Diplomarbeit, 2007
117 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Taxonomie – ein vielseitig verwendeter Begriff
1.2 Begründung für die Auswahl des Lerngebiets „Marketing“
1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Fundierung der Arbeit
2.1 Erläuterungen einer „Taxonomie zum Lernen, Lehren und Bewerten“
2.1.1 Vier Grundfragen für guten Unterricht
2.1.2 Sinn und Zweck des Kategorisierens
2.1.3 Unterscheidung nach Richtzielen, Grobzielen und Feinzielen
2.1.4 Die vier Wissensarten
2.1.4.1 Faktenwissen
2.1.4.2 Konzeptuelles Wissen
2.1.4.3 Prozedurales Wissen
2.1.4.4 Metakognitives Wissen
2.1.5 Die sechs kognitiven Prozesskategorien und dazugehörige Beispiele für Aufgabentypen
2.1.5.1 Erinnern
2.1.5.2 Verstehen
2.1.5.3 Anwenden
2.1.5.4 Analysieren
2.1.5.5 Bewerten
2.1.5.6 Entwerfen
2.1.6 Mögliche Kritik an dieser Konzeption
2.2 Was ist beim Erstellen von Aufgaben zu beachten?
2.2.1 Ist die Berücksichtigung einer speziellen Unterrichtsmethode im Rahmen der Aufgabenerstellung notwendig?
2.2.2 Die Bedeutung der Berücksichtigung von Motivation bei der Erstellung von Aufgaben
2.3 Verankerung der zu erstellenden Aufgaben in den Rahmenrichtlinien
2.3.1 Ziele der Rahmenrichtlinien
2.3.2 Was ist als stofflich relevant für Schüler des Fachgymnasiums – Wirtschaft – zu erachten?
3 Konstruktiver Teil der Arbeit
3.1 Aufgabenerstellung (unter Berücksichtigung verschiedener Wissensarten und kognitiver Prozesskategorien)
3.1.1 Kunden und Wettbewerber
3.1.2 Stärken - Schwächen-/Chancen – Risiken – Analyse (SWOT-Analyse)
3.1.3 Methoden der Markterkundung und Marktforschung
3.1.4 Portfolioanalyse und -planung
3.1.5 Segmentierungsstrategien
3.1.6 Exkurs: Entwerfen einer Marketingkonzeption
3.2 Diskussion der Übereinstimmungsfrage
3.2.1 Analyse der Übereinstimmung der gesetzten Lernziele mit den erstellten Aufgaben
3.2.2 Analyse der Abdeckung von Wissens- und Prozessarten
4 Schlussbetrachtungen und Ausblick
4.1 Mögliche Vor- und Nachteile der vorgestellten Konzeption
4.2 Implikationen für den Unterricht am Fachgymnasium – Wirtschaft –
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die von Anderson und Krathwohl entwickelte Taxonomie zu erläutern und praxisnahe Beispiele für das Lerngebiet „Marketing“ aufzuzeigen, um Lehrkräften als Handreichung bei der Konstruktion und Überprüfung von Lernzielen sowie Aufgaben zu dienen.
2.1.4.1 Faktenwissen
Beim Faktenwissen („factual knowledge“) handelt es sich um eine Wissensart, die auf einzelne, konkrete Informationseinheiten bezogen ist (vgl. ebd., S. 42). Diese Einheiten sind aber unerlässlich, um überhaupt erst einmal in die Lage versetzt zu werden, ein vorhandenes Problem lösen zu können. (vgl. ebd., S. 45). Anderson und Krathwohl sprechen in diesem Zusammenhang von „wissen, was“ etwas ist („knowing what“, ebd. S. 62). Da sich im Grunde genommen das gesamte Weltwissen aus Faktenwissen zusammensetzt, muss für erzieherische Zwecke eine Reduktion des zu vermittelnden Stoffes vorgenommen werden. Faktenwissen wiederum kann nochmals in zwei Unterarten aufgeteilt werden:
a) Begriffwissen („knowledge of terminology“, Anderson et al., 2001, S. 45): Hierzu zählt das Wissen über sowohl verbale als auch nonverbale Zeichen und Symbole (exemplarisch seien hier nur das Alphabet, wissenschaftliche Bezeichnungen, Legenden auf Landkarten oder auch Lautschrift genannt) (vgl. ebd., S. 47).
