Diplomarbeit, 2007
79 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2. Grundlagen der Untersuchung
2.1 Controlling
2.1.1 Begriff und Aufgaben des Controllings
2.1.2 Funktionen und Abgrenzung des Controllings
2.2 Internationale Rechnungslegung
2.2.1 Gründe für eine internationale Rechnungslegung
2.2.2 Rahmenkonzept und zentrale Anforderungen an den Abschluss nach IAS/IFRS
3. Relevanz des Controllings für die IFRS-Rechnungslegung
3.1 Externe Informationsbedürfnisse nach dem Jenkins-Report als Ausgangspunkt der Untersuchung
3.1.1 Hintergrund Jenkins-Report
3.1.2 Ergebnisse des „Comprehensive Reports“
3.1.3 Ergebnisse des „Comprehensive Reports“ als Basis für die Beurteilung der Relevanz des Controllings für die IFRS Rechnungslegung
3.2 Ökonomische Ausrichtung der IFRS-Rechnungslegung
3.2.1 Fair Value-Bilanzierung
3.2.2 Risk and Reward Approach
3.2.3 Realisationsprinzip
3.3 Schnittstellen zwischen Controlling und IFRS-Rechnungslegung
3.3.1 Management Approach
3.3.1.1 Konsequenz des Management Approaches für die Controller-Arbeit
3.3.1.2 Vor- und Nachteile des Management Approaches
3.3.2 Konvergenz von externer und interner Rechnungslegung
3.3.2.1 Motive einer Harmonisierung
3.3.2.2 Konvergenz aus der Sicht der Praxis
3.4 Zwischenfazit und weitere Vorgehensweise
4. Bedeutung des Controllings für die IFRS am Beispiel des Goodwills
4.1 Bedeutung des Goodwills für das Controlling und IFRS
4.1.1 Entwicklung der IFRS mit Blick auf den Goodwill
4.1.2 Goodwill-Controlling im Akquisitionsprozess
4.2 Vorschriften zur Goodwill-Bilanzierung
4.2.1 IFRS 3 – Unternehmenszusammenschlüsse
4.2.2 GoodwilI-Impairment-Test nach IAS 36
4.3 Ausgewählte Controllinginformationen für die Goodwill Bilanzierung
4.3.1 Indikatoren für den Impairment-Test
4.3.2 Nutzungswertermittlung auf Basis von internen Plan Cashflows
4.3.3 Goodwillbestimmung und -zuordnung auf CGU
4.4 Implikation des Management Approaches auf die Goodwill Bilanzierung
4.4.1 Nutzungswertermittlung und Management Approach
4.4.2 Goodwillallokation und Management Approach
4.5 Zwischenfazit
5. Beurteilung des Management Approaches aus Sicht der Bilanzpolitik und den Objektivierungsnormen der IFRS
5.1 Ermessensspielräume im Rahmen der Goodwill-Bilanzierung
5.1.1 Zugangsbewertung des Goodwills
5.1.2 Folgebewertung des Goodwills
5.2 Möglichkeiten und Grenzen des Management Approaches zur Einschränkung von Bilanzpolitik
5.2.1 Einschränkung der Bilanzpolitik
5.2.1.1 Entscheidungsrelevante Daten
5.2.1.2 Verwendung interner Planungsgrößen bei der Goodwill bilanzierung
5.2.1.3 Neue Offenlegungspflichten des IAS 1
5.2.2 Förderung der Bilanzpolitik
5.2.2.1 Zirkularitätseffekt
5.2.2.2 Manipulationseffekt
5.2.2.3 Fehlende Vergleichbarkeit
5.3 Management Approach-Informationen vor dem Hintergrund des Objektivierungsgrundsatzes
5.3.1 Relevanz
5.3.2 Verlässlichkeit
6. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick
Die Arbeit untersucht den wachsenden Einfluss des Controllings auf die IFRS-Rechnungslegung, getrieben durch die Einführung internationaler Standards und die Notwendigkeit einer ökonomischen Unternehmensabbildung. Im Zentrum steht die Frage, ob der sogenannte „Management Approach“, der interne Controllingdaten für externe Bilanzierungszwecke nutzt, zu einer Reduzierung bilanzpolitischer Gestaltungsmöglichkeiten führt oder neue Manipulationseffekte begünstigt.
