Examensarbeit, 2007
81 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Kurzer Vergleich von Islam und Christentum
3. Warum islamischer Religionsunterricht in Deutschland? Die Entwicklung von der Idee bis zur Ausführung
3.1. Intention
3.2. Curriculum
3.2.1. Vergleich des Curriculums für die Islamkunde und des Curriculums für den katholischen Religionsunterricht
3.2.1.1. ‚Erlebte und erfahrene Umwelt’
3.2.1.2. ‚Pflichten, Kult und Brauchtum’
3.2.1.3. ‚Religiöses Wissen’
3.3. Lehrerausbildung
3.3.1. Studien der klassischen arabischen Sprache
3.3.2. Studien zum wissenschaftlichen Umgang mit Koran und Hadith
3.3.3. Studien zur islamischen Theologie, Philosophie und Mystik
3.3.4. Studien zum islamischen Recht
3.3.5. Religionspädagogische Studien
3.3.6. Vergleich zwischen des Studiums des Islamunterrichts mit dem Studium der katholischen Theologie
3.4. Lehrmaterial
3.5. Teilnahme der jeweiligen Schulen
4. Erhebung der gegenwärtigen Situation im Schulversuch
4.1. Hospitation im Islamkunde- und katholischen Religionsunterricht
4.1.1. Islamkundeunterricht in einer 1. Klasse
4.1.2. Islamkundeunterricht in einer 3. Klasse
4.1.3. Islamkundeunterricht in einer 4. Klasse
4.1.4. Islamkundeunterricht in einer 4. Klasse
4.1.5. Katholischer Religionsunterricht in einer 2. Klasse
4.1.6. Katholischer Religionsunterricht in einer 4. Klasse
4.1.7. Katholischer Religionsunterricht in einer 2. Klasse
4.1.8. Katholischer Religionsunterricht in einer 1. Klasse
4.1.9. Vergleich der Islamkunde mit dem katholischen Religionsunterricht
4.2. Befragung der teilnehmenden Schulen per Fragebogen
4.2.1. Fragebögen an die Schulleiterinnen und Schulleiter der teilnehmenden Versuchsschulen
4.2.1.1. Wieviele Schülerinnen und Schüler besuchen Ihre Schule? Ca. wieviele von diesen sind katholischen und wie viele muslimischen Glaubens?
4.2.1.2. Seit wann nehmen Sie am Schulversuch teil?
4.2.1.3. Wie haben die muslimischen Eltern auf die Teilnahme reagiert?
4.2.1.4. Wie sehen Sie heute aus Ihrer Sicht die Einstellung der muslimischen Eltern zu diesem Unterricht?
4.2.1.5. Kann aus Ihrer Sicht die Islamkunde die Integration der muslimischen Kinder fördern?
4.2.1.6. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit der Schule mit der/ den muslimischen Vereinigung(en)/ Gemeinde(n)? Gibt es gemeinsame Veranstaltungen? Werden Sie durch die muslimischen Vereinigungen/ Gemeinden unterstützt?
4.2.1.7. Wie schätzen Sie die Sicht der katholischen Eltern bezüglich des katholischen Religionsunterrichtes ein?
4.2.1.8. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde? Gibt es gemeinsame Veranstaltungen? Werden Sie unterstützt?
4.2.1.9. Wie oft finden für Ihre katholischen Kinder Schulgottesdienste statt?
4.2.1.10. Gibt es vergleichbare Schulveranstaltungen für die muslimischen Kinder?
4.2.1.11. Welche Veranstaltungen und Feiern gibt es an ihrer Schule zu christlichen Festtagen?
4.2.1.12. Gibt es vergleichbare Veranstaltungen und Feiern an muslimischen Festtagen?
4.2.1.13. Möchten Sie mir noch etwas mitteilen oder mich auf etwas aufmerksam machen?
4.2.2. Fragebogen an die Islamkundelehrerinnen und -lehrer
4.2.2.1. Wie sind Sie für den Unterricht der Islamkunde ausgebildet worden?
4.2.2.2. Halten Sie es für richtig, dass das deutsche Ministerium die Inhalte der Islamkunde bestimmt?
4.2.2.3. Wenn Sie die Islamkunde nur in der deutschen Sprache unterrichten, können alle Ihre Schülerinnen und Schüler den Unterricht sprachlich verstehen?
4.2.2.4. Wie helfen Sie den Schülerinnen und Schülern, die nicht genug Deutschkenntnisse besitzen im Unterricht?
4.2.2.5. Sind Sie der Meinung, dass es geeignete Schulbücher für die Islamkunde gibt?
4.2.2.6. Sind Sie der Meinung, dass die Islamkunde geeignet ist, die Integration muslimischer Kinder in die Gesellschaft zu fördern?
4.2.2.7. Damit die Islamkunde die Integration fördern kann, wie sollte sie dann verändert werden?
4.2.2.8. Gibt ein ‚eigener Religionsunterricht’ den muslimischen Kindern mehr Selbstvertrauen?
4.2.2.9. Wie stehen die muslimischen Familien Ihrer Meinung nach zur Islamkunde?
4.2.2.10. Was sollte passieren, um die Akzeptanz der muslimischen Familien zu erhöhen?
4.2.2.11. Glauben Sie, dass Ihre Schülerinnen und Schüler noch an anderer Stelle im muslimischen Glauben unterrichtet werden?
