Diplomarbeit, 2007
182 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Vorwort
1.2. Planung, Durchführung und Evaluation des Fragebogens
2. Sind Helfer das einzige Problem in der Sozialen Arbeit?
2.1. Was ist soziale Arbeit?
2.1.1. Begrifflichkeit und Zielsetzung
2.1.2. Spezifische Merkmale
2.1.3. Methoden Sozialer Arbeit
2.2. Die hilflosen Sozialarbeiter
2.2.1. Bedeutung des Helfens
2.2.2. Helferpersönlichkeit
2.2.3. Handlungskompetenz in der Sozialen Arbeit
2.2.4. Helfersyndrom oder „Wie gestört …?“
2.3. Problemlagen des „unmöglichen Berufes“
2.3.1. Belastungen durch Institution und Arbeitsfeld
2.3.2. Belastungen im Team
2.3.3. Belastungen durch Klienten
2.3.4. Selbstbelastungen
3. Von Krankheit, Gesundheit und „Gesundsein“
3.1. Bedeutung von Krankheit
3.1.1. Begriffsdeutung
3.1.2. Abgrenzung von Befindlichkeitsstörungen
3.1.3. Macht Krankheit Sinn?
3.2. Krankheitsstatus der befragten Sozialarbeiter
3.3. Exkurs in typische Störungsbilder der Helfer in Sozialer Arbeit
3.3.1. Psychogene Depression
3.3.1.1. Abgrenzung
3.3.1.2. Begriffsbestimmung „Depression“
3.3.1.3. Epidemiologie
3.3.1.4. Symptomatik
3.3.1.5. Erklärungsansätze
3.3.1.5.1. Die psychoanalytische Ansicht
3.3.1.5.2. Theorie der erlernten Hilflosigkeit
3.3.1.5.3. Kognitive Theorie von Beck
3.3.1.5.4. Die Lerntheorie
3.3.1.5.5. Humanistische Theorien
3.3.1.5.6. Persönlichkeitszentrierte Ansätze
3.3.1.5.7. Lebensereignisse als Auslöser
3.3.1.5.8. Multifaktorieller Ansatz
3.3.1.6. Möglichkeiten der Intervention und Behandlung
3.3.1.6.1. Psychotherapie
3.3.1.6.2. Pharmakotherapie
3.3.1.6.3. Soziotherapie
3.3.1.6.4. Physiotherapie
3.3.1.6.5. Ergänzende Therapien
3.3.2. Burnoutsyndrom
3.3.2.1. Begriffsdeutung
3.3.2.2. Symptome
3.3.2.3. Burnout als Prozess
3.3.2.4. Epidemiologie
3.3.2.5. Erklärungsansätze
3.3.2.5.1. Persönlichkeitszentrierte Ansätze
3.3.2.5.2. Sozial-, arbeits- und organisationsbezogene …
3.3.2.5.3. Gegenseitiges Bedingen und das S-O-R-Schema
3.3.2.6. Bewältigungsstrategien
3.3.2.6.1. Möglichkeiten auf institutioneller Ebene
3.3.2.6.2. Möglichkeiten auf personeller Ebene
3.4. Gesundheit und „Gesundsein“
3.4.1. Bedeutung von Gesundheit
3.4.1.1. Subjektive Gesundheitskonzepte
3.4.1.2. Wissenschaftliche Gesundheitskonzepte
3.4.1.2.1. Gesundheitsbegriff der WHO
3.4.1.2.2. Gesundheitsmodell der Salutogenese
3.4.2. Gesundheitsarbeit
3.4.2.1. Gesundheitsförderung und Prävention
3.4.2.2. Auf der Suche nach Faktoren der Resilienz
3.4.2.3. Gesundheitsfördernde Maßnahmen in der Sozialen Arbeit
3.4.3. „Gesundsein“ als Weg und Ziel
4. Selbstreflexion
4.1. Das Selbst und die Reflexion
4.1.1. Wahres Selbst und Selbstbild
4.1.2. Selbstreflexion
4.2. Weshalb selbstreflexives Arbeiten?
4.3. Wie kann ich mich selbst reflektieren?
4.3.1. Die Arbeit am Gewahrsein oder „Bewusstheit im Alltag“
4.3.2. Bewusstseinserweiternde Verfahren und Techniken
4.3.2.1. Psychotherapie