3.1 Externe Informationsbedürfnisse nach dem Jenkins-Report als Ausgangspunkt der Untersuchung
Wie eingangs bei den Prinzipien der IFRS-Rechnungslegung erwähnt wurde, ist das oberste Ziel der IFRS, entscheidungsrelevante Informationen für die Adressaten der externen Rechnungslegung bereitzustellen. Das Augenmerk richtet sich dabei auf die Investoren als die Hauptgruppe der Adressaten des Jahresabschlusses. In diesem Zusammenhang wird die IFRS-Rechnungslegung auch als eine investorenorientierte Rechnungslegung bezeichnet. Aufgrund der weltweit gestiegenen Anforderungen an die Unternehmensinformationen seitens der Investoren, bedingt durch die Kapitalmarktfinanzierung vieler Konzerne, wird den beiden dominierenden Rechnungslegungskonzeptionen (IFRS und US-GAAP) im Vergleich zur deutschen Rechnungslegung mehr Beachtung geschenkt. Nach Auffassung des Autors stammt der Auslöser der in Theorie und Praxis geführten Diskussion hinsichtlich der Annäherung von Controlling und IFRS aus den Entwicklungstendenzen der US-amerikanischen Rechnungslegung. Speziell geht es dabei um den „Comprehensive Report“ des „American Institute of Certified Public Accountants“ (AICPA), der auch als „Jenkins-Report“ bekannt ist. Dieser Bericht ist für die Bearbeitung der in diesem Kapitel geführten Untersuchung von Bedeutung, deshalb werden im Folgenden der Hintergrund des Jenkins-Reports und seine Ergebnisse dargestellt.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Problemstellung einer Annäherung von Controlling und externem Rechnungswesen vor und skizziert die Vorgehensweise der Arbeit.
2. Grundlagen der Untersuchung: In diesem Kapitel werden Controlling-Begriffe und die internationale Rechnungslegung nach IFRS theoretisch definiert und die Grundlagen für die spätere Analyse gelegt.
3. Relevanz des Controllings für die IFRS-Rechnungslegung: Es werden die Schnittstellen zwischen Controlling und externer Rechnungslegung (insb. Jenkins-Report und Management Approach) identifiziert und die ökonomische Ausrichtung beider Disziplinen herausgearbeitet.
4. Bedeutung des Controllings für die IFRS am Beispiel des Goodwills: Anhand der Goodwill-Bilanzierung wird detailliert aufgezeigt, wie Controlling-Daten (z.B. Plan-Cashflows) in die externe Rechnungslegung einfließen.
5. Beurteilung des Management Approaches aus Sicht der Bilanzpolitik und den Objektivierungsnormen der IFRS: Dieses Kapitel analysiert kritisch, ob der Management Approach Bilanzpolitik einschränkt oder durch Ermessensspielräume neue Manipulationsmöglichkeiten eröffnet.
6. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick: Die Ergebnisse werden resümiert und die Bedeutung des Controllings für die zukünftige IFRS-Berichterstattung bewertet.
Controlling, IFRS, Management Approach, Goodwill, Impairment-Test, Bilanzpolitik, Rechnungslegung, Unternehmenssteuerung, Jenkins-Report, Fair Value, Konvergenz, Cash Generating Unit, Informationsversorgung, Kapitalmarkt, Finanzberichterstattung.
Die Arbeit analysiert die zunehmende Verzahnung zwischen Controlling und IFRS-Rechnungslegung, insbesondere vor dem Hintergrund, wie interne Controlling-Informationen für die externe Berichterstattung genutzt werden.
Im Zentrum stehen der „Management Approach“, die Goodwill-Bilanzierung, die Harmonisierung von internem und externem Rechnungswesen sowie die Auswirkungen auf die Bilanzpolitik.
Ziel ist es zu untersuchen, ob die Anwendung des Management Approaches die bilanzpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten einschränkt oder ob dadurch neue Spielräume für das Management entstehen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Untersuchung der IFRS-Vorschriften, ergänzt durch die Analyse von Branchenberichten und empirischen Studien zur Konvergenz.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Controllings und der IFRS, die Schnittstellenanalyse (Jenkins-Report) und eine vertiefende Untersuchung der Goodwill-Bilanzierung als Praxisbeispiel.
Die wichtigsten Begriffe sind Controlling, IFRS, Management Approach, Goodwill, Bilanzpolitik, Konvergenz und Entscheidungsrelevanz.
Der Report gilt als Auslöser für die Forderung nach einer „Management-Perspektive“ in der Finanzberichterstattung, was die direkte Einbindung von Controlling-Informationen in die IFRS maßgeblich beeinflusst hat.
Der Impairment-Test nach IAS 36 erfordert zukunftsorientierte Prognosen (z.B. Plan-Cashflows), die üblicherweise aus dem internen Controlling stammen, wodurch das Controlling eine zentrale Rolle bei der Goodwill-Bewertung einnimmt.
Der Autor weist darauf hin, dass durch die Verwendung interner Planungsgrößen ein „Zirkularitätseffekt“ und „Manipulationseffekte“ entstehen können, da das Management den Spielraum nutzen könnte, um die eigene Performance positiv darzustellen.
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