Diplomarbeit, 2001
101 Seiten, Note: 1,0
1 Deregulierung des Telekommunikationssektors
1.1 Begriffserklärung und angestrebte Wirkungen
1.2 Neubewertung des Telekommunikationssektors im Hinblick auf möglichen Wettbewerb
1.3 Deregulierung erfordert eine Zeit der Regulierung
1.4 Deregulierungsanstrengungen der EG
1.5 Nationale Anstrengungen zur Deregulierung des Telekommunikationssektors
1.5.1 Telekommunikationsrecht bzw. Gesetzgebung
1.5.2 Konkrete Maßnahmen des TKG zur Deregulierung
1.5.2.1 Lizenzen für den Marktzutritt
1.5.2.2 Offener Netzzugang für neue Wettbewerber
1.5.2.3 Entgeltregulierung
1.5.2.4 Gewährleistung von Universaldienstleistungen
1.5.3 Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP)
1.6 Zukünftige Regulierungserfordernisse
2 Verschiedene Märkte innerhalb des Telekommunikationssektors
2.1 Festnetz
2.1.1 Nah- und Ferngespräche
2.1.1.1 Marktentwicklung seit dem 01.01.1998
2.1.1.2 Wesentliche Wettbewerber
2.1.1.3 Marktanteile
2.1.1.4 Produkte/technische Verfahren
2.1.1.5 Ausblick
2.1.2 Ortsnetz
2.1.2.1 Marktentwicklung seit dem 01.01.1998
2.1.2.2 Wesentliche Wettbewerber
2.1.2.3 Marktanteile
2.1.2.4 Produkte/technische Verfahren
2.1.2.5 Ausblick
2.1.3 Alternativen zur Nutzung des Netzes der DT AG ("Umgehung der sog. letzten Meile")
2.1.3.1 TV-Kabelnetze
2.1.3.2 Richtfunk ("Wireless local loop")
2.1.3.3 Telefonieren über das Stromnetz ("Powerline Communications")
2.1.3.4 Telefonieren über das Internet ("Voice over Internet Protocol")
2.2 Mobilfunk
2.2.1 Marktentwicklung seit 1992
2.2.2 Wesentliche Wettbewerber
2.2.3 Marktanteile
2.2.4 Produkte/technische Verfahren
2.2.5 Vergabe der UMTS-Lizenzen
2.2.6 Ausblick
2.3 Internetzugang
2.3.1 Marktentwicklung seit dem 01.01.1998
2.3.2 Wesentliche Wettbewerber
2.3.3 Marktanteile
2.3.4 Produkte/technische Verfahren
2.3.5 Ausblick
3 Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt
3.1 Auswirkungen auf die Zahl der Beschäftigten (quantitative Veränderungen)
3.1.1 Veränderung der Zahl der Beschäftigten im Telekommunikationssektor
3.1.1.1 Tatsächliche Entwicklung der Beschäftigung im Telekommunikationssektor
3.1.1.2 Prognose zur Beschäftigungsentwicklung im Telekommunikationssektor
3.1.1.3 Zahl der Stellenanzeigen in Tageszeitungen
3.1.2 Prognose zur Beschäftigungsentwicklung aller übrigen Wirtschaftszweige
3.2 Auswirkungen auf die Aufgaben der Beschäftigten (qualitative Veränderungen)
3.2.1 Anspruchsvollere Ausbildung für Berufseinsteiger
3.2.2 Weiterbildung und Umsetzungen innerhalb der Unternehmen
3.2.3 Qualifikationsprofile der Stellenanzeigen in Tageszeitungen
3.3 Schlußbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Deregulierung des deutschen Telekommunikationssektors ab dem 01.01.1998 auf die verschiedenen Marktsegmente sowie deren spezifische Konsequenzen für den Arbeitsmarkt.
1.1 Begriffserklärung und angestrebte Wirkungen
Unter Deregulierung ist der Abbau staatlicher Vorgaben auf einem bestimmten Markt zu verstehen. Der Begriff Liberalisierung wird häufig synonym verwendet. Deregulierung kann vereinfacht mit der Forderung "mehr Markt - weniger Staat" beschrieben werden. Die Beschränkungen des Staates betreffen vor allem Anbieter, können sich aber auch an Nachfrager richten. Grundsätzlich sind drei verschiedene Eingriffsmöglichkeiten in den freien Wettbewerb denkbar. Der Staat kann die Möglichkeit des Marktzutritts auf eine bestimmte Zahl von Herstellern oder Händlern (die ggf. über eine vorgeschriebene Zuverlässigkeit verfügen) beschränken. Des weiteren sind Eingriffe in die freie Preisbildung zu beobachten. Es bestehen Höchst- oder Mindestpreise, die Möglichkeit zur Gewährung von Rabatten oder zur Preisdifferenzierung ist beschränkt. Daneben kann von staatlicher Seite noch eine bestimmte Art, Menge und Qualität der hergestellten oder gehandelten Güter vorgeschrieben werden.
