Examensarbeit, 2006
84 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. DIE ENTSTEHUNG DER POSAUNE
2.1 Frühe Vorformen und Entwicklungsschritte
2.2 Die Zugtrompete
2.3 Die Erfindung des U-förmigen Zuges
2.3.1 Der mögliche Entstehungsort Burgund
2.3.2 Der mögliche Entstehungsort Nürnberg
3. DIE POSAUNEN DER RENAISSANCE
3.1 Die Posaunenfamilie
3.2 Klangbestimmende Faktoren
3.2.1 Das Schallstück
3.2.2 Die Mensur
3.2.3 Das Mundstück
3.2.4 Die Verwendeten Materialien und ihre Verarbeitung
4. DER EINSATZ DER RENAISSANCEPOSAUNE
4.1 Instrumentale Besetzungen mit Posaune
4.1.1 Das Zusammenspiel mit dem Zink
4.1.2 Die alta capella
4.2 Die Turmmusik
4.3 Die Posaune in der Kirchenmusik der Reformationszeit
4.4 Giovanni Gabrielis Verwendung der Posaune
4.4.1 Gabrielis instrumentale Mehrchörigkeit am Beispiel der „Sonata pian e forte“ aus der Sammlung „sacrae symphoniae“
4.4.2 Gabrielis Canzonen am Beispiel der Canzon IV (C198) aus der Sammlung „canzoni et sonate“
5. DAS POSAUNENSPIEL IN DER RENAISSANCE
6. ZUSAMMENFASSUNG
Diese wissenschaftliche Hausarbeit untersucht die Ursprünge und den historischen Einsatz der Posaune während der Renaissance. Ziel ist es, die Entwicklung des Instruments vom ersten Auftreten bis zur Etablierung in verschiedenen Ensembles zu beleuchten, klangentscheidende bauliche Merkmale zu analysieren und die spieltechnischen Anforderungen der Epoche zu bewerten.
1. Einleitung
Die Musik des 15. und 16. Jahrhunderts wird trotz abweichender Vorschläge als eine eigene Epoche in der Musikgeschichte geführt. Die Zäsur, die immer außer Frage stand, ist die des Jahres 1600. Obwohl eine Rückbesinnung mittels der Oper und der Monodie auf die Antike stattfand, die als Wesensmerkmal eher der Renaissance gerecht werden würde, werden diese Neuerungen als so entscheidend angesehen, dass mit ihnen ein neuer Zeitgeist zu betiteln ist. Zwar beginnt somit 1600 der Barock, aber die Grenzen sind nicht starr und vereinzelte Werke, die nach diesem Datum erschienen sind, werden noch der Renaissance zugesprochen.
Eine Sammlung solcher Werke ist 1615 unter dem Titel „canzoni et sonate“ in Venedig erschienen. Sie stammt von dem bereits 1612 verstorbenen Meister Giovanni Gabrieli, der in dieser und in einer weiteren berühmten Sammlung namens „sacrae symphoniae“ erstmalig zu konkreten Besetzungsangaben greift, womit er die venezianische Musik seiner Zeit geprägt hat. Sollte man diese schlagwortartig kennzeichnen, so stünde sie unter dem Titel: „Die Entdeckung des Klangs“.
Erhaltene Literatur, Bilder und Schriften belegen das Zusammenspiel von Posaunen und Geigen, Flöten, Schalmeien und Zinken. In der „Sonata pian e forte“ setzt Gabrieli sogar neben den sechs Posaunen und einem Zink eine Viola ein. Diese sonderbare Instrumentation erscheint mit den heutigen Posaunen undenkbar. Die Viola würde gerade in den Fortepassagen kaum mehr zu hören sein.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt die zeitliche Einordnung der Renaissance und die Bedeutung der venezianischen Schule für die instrumentale Besetzungspraxis.
2. DIE ENTSTEHUNG DER POSAUNE: Dieses Kapitel diskutiert die frühen Vorformen sowie die Entwicklung des U-förmigen Zuges unter Einbeziehung der möglichen Entstehungsorte Burgund und Nürnberg.
3. DIE POSAUNEN DER RENAISSANCE: Hier werden die Posaunenfamilie sowie bauliche Faktoren wie Schallstück, Mensur, Mundstück und verwendete Materialien analysiert.
4. DER EINSATZ DER RENAISSANCEPOSAUNE: Dieser Teil befasst sich mit der Verwendung des Instruments in der alta capella, Turmmusik und Kirchenmusik sowie detailliert mit den Kompositionen von Giovanni Gabrieli.
5. DAS POSAUNENSPIEL IN DER RENAISSANCE: Dieses Kapitel erläutert die historische Spieltechnik und Zugeinteilung basierend auf Quellen wie dem Lehrwerk von Daniel Speer.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse zur Entstehung, Konstruktion und Funktion der Renaissanceposaune ab.
Renaissance, Posaune, Giovanni Gabrieli, Musikgeschichte, Instrumentenbau, Zugposaune, alta capella, Turmmusik, Kirchenmusik, Mensur, Spieltechnik, Nürnberg, Burgund, historische Aufführungspraxis, Zink.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung, der baulichen Charakteristik und der historischen Verwendung der Posaune in der Renaissance.
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Instrumentenbaus (besonders in Nürnberg und Burgund), die akustischen Faktoren der Renaissanceposaune und deren Rolle in verschiedenen musikalischen Ensembles.
Das Ziel ist es, die Posaune der Renaissance als Instrument zu verstehen, das sich in Bauweise und Funktion deutlich von modernen Modellen unterschied, und deren Einsatz in der Epoche wissenschaftlich einzuordnen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung historischer Quellen und ikonographischer Belege sowie einer vergleichenden Analyse von Konstruktionsdaten erhaltener Instrumente.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der baulichen Entwicklung, die Analyse klangbestimmender technischer Parameter und die Darstellung der spezifischen Einsatzbereiche wie der alta capella und Gabrielis Instrumentalwerken.
Wichtige Begriffe sind Renaissance, Posaune, historische Aufführungspraxis, Instrumentenbau, Giovanni Gabrieli und alta capella.
Weil die baulichen Unterschiede, wie beispielsweise die engere Mensur und der kleinere Schallbecher, den Klang der Renaissanceposaune grundlegend veränderten und ihre Rolle im Ensemble definierten.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Anforderungen zwar anspruchsvoll waren, aber auch von ambitionierten Musikern bewältigt werden konnten, wobei Ausnahmekönner wie Hans Neuschel das Instrument zur Perfektion brachten.
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