Diplomarbeit, 2007
111 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 soziale Arbeit
2.1.1 soziale Arbeit mit Jugendlichen
2.1.2 soziale Arbeit im Fußball
2.2 Gruppenarbeit als Methode der sozialen Arbeit
2.3 Aggressionen/Gewalt
3 Aggressionen und Gewalt im Stadion - der Versuch einer Erklärung
4 Die Klientel im Bereich Fußball
4.1 Fußballfans
4.2 Die „Kutte“
4.3 Jugendliche Fans
4.4 Ultras
4.4.1 Allgemeines zu den Ultras in der Fußballszene
4.4.2 Die Entstehung der Ultrabewegung
4.4.3 Die Ultrabewegung in Deutschland
4.5 Hooligans
4.5.1 Die Ausdifferenzierung der Hooliganszene
4.5.2 Das Verhältnis von Hooligans zur Gewalt
4.5.3 Die neue Hooligangeneration
4.5.4 Mädchen und Frauen in der Subkultur der Hooligans
4.6 Mädchen und Frauen in der Fußballszene
4.6.1 Sexismus im Stadion
4.6.1 Stellung der Mädchen und Frauen in der Fußballszene
5 Verhältnis von Fußballfans und Polizei
6 Entstehung der Fanprojekte
7 Soziale Arbeit mit Fußballfans
7.1 Fanprojekte
7.2 Aktuelle Lage der Fanprojekte Verhältnis OST/WEST
7.3 Rahmenbedingungen und Netzwerkarbeit der Fanprojekte
7.3.1 Das nationale Konzept Sport und Sicherheit (NKSS)
7.3.2 Die Bundesarbeitsgemeinschaft Fanprojekte (BAG)
7.3.3 Die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS)
7.3 Vorbildfunktion des Fanprojektes Bremen für das Fanprojekt Braunschweig
7.4 Rechtlichen Grundlagen der Fanprojekte
7.5 Finanzierung der Fanprojekte
7.6 Aufgaben der Fanprojekte
7.7 Zielsetzung der Fanprojekte
7.8 Rollenverständnis der Fanprojektmitarbeiter
7.9 Frauen als Mitarbeiterinnen und Klientinnen in Fußballfanprojekten
7.9.1 Sozialpädagoginnen in den Fanprojekten
7.9.2 Mädchen und Frauen als Klienten der Fanprojekte
7.10 Auswirkungen des negativen Ansehens der Fußballfans
7.11 Grenzen der sozialen Arbeit in den Fanprojekten
8 Auswirkungen der negativen Medienpräsenz von Fanausschreitungen
8.1 Darstellungen in den Printmedien
8.2 Darstellungen in den elektronischen Medien
8.3 Sicht und Reaktion der Fans auf die Negativdarstellungen
9 Ausblick: soziale Arbeit mit Fußballfans
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung und Praxis der sozialen Arbeit mit Fußballfans. Zentrales Anliegen ist es zu klären, wie Fanprojekte als präventive und unterstützende Maßnahmen im Spannungsfeld zwischen jugendpolitischem Auftrag, Sicherheitsinteressen von Vereinen/Polizei und der tatsächlichen Lebenswelt der Fans agieren können.
4.5.2 Das Verhältnis von Hooligans zur Gewalt
Im Verlauf der Betrachtung der Hooliganszene wird deutlich, dass Gewalt eine Hauptrolle in dieser Subkultur spielt. Allerdings ist diese nicht willkürlich, sondern unterliegt gewissen Regeln. Diese haben sich parallel zur Hooliganszene entwickelt.
Gewalthandlungen innerhalb einer Kleingruppe bzw. innerhalb eines „Mobs“ sind bei den Mitgliedern verpönt. Durch diese Regel wird der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe erhalten bzw. gestärkt.
Teilweise gibt es innerhalb der Gruppen Rituale, die vor dem Beginn eines Matches ausgeführt werden. Beispielsweise wird ein Mundschutz eingelegt, Handschuhe und Protektoren angezogen und vor Beginn wird „angeklatscht“. Ein Teil der jungen Männer betreibt mittlerweile auch Kampfsportarten, was die Brutalität und neue Professionalität der Szene noch verdeutlicht.
Ein Teil der Regeln beruht auf einem „Ehrenkodex“, der sich entwickelt hat. Dieser Kodex besagt, dass...
