Masterarbeit, 2007
107 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen
2.1 Definition der Begriffe Finanzdienstleister und Allfinanz
2.1.1 Begriffliche Abgrenzung gemäß §1 KWG
2.1.2 Definition von Allfinanz
2.2 Definition des Risikobegriffs
2.3 Risikosystematisierung
2.4 Operationelle Risiken
2.4.1 Aufsichtsrechtliche Regulierung von operationellen Risiken
2.4.2 Definition und Abgrenzung operationeller Risiken
2.4.3 Kategorisierung operationeller Risiken
2.4.4 Operationelles Risikomanagement
2.4.5 Identifizierung operationeller Risiken
2.4.5.1 Prozessmapping
2.4.5.2 Interne und externe Verlustdatenbank
2.4.5.3 Self Assessment
2.4.5.4 Risikoindikatoren
2.5 Definition des Begriffes Frühwarnsystem
3. Frühwarnsysteme
3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.2 Formen und Entwicklungsstufen von Frühwarnsystemen
3.2.1 Kennzahlen- und hochrechnungsorientierte Frühwarnsysteme
3.2.2 Indikatororientierte Frühwarnsysteme
3.2.3 Strategische Systeme
3.3 Risikoindikatoren
3.3.1 Eigenschaften von Risikoindikatoren
3.3.2 Definitionsprozess von Risikoindikatoren
3.4 State of the Art der Frühwarnsysteme für operationelle Risiken bei Finanzdienstleistern
4. Der Operational Risk Counter (ORC) – Ein Frühaufklärungssystem für operationelle Risiken
4.1 Das Konzept des Operational Risk Counters
4.2 Ablaufstruktur des Operational Risk Counters
4.2.1 Ermittlung der Beobachtungsbereiche
4.2.2 Skalierung
4.2.3 Ergebnisanalyse
4.2.4 Kontrolle / Feedback
5. Business Continuity Management
5.1 Einführung in das Konzept BCM
5.2 Notwendigkeit und Vorteile des BCM
5.3 Ziele und Prinzipien des BCM
5.4 Der BCM-Prozess
6. Ausgestaltung des ORC für BCM Themenfelder innerhalb der Allianz Deutschland AG
6.1 Kennzeichnung des Unternehmens Allianz Deutschland AG
6.2 Aufbau- und Ablauforganisation des BCM innerhalb der Allianz Deutschland AG
6.3 BCM Themenfelder als Beobachtungsbereiche
6.3.1 Themenfeld IT-Systeme
6.3.2 Themenfeld Mitarbeiterressourcen und Prozessabläufe
6.3.3 Allgemeine BCM-Bereitschaft
6.4 Skalierung
6.5 Ergebnisanalyse und Kontrolle
7. Beurteilung des Einsatzes von Frühwarnsystemen für operationelle Risiken
7.1 Vorteile durch den Einsatz eines Frühwarnsystems
7.2 Probleme bzw. Nachteile von Frühwarnsystemen
8. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Konzept und die spezifische Ablaufstruktur eines Frühwarnsystems für operationelle Risiken bei Finanzdienstleistern zu beschreiben und dessen praktische Anwendbarkeit, illustriert am Beispiel der Allianz Deutschland AG, zu verifizieren.
4.1 Das Konzept des Operational Risk Counters
Der Operational Risk Counter (ORC) funktioniert nach dem Prinzip der Indikatorhypothese. Die Indikatorhypothese besagt, dass Veränderungen nicht abrupt auftreten, sondern durch Signale angekündigt werden. Das Ziel des ORC als Frühaufklärungssystem ist es, mögliche operationelle Risiken und Chancen frühzeitig aufzudecken. Durch diese Frühzeitigkeit entsteht ein zeitlicher Vorsprung, sodass Gegenmaßnahmen rechtzeitig initiiert werden können. Der Operational Risk Counter liefert Richtwerte, mit denen angezeigt wird, ob sich das operationelle Risiko des Finanzdienstleisters in einer vorher genau zu definierenden –Sicherheits-, Vorsichts- oder Gefahrenzone bewegt. Dabei ähnelt die Funktionsweise des ORC einer Ampelschaltung, bei der durch die Einteilung in eine Sicherheits-, Vorsichts- und Gefahrenzone der Grad des operationellen Risikos sichtbar gemacht wird.
