantifizierung dieser Prozesse auf lokaler Skala.
1 Einleitung
Als wesentlicher Bestandteil des Wasserhaushaltes der Erde unterliegt das Grundwasser sehr stark klimatischen Einflüssen. Die Schwankungen des Grundwasserspiegels sind aber nicht nur eine Folge von wechselnden Niederschlags- und Verdunstungsverhältnissen. Auch Temperaturänderungen in den Bodenschichten und sogar der tägliche Wasserbedarf von Pflanzen lassen sich z. T. in Zeitreihen von Grundwasserständen nachweisen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere natürliche Vorgänge, die eine Bewegung des Grundwasserspiegels auslösen. So ändert sich der Wasserstand in einem Beobachtungsrohr mit dem Luftdruck. Die Dynamik des oberflächennahen Grundwassers wird in Flussnähe zusätzlich durch die Flusswasserstände beeinflusst.
Naturnahe Auenlandschaften besitzen aufgrund ihrer hohen Biodiversität und ihrer naturräumlichen Vielfalt einen hohen Stellenwert in der Hierarchie der Schutzgüter. Dabei stellt der Wasserhaushalt einen dominierenden Standortfaktor dar, der in Auen vorwiegend von der Wasserstandsdynamik im Fluss- und Grundwasser bestimmt wird (BÖHNKE & GEYER 2000: 99). Der bestimmende Steuerfaktor für Auen und Aueböden sind periodische Überflutungen aufgrund des Hochwassers in Flüssen. Der Wasserhaushalt bewegt sich dabei zwischen Überflutung durch Hochwasserereignisse und extremer Austrocknung in Niedrigwasserzeiten. Aufgrund der häufigen Wechsel von Vernässungs- und Austrocknungsphasen stellen die Auengebiete in Bezug auf den Wasserhaushalt äußerst dynamische Systeme dar, in denen sich die wirksamen Faktoren und Prozesse räumlich und zeitlich in unterschiedlichem Ausmaß wechselseitig beeinflussen.
1 Einleitung: Definiert die Forschungsfrage und das Ziel, die räumliche und zeitliche Dynamik des Grundwassers im Jena-Experiment zu erfassen.
2 Boden- und Grundwasser in Auenlandschaften - Stand der Forschung: Erläutert die theoretischen Grundlagen der hydrologischen Prozesse in Auen, insbesondere die Interaktion zwischen Oberflächen- und Grundwasser.
3 Untersuchungsstandort: Beschreibt das Jenaer Experiment, die naturräumliche Geologie, Böden, Klima und die hydrologische Ausgangssituation.
4 Material und Methoden: Detailliert das Messkonzept, die Installation der Drucksonden sowie die chemischen und bodenphysikalischen Untersuchungsmethoden.
5 Ergebnisse: Präsentiert die erhobenen Daten zu Grundwasserganglinien, Hydrochemie und Bodenparametern im Untersuchungszeitraum.
6 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Analysiert die gewonnenen Daten im Kontext der Forschungsfragen und der hydrologischen Literatur.
Grundwasser, Jena-Experiment, Auenlandschaft, Saale, Hydrologie, Biodiversität, Bodenwasserhaushalt, Hydrochemie, Grundwasserschwankungen, Infiltration, Sickerwasser, Bodenparameter, Präferenzieller Fluss, Drucksonden, Wasserstandsdynamik.
Die Arbeit untersucht die räumlich und zeitlich hoch aufgelösten Schwankungen des Grundwasserspiegels auf dem Biodiversitätstestfeld des "Jena-Experiments" in der Saaleaue.
Die Arbeit deckt die hydrologische Dynamik, hydrochemische Prozesse, bodenphysikalische Eigenschaften und den Einfluss der Vegetation (Biodiversität) auf den lokalen Wasserhaushalt ab.
Wie beeinflussen externe Faktoren wie der Pegelstand der Saale und Niederschläge die Grundwasserschwankungen und besteht ein messbarer Zusammenhang zwischen der Biodiversität der Pflanzen auf den Versuchsflächen und dem lokalen Wasserhaushalt?
Verwendung von Drucksonden für kontinuierliche Pegelmessungen, Kriging-Verfahren zur Regionalisierung, chemische Analysen (ICP-OES, ICP-MS) und statistische Korrelationsanalysen der Wasserstandsdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Untersuchungsgebiets, die detaillierte Methodenbeschreibung, die Präsentation der hydrologischen und hydrochemischen Messergebnisse sowie deren Interpretation im Vergleich zu aktuellen wissenschaftlichen Modellen.
Grundwasser, Jena-Experiment, Saaleaue, Stofftransport, hydrologische Dynamik und Wasserstandsvariabilität.
Der Pegelstand der Saale ist der dominierende externe Faktor, der die Grundwasserstände stark beeinflusst und in Flussnähe für die stärksten Amplituden sorgt.
Nein, innerhalb des Untersuchungszeitraums konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Anzahl der Pflanzenarten auf den Plots und den gemessenen Grundwasserschwankungen festgestellt werden; der Einfluss der hydrologischen Randbedingungen überwog.
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