Magisterarbeit, 2007
196 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Ungleiche Chancenverteilung im Kindes- und Jugendalter
2.1.1 Soziale Benachteiligung
2.1.2 Gesundheitliche Benachteiligung
2.1.3 Benachteiligung im deutschen Schulsystem
2.2 Theoretische Aspekte primärer Suchtprävention
2.2.1 Zum Drogen- und Suchtbegriff
2.2.2 Substanzmissbrauch im Kindes- und Jugendalter
2.2.2.1 Zur Dimension des gesundheitlichen Problems
2.2.2.2 Substanzmissbrauch als Entwicklungsaufgabe
2.2.3 Zur Entwicklung und Praxis der Suchtprävention
2.2.4 Primäre Suchtprävention im Kindes- und Jugendalter
2.2.5 Das Konzept der Lebenskompetenzförderung
2.2.5.1 Begriffsklärung und Einordnung
2.2.5.2 Das Programm „Klasse2000“
2.3 Kompetenzentwicklung im Kindes- und Jugendalter
2.3.1 Grundlegende Kompetenzen
2.3.1.1 Soziale Kompetenz
2.3.1.2 Selbstkompetenz
2.3.1.3 Sach- und Methodenkompetenz
2.3.2 Kompetenzförderung in Familie und Gleichaltrigengruppe
2.4 Die Grundschule als Ort für Gesundheitsförderung und Suchtprävention
2.4.1 Die Grundschule als Bildungsinstitution
2.4.1.1 Die Grundschule von heute – zwischen Anspruch und Wirklichkeit
2.4.1.2 Unterrichtsmethoden
2.4.1.3 Lehrerkompetenzen
2.4.2 Gesundheitsförderung und Primärprävention im Setting Schule
2.5 Forschungsstand zur Wirksamkeit von Lebenskompetenzprogrammen
3 Methodik der empirischen Untersuchung
3.1 Untersuchungsgegenstand
3.2 Untersuchungsziele
3.3 Untersuchungsdesign
3.4 Begründung des Untersuchungsansatzes
3.5 Untersuchungsplan
4 Vorstudie
4.1 Methodisches Vorgehen
4.2 Untersuchungsgebiet
4.3 Untersuchungsfeld/-population
4.4 Erhebungsinstrumente
4.4.1 Gruppengespräche
4.4.2 Telefoninterview/Telefonische Befragung
4.4.3 Nicht-teilnehmende Beobachtungen
4.4.4 Reflexionsjournale
4.5 Auswertung der Vorstudie
4.6 Ergebnisse der Vorstudie
4.6.1 Gruppengespräche
4.6.2 Telefoninterview/Telefonische Befragung
4.6.3 Nicht-teilnehmende Beobachtungen
4.6.4 Reflexionsjournale
4.6.5 Schlussfolgerungen der Vorstudie
4.7 Arbeitshypothesen
5 Leitfadengestützte Experteninterviews
5.1 Forschungsfragen
5.2 Operationalisierung
5.3 Durchführung der Experteninterviews
5.4 Auswertung der Experteninterviews
6 Ergebnisse der Experteninterviews
6.1 Individuelle Gesundheitseinstellungen
6.2 Gesundheitsförderung und Suchtprävention - Rolle der Grundschule
6.3 Persönliche Erfahrungen mit „Klasse2000“
6.4 Konkrete Programmumsetzung
6.5 Zusammenarbeit mit den Gesundheitsförderern
7 Diskussion der Ergebnisse
7.1 Inhaltliche Diskussion
7.2 Diskussion der Konzepte einer ’gesundheitsfördernden Schule’
7.3 Thesen
7.4 Empfehlungen
7.5 Methodendiskussion
8 Fazit
Die Arbeit untersucht die Eignung des Lebenskompetenzprogramms „Klasse2000“ an drei Grundschulen in einem sozialen Brennpunkt des Berliner Ortsteils Wedding. Ziel ist es, die konkrete Umsetzung des Programms zu evaluieren, Schwachstellen bei der Implementierung aufzudecken und zu hinterfragen, ob Kinder in sozial deprivierten Lebenslagen durch die aktuelle Programmkonzeption in gleichem Maße erreicht und gefördert werden können wie andere Zielgruppen.
2.1.1 Soziale Benachteiligung
Die Lebensbedingungen unter denen Kinder aufwachsen sind heute vielfältiger denn je und können unter bestimmten Umständen zur Belastung werden und die Entwicklung negativ beeinflussen. So ergeben sich für viele Kinder Belastungen aus der kurzzeitigen oder längerfristigen Arbeitslosigkeit der Eltern, der Tatsache, dass sich die Eltern scheiden lassen oder bei Migranten u. U. aus einer sehr traditionsbewussten Erziehung im Elternhaus (vor allem bei Mädchen). Während in den Medien Bilder von „materiellem Überfluss“, einer „Vervielfachung der Bildungsangebote“ und der „Machbarkeit von Karrieren“ präsentiert werden, wächst die Zahl derer, die unter Armut, Perspektivverlust und Ohnmacht leiden (Hauck-Bühler 2004, 431). Für viele Kinder bedeutet das eine Beeinträchtigung der Bildungschancen und eine Einschränkung der Lebensperspektiven.