4.2.2.12. Wie gestaltet sich Ihre Zusammenarbeit mit den muslimischen Vereinigungen bezüglich Ihres Unterrichts?
4.2.2.13. Möchten Sie mir noch etwas mitteilen, bzw. mich auf etwas aufmerksam machen?
5. Fazit
Die Arbeit erstellt eine Zwischenbilanz zum Modellversuch „Islamische Unterweisung in deutscher Sprache“ (heute: Islamkunde) aus katholischer Sicht. Ziel ist es, den Fortschritt des Modellversuchs, bestehende Probleme sowie Erfolge zu evaluieren und dabei Vergleiche zwischen dem Islamkundeunterricht und dem katholischen Religionsunterricht zu ziehen.
3.1. Intention
Die Intention des Islamkundeunterrichts muss sowohl von der pädagogischen, also auch von der bildungs- und gesellschaftspolitischen Ziel-Ebene betrachtet werden.
Da dem Islam in Deutschland die islamisch geprägte Lebensumwelt fehlt, besteht die große Gefahr, dass die Bindung an den islamischen Glauben verloren geht. Des Weiteren haben die meisten Muslime, welche heute in Deutschland leben einen Migrationshintergrund und somit oft Schwierigkeiten, eine kulturelle Identität zu entwickeln. Gerade aus diesem Grund bedarf es von Seiten der Schule einer besonderen pädagogischen Aufmerksamkeit.
Auf der pädagogischen Ziel-Ebene ist es also Aufgabe des Islamkundeunterrichts auch in einer nicht-muslimischen Umgebung die Entwicklung einer islamischen Identität zu fördern und ihnen eine Orientierung auf der Suche nach einer eigenen Lebensausrichtung zu geben. Dazu gehört auch, den Schülerinnen und Schülern die islamische Traditionen in ihrer Geschichte und mit allen ihren Facetten bewusst zu machen und die Sprache u.a. im Hinblick auf die islamische Sprachkultur und Metaphorik zu fördern. Ebenso sollten die Kinder motiviert werden, auf Grund islamischer Quellen eigenverantwortlich zu leben und zu handeln, das bedeutet also auch, den Koran bekannt zu machen und zu vermitteln.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit einer islamischen Unterweisung in deutschen Schulen zur Förderung der Integration und zur Bewältigung von Vorurteilen.
2. Kurzer Vergleich von Islam und Christentum: Ein Überblick über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Weltreligionen in Bezug auf Glaubensgrundsätze, Schriften und Rituale.
3. Warum islamischer Religionsunterricht in Deutschland? Die Entwicklung von der Idee bis zur Ausführung: Eine historische und rechtliche Einordnung der Entwicklung des Islamkundeunterrichts von den ersten Anfängen bis zur Implementierung als Modellversuch.
4. Erhebung der gegenwärtigen Situation im Schulversuch: Analyse der praktischen Umsetzung durch Hospitationen und Expertenbefragungen an teilnehmenden Grundschulen.
5. Fazit: Eine abschließende Bewertung, die den Erfolg des Modellversuchs hervorhebt, aber gleichzeitig Defizite bei der Ausbildung der Lehrkräfte und der Verfügbarkeit von Lehrmaterialien aufzeigt.
Islamkunde, Religionsunterricht, Modellversuch, Integration, Nordrhein-Westfalen, katholische Sicht, Curriculum, Lehrerausbildung, Muslime, christlich-islamischer Dialog, Interreligiös, Schulversuch, Grundschule, Koranschule, Identitätsentwicklung.
Die Arbeit untersucht den Modellversuch „Islamische Unterweisung in deutscher Sprache“ (Islamkunde) an Grundschulen in Nordrhein-Westfalen aus einer katholisch-theologischen Perspektive.
Die Arbeit behandelt die Intention des Unterrichts, den Aufbau des Curriculums, die Qualifizierung der Lehrkräfte sowie die Zusammenarbeit mit muslimischen Gemeinden und die Integration in den Schulalltag.
Das Ziel ist eine „Zwischenbilanz“: Die Autorin möchte feststellen, wie weit der Modellversuch fortgeschritten ist, welche Erfolge er erzielt hat und welche strukturellen Probleme (z.B. Lehrermangel, Lehrmaterial) noch bestehen.
Es handelt sich um eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und empirischer Forschung, bestehend aus Hospitationen im Unterricht sowie einer Fragebogenaktion an teilnehmenden Schulleitungen und Lehrkräften.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Islamkunde, den Vergleich der Lehrpläne mit denen des katholischen Religionsunterrichts, die Auswertung der Lehrerausbildung und die detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse aus den Fragebögen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Islamkunde, Integration, Religionsunterricht, Schulversuch, Nordrhein-Westfalen und interreligiöser Dialog charakterisiert.
Die Autorin hebt hervor, dass es sich bei der Islamkunde um einen sachkundlichen Unterricht handelt, während der katholische Religionsunterricht (theologisch geprägt) einen verkündigenden Charakter hat.
Da keine spezifischen Schulbücher für die Islamkunde existieren, müssen Lehrkräfte auf behelfsmäßige Arbeitsblätter zurückgreifen, was die fachliche Qualität gefährdet und den Status des Faches als „ordentliches Schulfach“ schwächt.
Die Autorin betrachtet Koranschulen kritisch, da sie der staatlichen Aufsicht entzogen sind und laut Expertenmeinung zur Bildung von „Parallelgesellschaften“ führen können, die der Integration entgegenwirken.
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