4.3.2.2. Entspannungstechniken
4.3.2.3. Tagebuch und Traumdeutung
4.3.2.4. Gebete
4.3.2.5. Askese
5. Meditation
5.1. Was ist Meditation?
5.1.1. Meditative Stimmungen
5.1.2. Meditation als Methode
5.2. Die Arbeitsweise in der Meditation
5.2.1. Meditationsfördernde Bedingungen
5.2.1.1. Äußere Faktoren
5.2.1.2. Die richtige Meditationszeit
5.2.1.3. Meditationsritual
5.2.1.4. Die innere Haltung
5.2.1.4.1. Wesenszüge und innere Einstellung
5.2.1.4.2. Der ethische Unterbau
5.2.1.5. Die äußere Haltung
5.2.2. Meditationshemmende Bedingungen
5.3. Wirkungsweise der Meditation
5.3.1. Meditation und körperlich-geistige Gesundheit
5.3.2. Meditation und seelische Gesundheit
5.4. Meditationsformen
5.4.1. Grundlegende Stile
5.4.1.1. Informelle Meditation oder Achtsamkeit
5.4.1.2. Formelle Meditation
5.4.2. Eine Methode genügt!
5.4.3. Ausgewählte Meditationsmethoden des Buddhismus
5.4.3.1. Vergegenwärtigung des Atems
5.4.3.2. Metta – Meditation
5.4.3.3. Vipassana – Meditation
6. Abschluss
6.1. Zusammenfassung
6.2. Ausblick
Die Arbeit untersucht, warum Helfer in der Sozialen Arbeit überdurchschnittlich häufig von seelischen Erkrankungen wie Burnout und Depression betroffen sind. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten der Selbstreflexion durch Meditation als Methode der Gesunderhaltung zu ergründen, damit Sozialarbeiter trotz schwieriger Arbeitsbedingungen belastbar und flexibel bleiben.
2.2. Die hilflosen Sozialarbeiter
Einem anderen Menschen helfen bzw. ihm helfen, sich selbst zu helfen, ist, wie ich im Abschnitt 1.1.1. dieser Arbeit dargelegt habe, das höchste Ziel und Auftrag Sozialer Arbeit. Doch was ist mit „Hilfe leisten“ gemeint? „Auffallend bei fast allen Klassifikationen ist der unspezifische Gebrauch des Begriffes >Hilfe<. […] Die Verwendbarkeit dieses Begriffes in Kommunikationen über berufliches Handeln beruht auf einem ungeklärten Konsens und auf nicht weiter hinterfragten >Gewissheitserlebnissen< der Beteiligten. […Er ist schon alleine] deshalb zu kritisieren, weil in der Sozialarbeit auch Handlungen durchgeführt werden, die man umgangssprachlich kaum als >helfen< bezeichnen würde.“ (Blinkert 1979, S.25; vgl. auch Müller 2005 a, S.418) Gemeint sind hier unter anderem Tätigkeiten der Fürsorge, Reparatur, (sozialen) Kontrolle oder sogar der Bevormundung, die entgegen einer erwarteten Definition von „Hilfe“, keine Hilfesuche ihrer Klienten als Grundlage haben und diese, sowie die individuellen Bedürfnisse der sich Anvertrauenden als scheinbar weniger relevant betrachten als etwaige Interessen der Sozialen Arbeit. (vgl. Gussone u.a. 2000, S.70 f.) Hilfe, die jedoch weder gebraucht noch gewollt wird, verliert sich „ins Leere. [Sie] trennt statt zu verbinden.“ (Hellinger 2005 a, S.14)
1. Einleitung: Einführung in die Problematik seelischer Belastungen in helfenden Berufen sowie Erläuterung der Forschungsplanung und methodischen Vorgehensweise.