b) Wissen über spezifische Details und Elemente („knowledge of specific details and elements“, Anderson et al., 2001, S. 47): In diese Unterkategorie wird das Wissen über gewisse Ereignisse, Orte, Personen oder auch Daten gezählt. Wichtig ist, zu beachten, dass es sich jeweils um Elemente handeln muss, die auch unabhängig von größeren Zusammenhängen verstehbar sind. Einige Beispiele sind in diesem Zusammenhang das Wissen über die Warenausfuhr bestimmter Länder, über Namen, Plätze und Ereignisse aus den täglichen Nachrichten oder auch die Hauptfakten über bestimmte Kulturen und Gesellschaften.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Taxonomie und begründet die Wahl des Lerngebiets „Marketing“ am Fachgymnasium sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Fundierung der Arbeit: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Taxonomie von Anderson und Krathwohl, die Wissensdimensionen und kognitiven Prozesse sowie Aspekte der Aufgabengestaltung und Rahmenrichtlinien dargelegt.
3 Konstruktiver Teil der Arbeit: Dieser Abschnitt dient der praktischen Anwendung, indem auf Basis der Theorie Lernziele und Aufgaben für das Marketing erstellt und hinsichtlich ihrer Übereinstimmung diskutiert werden.
4 Schlussbetrachtungen und Ausblick: Das letzte Kapitel reflektiert die Vor- und Nachteile der Taxonomienutzung und gibt einen Ausblick auf die Implikationen für den Unterricht am Fachgymnasium.
Taxonomie, Anderson und Krathwohl, Marketing, Lernziele, Aufgabenerstellung, kognitive Prozesse, Wissensarten, Unterrichtsplanung, Fachgymnasium, Handlungsorientierung, Motivationspsychologie, SWOT-Analyse, Portfolioanalyse, Marktsegmentierung, Kompetenzentwicklung
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Überprüfung von Unterrichtsmaterialien und Aufgaben für den Bereich „Marketing“ unter Verwendung der Taxonomie von Anderson und Krathwohl.
Die Arbeit behandelt die theoretische Fundierung von Lernzielen, die vier Wissensarten (Fakten-, Konzept-, Prozedural- und Metakognitives Wissen) sowie die sechs kognitiven Prozesskategorien.
Das Hauptziel ist es, Lehrkräften ein methodisches Gerüst („Handreichung“) an die Hand zu geben, um Aufgaben systematisch zu konstruieren und sicherzustellen, dass die geplanten Lernziele auch tatsächlich durch die gewählten Unterrichtsaktivitäten abgedeckt werden.
Es wird das Taxonomieraster von Anderson und Krathwohl angewendet, um Lernziele und Aufgaben in eine Matrix aus Wissensarten und kognitiven Prozessen einzuordnen.
Der Hauptteil widmet sich der Aufgabenerstellung zu Marketing-Themen wie Kunden und Wettbewerber, SWOT-Analysen, Marktforschungsmethoden, Portfolioanalysen und Segmentierungsstrategien.
Zentrale Begriffe sind die Anderson-Krathwohl-Taxonomie, prozedurales Wissen, Übereinstimmungsfrage (Alignment) und handlungsorientierter Unterricht.
Die SWOT-Analyse dient als grundlegende Analysetechnik, an der beispielhaft gezeigt wird, wie Schüler von der reinen Informationsaufnahme zum prozeduralen Anwenden und Bewerten geführt werden können.
Durch die Zuordnung von Aufgaben in die Taxonomiematrix können Lehrkräfte überprüfen, ob beabsichtigte kognitive Lernziele deckungsgleich mit den tatsächlich gestellten Aufgaben sind oder ob Planungsdefizite vorliegen.
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