Diplomarbeit, 2002
92 Seiten, Note: 5.2 (Schweiz)
1. EINLEITUNG
1.1 MOTIVATION ZU DIESEM THEMA
1.2 ZIEL DER ARBEIT
1.3 AUFBAU DER ARBEIT
2. HUMANKAPITAL
2.1 DEFINITION
2.2 HUMANKAPITAL - EINE INVESTITION
2.2.1 INVESTITIONEN IM VORSCHULALTER
2.2.2 INVESTITIONEN IM SCHULALTER
2.2.3 INVESTITIONEN IM BERUFSLEBEN
2.3 MESSUNG DES HUMANKAPITALS
2.3.1 DER BILDUNGSABSCHLUSS
2.3.1.1 INDIKATOR DER BILDUNGSABSCHLÜSSE
2.3.1.2 INDIKATOR DER DURCHSCHNITTLICHEN SCHULJAHRE
2.3.1.3 INDIKATOR DER BILDUNGSLÜCKE ZWISCHEN DEN GENERATIONEN
2.3.1.4 NACHTEILE DER INDIKATOREN
2.3.1.5 POSITIONIERUNG DER SCHWEIZ IM INTERNATIONALEN UMFELD
2.3.1.6 ENTWICKLUNG DER BILDUNGSABSCHLÜSSE
2.3.1.7 DIFFERENZEN ZWISCHEN DEN GESCHLECHTERN
2.3.2 FÄHIGKEITSTESTS
2.3.2.1 INDIKATOR DER DIREKTEN BEFRAGUNG
2.3.2.2 INTERNATIONAL ADULT LITERACY SURVEY (IALS)
2.3.2.3 POSITIONIERUNG DER SCHWEIZ IM INTERNATIONALEN UMFELD
2.3.3 MARKTWERTSCHÄTZUNG DES HUMANKAPITALS
2.3.3.1 MESSUNG ANHAND EINES MARKTWERT-HUMANKAPITALINDEX
2.3.3.2 AUFBAU DES INDEX
2.4 ALTERNATIVE INDIKATOREN FÜR DEN HUMANKAPITALSTOCK
2.4.1 BILDUNGSAUSGABEN
2.4.2 INNOVATIONSVERHALTEN
2.4.2.1 F&E PERSONAL UND FORSCHER/INNEN
2.4.2.2 F&E AUFWENDUNGEN IN % DES BIP
2.4.2.3 ANZAHL WISSENSCHAFTLICHE PUBLIKATIONEN PRO KOPF
2.4.2.4 ANZAHL PATENTANMELDUNGEN
2.4.2.5 ANZAHL DER INTERNETANSCHLÜSSE
3. DAS WACHSTUMSMODELL
3.1 STRUKTUR VON WACHSTUMSMODELLEN
3.1.1 PRIVATE HAUSHALTE
3.1.2 FIRMEN
3.1.3 MÄRKTE
3.2 DAS ERWEITERTE SOLOW-MODELL VON MANKIW, ROMER UND WEIL (1992)
3.2.1 AUFBAU DES MODELLS
3.2.2 ANNAHMEN DES MODELLS
3.2.3 NEOKLASSISCHE PRODUKTIONSFUNKTION
3.2.3.1 BEDINGUNGEN FÜR EINE NEOKLASSISCHE PRODUKTIONSFUNKTION
3.2.3.2 COBB-DOUGLAS PRODUKTIONSFUNKTION
3.2.3.3 DARSTELLUNG DES PRO-KOPF-EINKOMMENS
3.2.4 KAPITALAKKUMULATION
3.2.5 STEADY STATE
3.2.5.1 DEFINITION
3.2.5.2 WACHSTUM IM STEADY STATE
3.2.6 TRANSITIONSMECHANISMEN
3.2.6.1 STEADY STATE
3.2.6.2 ÄNDERUNGEN DER SPARQUOTE
3.2.6.3 ÄNDERUNGEN IN (g + n + δ )
3.2.7 DIE SCHÄTZGLEICHUNG
3.2.7.1 HERLEITUNG DER SCHÄTZGLEICHUNG
3.2.7.2 WERTE FÜR α UND β
3.2.7.3 INTERPRETATION DER KOEFFIZIENTEN
4. WACHSTUMSANALYSE
4.1 ENTWICKLUNG DER MODELLVARIABLEN IN DER SCHWEIZ
4.1.1 PRO-KOPF-EINKOMMEN Y
4.1.1.1 ENTWICKLUNG
4.1.1.2 INTERNATIONALER VERGLEICH
4.1.2 SACHKAPITAL PRO-KOPF K
4.1.2.1 ENTWICKLUNG
4.1.2.2 DATENQUALITÄT
4.1.2.3 SPARQUOTE FÜR DAS SACHKAPITAL SK
4.1.3 HUMANKAPITAL H
4.1.3.1 MESSMETHODE
4.1.3.2 ENTWICKLUNG HUMANKAPITAL
4.1.3.3 DATENQUALITÄT
4.1.4 ARBEITSKRÄFTE L
4.1.4.1 ENTWICKLUNG DER BEVÖLKERUNG
4.1.4.2 ENTWICKLUNG DER ERWERBSTÄTIGEN
4.2 WACHSTUMSBUCHHALTUNG 1980-2000
4.2.1 AUFBAU
4.2.2 WACHSTUMSBUCHHALTUNG FÜR DIE SCHWEIZ VON 1981-1999
4.2.2.1 DATENTABELLE
4.2.2.2 ENTWICKLUNG TFP
4.2.2.3 FEHLERQUELLEN
4.3 WACHSTUMSREGRESSION
4.3.1 EMPIRISCHES MODELL
4.3.2 ERGEBNISSE DER WACHSTUMSREGRESSION
4.3.3 AUTOKORRELATION
4.3.4 ERGEBNISSE GENERALIZED LEAST SQUARES
4.3.5 ENDOGENITÄTSPROBLEM
5. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Auswirkungen von Humankapital auf das Pro-Kopf-Einkommen in der Schweiz empirisch zu untersuchen. Dabei werden verschiedene Konzepte zur Messung von Humankapital evaluiert und in den Kontext eines neoklassischen Wachstumsmodells gestellt, um zu analysieren, welche Effekte auf das Wirtschaftswachstum zu erwarten sind.