- keine Waffen verwendet werden,
- die Auseinandersetzungen nur mit den Fäusten erfolgen,
- wer am Boden liegt wird nicht weiter malträtiert,
- es gibt keine gegenseitigen Strafanzeigen bei der Polizei,
- die Zusammenarbeit mit der Polizei ist verpönt,
- Bilder und Videos über die Gewalthandlungen sind nur für den privaten Gebrauch, nicht zur Identifikation bei einer Strafanzeige oder für die Medien,
- Unbeteiligte werden nicht in die Auseinandersetzungen absichtlich mit einbezogen,
- setzt eine Gruppe Waffen ein, reagiert die andere wiederum mit Waffengebrauch.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der sozialen Arbeit mit Fußballfans vor dem Hintergrund medialer Aufmerksamkeit und dem Ruf nach präventiven Maßnahmen.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie soziale Arbeit, Gruppenarbeit als spezifische Methode und die verschiedenen Formen von Aggression und Gewalt im Fußballkontext.
3 Aggressionen und Gewalt im Stadion - der Versuch einer Erklärung: Hier werden verschiedene Gewalttheorien, wie die Frustrations-Aggressions-Hypothese, im Kontext von Fußballspielen vorgestellt und kritisch erörtert.
4 Die Klientel im Bereich Fußball: Das Kapitel bietet eine detaillierte Analyse verschiedener Fangruppen, mit besonderem Fokus auf die Subkulturen der Ultras und Hooligans sowie die Rolle von Mädchen und Frauen in der Szene.
5 Verhältnis von Fußballfans und Polizei: Es wird das historisch gewachsene, angespannte Verhältnis zwischen der Fanszene und den Ordnungskräften beleuchtet, welches oft durch gegenseitiges Misstrauen geprägt ist.
6 Entstehung der Fanprojekte: Das Kapitel zeichnet den historischen Verlauf der Fanprojektarbeit nach, von den ersten Gründungen in den 1980er Jahren bis zur Etablierung durch Sicherheitskonzepte.
7 Soziale Arbeit mit Fußballfans: Dieser umfangreiche Hauptteil erläutert Aufgaben, Zielsetzungen, Finanzierung und die praktische Netzwerkarbeit der Fanprojekte sowie das Rollenverständnis der dort tätigen Mitarbeiter.
8 Auswirkungen der negativen Medienpräsenz von Fanausschreitungen: Es wird untersucht, wie eine häufig einseitige und negative Medienberichterstattung das Bild der Fans prägt und wie Fanprojekte darauf reagieren können.
9 Ausblick: soziale Arbeit mit Fußballfans: Der Ausblick resümiert die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Kommunikation und gegenseitigen Akzeptanz zwischen Fans, Vereinen und Institutionen für die zukünftige Arbeit.
Soziale Arbeit, Fußballfans, Fanprojekte, Gewaltprävention, Hooligans, Ultras, Jugendarbeit, Medienberichterstattung, Stadionverbote, Netzwerkarbeit, Gruppenarbeit, Subkultur, Fanbeauftragte, Gewalt, Deeskalation.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der sozialen Arbeit als Aufgabenfeld in der Fußballfanszene, beleuchtet die verschiedenen Fangruppen und deren Konfliktpotentiale sowie die Rolle von Fanprojekten bei der pädagogischen Betreuung.
Zentrale Themen sind die Arbeit mit verschiedenen Fangruppierungen (insb. Ultras und Hooligans), Strategien der Gewaltprävention, die Rolle der Frauen in der Fußballkultur sowie die Interaktion mit Polizei und Medien.
Ziel ist es zu klären, wie Fanprojekte professionell arbeiten können, um trotz unterschiedlicher Interessen von „Geldgebern“ und Fans einen wirksamen sozialpädagogischen Beitrag zur Gewaltminderung zu leisten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Rückgriff auf soziologische Theorien zur Sozialisation und Gewalt sowie der Auswertung von Interviews mit ehemaligen Hooligans und der Analyse von Konzepten bestehender Fanprojekte.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung und Zielsetzung von Fanprojekten, ihre rechtliche und organisatorische Verankerung, das Rollenverständnis der Sozialarbeiter sowie die Auswirkungen von Medienberichterstattung auf die Fanszene.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Soziale Arbeit, Fußballfans, Fanprojekte, Gewaltprävention, Hooligans, Ultras und Netzwerkarbeit charakterisieren.
Fanprojekte setzen auf präventive Ansätze wie Anti-Aggressions-Training, die Förderung der Selbstorganisation der Fans sowie die Schaffung von Räumen, in denen Jugendliche positive alternative Handlungsoptionen entwickeln können.
Die Arbeit weist darauf hin, dass in den neuen Bundesländern häufiger höhere Gewaltbereitschaft und größere Finanzierungsschwierigkeiten bestehen, während im Westen eine längere Tradition der Fanprojektarbeit etablierter ist.
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