Auf dem Telekommunikationssektor waren vor der vollständigen Deregulierung ab dem 01.01.1998 alle drei Arten staatlicher Eingriffe gegeben. Als Anbieter durfte nur die DT AG tätig werden (Angebotsmonopol des Staates). Die Preise wurden von staatlicher Seite durch den zuständigen Bundesminister auf Vorschlag der DT AG festgesetzt. Die Art und Qualität der Dienstleistungen wurde vom Monopolisten bestimmt, ohne daß dabei stark auf die Bedürfnisse der Verbraucher eingegangen worden wäre.
Von der Deregulierung eines bestimmten Marktes verspricht man sich die Stärkung der freien Entscheidung der Bürger. Der Staat zieht sich so weit wie möglich zurück. Auch erhofft man sich zahlreiche positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. Die Angebotsvielfalt nimmt unter Wettbewerbsbedingungen zu. Die Produkte verfügen über eine bessere Qualität - bei sinkenden Preisen. Der Service gegenüber dem Kunden wird verbessert. Das Wachstum der Wirtschaft wird gestärkt, so daß auch der Arbeitsmarkt positiv belebt werden kann.
1 Deregulierung des Telekommunikationssektors: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Deregulierung, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Rolle der Regulierungsbehörde bei der Schaffung von Wettbewerb.
2 Verschiedene Märkte innerhalb des Telekommunikationssektors: Hier werden die Segmente Festnetz, Mobilfunk und Internetzugang analysiert, inklusive Marktentwicklung, Wettbewerber und technischer Verfahren.
3 Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt: Das letzte Kapitel untersucht die quantitativen und qualitativen Effekte der Marktliberalisierung auf die Beschäftigung und die Qualifikationsanforderungen der Mitarbeiter.
Deregulierung, Telekommunikation, Wettbewerb, Deutsche Telekom AG, RegTP, Festnetz, Mobilfunk, Internetzugang, Arbeitsmarkt, Beschäftigung, Qualifikation, TKG, UMTS, Marktzutritt, Preissenkungen.
Die Arbeit befasst sich mit der Deregulierung des Telekommunikationsmarktes in Deutschland seit 1998 und deren Effekten auf den Arbeitsmarkt.
Im Fokus stehen die Marktsegmente Festnetz, Mobilfunk und Internet sowie die arbeitsmarktpolitischen Veränderungen durch den gestiegenen Wettbewerb.
Es soll aufgezeigt werden, wie die Marktöffnung den Wettbewerb gefördert hat und welche quantitativen und qualitativen Auswirkungen dies auf die Beschäftigungssituation in der Branche hatte.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse aktueller Marktdaten, Branchenberichten, Prognosestudien (wie der des WIK) und der Auswertung von Stellenausschreibungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Marktanalyse der einzelnen Telekommunikationssparten und die anschließende Bewertung der Arbeitsmarktauswirkungen.
Wichtige Begriffe sind Deregulierung, Telekommunikation, Wettbewerb, RegTP, Arbeitsmarkt, Qualifikationsprofile und technischer Fortschritt.
Vom Staatsmonopolisten hat sich das Unternehmen unter Wettbewerbsdruck zu einem privatrechtlich organisierten Akteur gewandelt, der seine Effizienz steigern und Personal anpassen musste.
Durch die Verlagerung von rein technischen Tätigkeiten hin zu komplexeren Aufgaben in Vertrieb, Marketing und IT steigen die Anforderungen an das Personal kontinuierlich.
Die Lizenzen stellten einen strategischen Meilenstein dar, der hohe Investitionen erforderte und eine Konsolidierungsphase einläutete, um die Rentabilität der Anbieter langfristig zu sichern.
Trotz des Personalabbaus bei der Deutschen Telekom konnten durch den Wettbewerb und neue Marktsegmente an anderer Stelle neue, qualifiziertere Arbeitsplätze geschaffen werden.
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