Der vielfach propagierte „Schonraum für Entwicklung und eine differenzierende Förderung“ (ebd.) existiert nahezu nicht. Kindliches Leben in unserer Gesellschaft wird daher „immer unkindlicher“ (ebd.).
Unbestritten gilt als sozial benachteiligt, wer arm ist. Nach der heute wohl gebräuchlichsten Armutsdefinition gelten Einzelpersonen, Familien und Haushalte als arm, „die über so geringe (materielle, kulturelle und soziale) Mittel verfügen, dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Mitgliedsstaat, in dem sie leben, als Minimum annehmbar ist“ (Butterwegge et al. 2004: 17). Das bedeutet „die Ausgrenzung von einem als Minimum akzeptierten Lebensstandard“ (ebd.). Die Marke von 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoäquivalenzeinkommens wurde in der Europäischen Union mittlerweile verbindlich als Armutsschwelle festgelegt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des exzessiven Konsums legaler Drogen und die Notwendigkeit frühzeitiger, zielgruppenspezifischer Suchtprävention ein.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erörtert die Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die kindliche Entwicklung sowie die Grundlagen der Suchtprävention und des Programms „Klasse2000“.
3 Methodik der empirischen Untersuchung: Hier wird das qualitative Design der Arbeit dargestellt, das auf der Evaluation der Programmimplementierung an Grundschulen basiert.
4 Vorstudie: Die Vorstudie dient der explorativen Erschließung des Forschungsfeldes durch erste Beobachtungen und explorative Gespräche an ausgewählten Schulen.
5 Leitfadengestützte Experteninterviews: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen bei der Planung, Durchführung und Auswertung der Interviews mit den Klassenleiterinnen.
6 Ergebnisse der Experteninterviews: Hier werden die erhobenen Daten zu den Gesundheitseinstellungen der Lehrkräfte, ihrer Wahrnehmung der Programmumsetzung und der Zusammenarbeit mit Gesundheitsförderern präsentiert.
7 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden im Kontext theoretischer Erkenntnisse diskutiert und in Thesen sowie Empfehlungen überführt.
8 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Programm „Klasse2000“ in seiner aktuellen Form an Brennpunktschulen nur bedingt geeignet ist und dringend eine zielgruppenspezifische Anpassung sowie eine stärkere Einbindung in ein ganzheitliches Schulentwicklungskonzept erfordert.
Gesundheitsförderung, Suchtprävention, Grundschule, Klasse2000, soziale Benachteiligung, Lebenskompetenzförderung, Brennpunktschule, Primärprävention, Prozessevaluation, Experteninterview, Migrationshintergrund, Schulentwicklung, Kinderarmut, Gesundheitsverhalten, Lehrkompetenz.
Die Arbeit untersucht die Umsetzung des suchtpräventiven Programms „Klasse2000“ an Grundschulen in sozial benachteiligten Gebieten (sozialen Brennpunkten) und bewertet, inwieweit die Programmkonzeption für diese spezifische Zielgruppe geeignet ist.
Die zentralen Themenfelder umfassen soziale und gesundheitliche Benachteiligung von Kindern, Strategien der primären Suchtprävention im Setting Schule, das Konzept der Lebenskompetenzförderung und die Herausforderungen bei der Implementierung von Präventionsprogrammen in sozialen Brennpunkten.
Ziel ist es, Schwachstellen bei der Implementierung von „Klasse2000“ aufzudecken, den Grad der Konzepttreue zu erheben und Empfehlungen für eine effektivere, zielgruppenspezifische Programmgestaltung an Grundschulen zu formulieren.
Es handelt sich um eine qualitative Prozessevaluation, die explorative Vorstudien (Beobachtungen, informelle Gespräche) mit leitfadengestützten Experteninterviews kombiniert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der theoretischen Fundierung von Prävention, der Analyse der Bedingungen an Brennpunktschulen und der empirischen Untersuchung, inklusive der Auswertung der Experteninterviews mit Lehrkräften.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Gesundheitsförderung, Suchtprävention, Lebenskompetenzförderung, Brennpunktschule, Prozessevaluation und Bildungsgerechtigkeit aus.
Der Lehrerwechsel im 3. oder 4. Schuljahr führt zu Kontinuitätsbrüchen, da neue Lehrkräfte oft nicht in das Programm eingeführt wurden und die ursprüngliche Zielsetzung des Programms sowie die eigene Rolle bei der Vermittlung der Inhalte für sie unklar sind.
Der kulturelle Hintergrund, insbesondere bei Migrantenkindern, prägt die Einstellungen zu Gesundheit und Ernährung. Die Arbeit zeigt, dass Standards, die für eine „durchschnittliche“ Schülerschaft entwickelt wurden, an Brennpunktschulen auf Barrieren stoßen können, was eine kultursensible Anpassung der Unterrichtsmaterialien und Themenauswahl erforderlich macht.
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