2.2.1 Investitionen im Vorschulalter
Gewisse Fähigkeiten bzw. Talente sind zweifelsohne angeboren. Es existieren Schätzungen wonach 50-70% des IQ durch die Gene vorherbestimmt sind. Die restlichen 30-50% können durch gezielte Förderung von Kleinkindern ausgebildet werden. Die wichtigsten Investitionen im Vorschulalter haben jedoch keinen Bildungscharakter im eigentlichen Sinne. Zentral für eine gute Entwicklung sind vor allem medizinische Faktoren und eine hochwertige Ernährung. Im Vorschulalter werden die Weichen für die weitere Entwicklung gestellt, deshalb ist es wichtig den Kleinkindern die bestmöglichen Startbedingungen bereitzustellen. Ein Blick nach Afrika zeigt eindrücklich, welche Folgen Hunger und Mangel an Medikamenten auf die Entwicklung von Kleinkindern hat. Die Kosten dieser Investitionen bestehen primär aus der reduzierten Marktaktivität der Mutter. Der Nutzen einer guten Gesundheit entspricht einerseits einer Maximierung der Rekapitalisierungszeit für Humankapitalinvestitionen und andererseits der Auffassung, dass ein gesunder Erwachsener produktiver ist und deshalb in der Zukunft auch höhere Einkünfte erzielt werden können.
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Motivation für die Auseinandersetzung mit Wachstumstheorie, definiert die Zielsetzung der Arbeit und beschreibt deren strukturellen Aufbau.
2. HUMANKAPITAL: Hier wird der Humankapitalbegriff definiert, als Investition analysiert und verschiedene Messmethoden wie Bildungsabschlüsse und Fähigkeitstests für den Schweizer Kontext untersucht.
3. DAS WACHSTUMSMODELL: Dieses Kapitel präsentiert die theoretischen Grundlagen des erweiterten Solow-Modells nach Mankiw, Romer und Weil, inklusive der Produktionsfunktion und der Mechanismen der Kapitalakkumulation.
4. WACHSTUMSANALYSE: In diesem zentralen Analyseteil wird die Entwicklung der Modellvariablen für die Schweiz illustriert, eine Wachstumsbuchhaltung durchgeführt und der Humankapitaleffekt mittels Regression geschätzt.
5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die methodischen Ansätze und bewertet die wirtschaftliche Bedeutung des Humankapitals für die Schweiz.
Humankapital, Wirtschaftswachstum, Schweiz, Solow-Modell, Bildungsabschlüsse, Investition, Produktivität, Wachstumsbuchhaltung, Wachstumsregression, Pro-Kopf-Einkommen, Innovation, Sachkapital, Arbeitskräfte, TFP, Endogenität.
Die Arbeit untersucht den theoretischen und empirischen Zusammenhang zwischen der Ausstattung mit Humankapital und dem Wirtschaftswachstum in der Schweiz im Zeitraum von 1980 bis 2000.
Die zentralen Felder sind die Definition und Messung von Humankapital, die Theorie neoklassischer Wachstumsmodelle sowie die praktische Anwendung durch Wachstumsbuchhaltung und ökonometrische Regressionsanalysen.
Das primäre Ziel ist es, die empirische Relevanz der Beziehung zwischen Humankapital und dem Pro-Kopf-Einkommen in der Schweiz zu bestimmen und die Mechanik von Wachstumsmodellen darzulegen.
Die Arbeit verwendet eine Kombination aus Literaturanalyse, der deskriptiven Auswertung von Wirtschaftsindikatoren, dem neoklassischen Wachstumsmodell nach Mankiw, Romer und Weil sowie statistischen Verfahren wie Wachstumsbuchhaltung und Kleinstquadrat-Regressionen (inklusive GLS).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des erweiterten Solow-Modells und den anschließenden empirischen Teil, in dem Modellvariablen analysiert, das Wachstum zerlegt und der Effekt des Humankapitals quantifiziert wird.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Humankapital, Wirtschaftswachstum, neoklassisches Wachstumsmodell, Produktivität und empirische Wachstumsregression in der Schweiz charakterisieren.
Der Autor weist darauf hin, dass die Datenlage teilweise problematisch ist, da etwa eine Marktwertschätzung aufgrund fehlender längerer Zeitreihen schwierig ist und die Annäherung über Bildungsjahre nur eine begrenzte Variation bietet.
Die Analyse zeigt einen signifikant positiven Einfluss des Humankapitals, wobei der Autor jedoch aufgrund der hohen Koeffizienten und möglicher Endogenitätsprobleme (bidirektionale Kausalität) von einer potenziellen Überschätzung des Effekts ausgeht.
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