2. Sind Helfer das einzige Problem in der Sozialen Arbeit?: Analyse des Berufsbildes, der Bedeutung des Helfens sowie der vielfältigen Belastungsfaktoren, denen Sozialarbeiter in Institutionen ausgesetzt sind.
3. Von Krankheit, Gesundheit und „Gesundsein“: Wissenschaftliche und subjektive Begriffsdefinitionen sowie Diskussion des Gesundheitsstatus und konkreter Störungsbilder (Burnout, Depression) bei Sozialarbeitern.
4. Selbstreflexion: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Selbstbild und der essenziellen Bedeutung selbstreflexiven Arbeitens in Helferberufen zur Erhaltung der psychischen Gesundheit.
5. Meditation: Praxisorientierte Einführung in Meditation als Methode zur Selbstreflexion, inklusive detaillierter Anleitung, fördernder Bedingungen und verschiedener Übungsformen.
6. Abschluss: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse sowie ein Ausblick auf eine gesundheitsfördernde, achtsame berufliche Praxis.
Soziale Arbeit, Burnout-Syndrom, Psychogene Depression, Selbstreflexion, Meditation, Gesundheitsförderung, Achtsamkeit, Stressbewältigung, Salutogenese, Helferpersönlichkeit, berufliche Belastung, Psychohygiene, Resilienz, Handlungskompetenz, Selbsterkenntnis.
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der psychischen Gesundheit von Sozialarbeitern und der Frage, wie diese trotz der hohen emotionalen und strukturellen Belastungen ihres Berufsfeldes ein gesundes „Gesundsein“ bewahren können.
Die zentralen Themen sind die spezifischen Belastungssituationen in sozialen Institutionen, die psychischen Folgen wie Burnout und Depression sowie der Einsatz von Selbstreflexion und Meditation als präventive Gesundheitsressourcen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sozialarbeiter durch Methoden wie Meditation und bewusste Selbstreflexion ihre Handlungskompetenz stärken und ihre psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) gegenüber beruflichen Stressoren erhöhen können.
Der Autor führt eine empirische Felduntersuchung durch, bei der 120 Fragebögen an Studenten und praktizierende Sozialarbeiter ausgegeben wurden, um den Gesundheitsstatus und das Wohlbefinden quantitativ zu analysieren.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Ursachen für Burnout und Depressionen, die Rolle des „Helfersyndroms“, die Bedeutung der professionellen Haltung sowie konkrete Techniken der Meditation, inklusive deren theoretischer Fundierung und praktischer Umsetzung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Soziale Arbeit, Burnout, Meditation, Selbstreflexion, Achtsamkeit, Salutogenese und psychische Gesundheit beschreiben.
Der Autor definiert „Gesundheit“ eher als medizinischen Begriff, während „Gesundsein“ als ein aktiver, bewusst gelebter Weg der Selbstannahme und Achtsamkeit verstanden wird, der auch bei Krankheit ein inneres Gleichgewicht ermöglicht.
Meditation ermöglicht es Sozialarbeitern, den „ewig quasselnden Kopf“ des Verstandes zu beruhigen, Achtsamkeit im Hier und Jetzt zu üben und so Projektionen oder Burnout-Prozesse frühzeitig durch eine distanzierte Beobachterrolle zu erkennen und zu unterbrechen.
Das „Doppelte Mandat“ beschreibt den Konflikt zwischen dem sozialtherapeutischen Auftrag der Hilfe für den Klienten einerseits und den rechtlich-organisatorischen Anforderungen der Institution andererseits, was einen wesentlichen Belastungsfaktor für Sozialarbeiter darstellt.
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