Die zentralen Elemente des Systems bilden die Risikoindikatoren. Allgemein lassen sich unternehmensintern diverse Bereiche festlegen, in denen Risiken auftreten, die mit Hilfe von Risikoindikatoren identifiziert werden können. Dabei ist die Wahl der Bereiche individuell festzulegen. Anhand der subjektiven Einschätzung der Mitarbeiter oder des Managements werden dann konkrete Belastungswerte in Form von Punktezahlen ermittelt. Die Gesamtsumme aus der Addition der Punkte in den einzelnen Bereichen gibt die Interpretation der Ergebnisse vor. Das Grundprinzip des ORC veranschaulicht die nachstehende Abbildung:
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz operationeller Risiken ein und formuliert das Ziel der Arbeit, ein Frühwarnsystem für Finanzdienstleister zu beschreiben und in der Praxis zu verifizieren.
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe wie Finanzdienstleister, Allfinanz und Risiko sowie die regulatorischen Anforderungen und Kategorisierungsmethoden für operationelle Risiken.
3. Frühwarnsysteme: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie verschiedene Generationen und Formen von Frühwarnsystemen analysiert, mit Fokus auf die Bedeutung von Risikoindikatoren.
4. Der Operational Risk Counter (ORC) – Ein Frühaufklärungssystem für operationelle Risiken: Dieses Kapitel präsentiert das Konzept des ORC, seine vierphasige Ablaufstruktur und wie es als Frühaufklärungsinstrument in die Unternehmensstruktur integriert werden kann.
5. Business Continuity Management: Es werden Grundlagen, Ziele und der Prozess des Business Continuity Management als Methode zur Sicherstellung der Geschäftstätigkeit in Krisenzeiten erläutert.
6. Ausgestaltung des ORC für BCM Themenfelder innerhalb der Allianz Deutschland AG: Hier wird der ORC konkret auf die BCM-Themenfelder IT-Systeme, Mitarbeiterressourcen und allgemeine Bereitschaft bei der Allianz Deutschland AG angewendet.
7. Beurteilung des Einsatzes von Frühwarnsystemen für operationelle Risiken: Dieses Kapitel kritisch würdigt die Vor- und Nachteile sowie die Möglichkeiten und Grenzen des ORC-Ansatzes.
8. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der wesentlichen Erkenntnisse über das Konzept, die Implementierung und den Nutzen des ORC-Modells.
Operationelle Risiken, Finanzdienstleister, Frühwarnsysteme, Risikoindikatoren, Operational Risk Counter, ORC, Risikomanagement, Business Continuity Management, BCM, Risikoidentifizierung, Allianz Deutschland AG, Basel II, Solvency II, Prozessmapping, Früherkennung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Beurteilung und Gestaltung von Frühwarnsystemen zur Identifizierung und Steuerung operationeller Risiken bei Finanzdienstleistern.
Die zentralen Themen umfassen die Definition operationeller Risiken, den Aufbau von Frühwarnsystemen, das Business Continuity Management (BCM) und die praktische Anwendung von Risikoindikatoren.
Das Ziel ist die Beschreibung eines theoretischen Konzepts für einen "Operational Risk Counter" (ORC) und dessen praktische Anwendung für BCM-Themenfelder bei der Allianz Deutschland AG.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der deskriptiven Darstellung und Verifizierung eines praxisorientierten Modells (ORC) unter Einbeziehung von Indikatorhypothesen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Vorstellung des ORC-Konzepts, die Einordnung in das BCM und die praktische Ausgestaltung für die Allianz Deutschland AG.
Zu den Kernbegriffen zählen operationelle Risiken, Risikoindikatoren, Frühaufklärung, BCM und die spezifische Risikokultur bei Versicherungsunternehmen.
Der ORC nutzt ein ampelbasiertes Zonensystem und spezifische, unternehmensindividuelle Risikoindikatoren, um einen "Frühaufklärungscharakter" zu erzeugen und eine kontinuierliche, zyklische Überwachung zu ermöglichen.
Das BCM-Beispiel zeigt, wie theoretische Anforderungen des Risikomanagements durch eine konkrete prozessuale Implementierung (z.B. für IT-Systeme) in einem Großkonzern operationalisiert werden können.
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