Diplomarbeit, 2002
115 Seiten, Note: sehr gut
Die Diplomarbeit analysiert die Darstellung von Melancholie in Joseph Roths späten Romanen „Das falsche Gewicht", „Radetzkymarsch" und „Die Kapuzinergruft". Sie untersucht, wie Roth die Melancholie seiner Figuren durch verschiedene Masken und Verhaltensweisen ausdrückt.
Das erste Kapitel beleuchtet Roths Biographie und seinen persönlichen Hintergrund, der die literarische Entwicklung des Autors prägte. Kapitel 2 widmet sich der Donaumonarchie und ihrer Bedeutung in Roths Werk. Es analysiert den Einfluss der politischen und sozialen Verhältnisse auf Roths Schreibstil und die Darstellung seiner Figuren. Kapitel 3 konzentriert sich auf „Das falsche Gewicht" und untersucht die tragisch-melancholische Figur des Anselm Eibenschütz sowie seine Beziehung zu den Figuren Leibusch Jadlowker und Kapturak. Das vierte Kapitel behandelt „Radetzkymarsch" und analysiert die schweigsamen Helden und die Trottas, sowie deren Beziehung zu Carl Joseph und dem Bezirkshauptmann. Kapitel 5 befasst sich mit „Die Kapuzinergruft" und analysiert Franz Ferdinands Melancholie und die zerbrochene Welt der Illusionen der jungen Generation des Großbürgertums.
Joseph Roth, Melancholie, Donaumonarchie, „Das falsche Gewicht", „Radetzkymarsch", „Die Kapuzinergruft", Masken, Militär, Großbürgertum, Krieg, Österreich-Ungarn, Exil, Illusion, Entfremdung, Ordnung, Disziplin.
Melancholie ist ein zentrales Motiv. Roths Figuren leiden oft unter einer tiefen Unzufriedenheit und Entfremdung, die sie hinter verschiedenen sozialen Masken verbergen.
Damit sind Verhaltensweisen wie extremer Gehorsam, Disziplin, Ehre und die Flucht in gesellschaftliche Ordnung gemeint, mit denen die Figuren ihre innere Leere überspielen.
Die untergehende Österreich-Ungarische Monarchie dient als Kulisse für den Verlust von Heimat und Identität, was die Melancholie der Charaktere verstärkt.
Er ist eine tragisch-melancholische Figur, die als Eichmeister versucht, Ordnung in einer korrupten Welt zu halten, und letztlich an dieser Aufgabe zerbricht.
Der Roman schildert den Verfall der Familie Trotta über drei Generationen hinweg parallel zum Niedergang der Habsburgermonarchie.
Roths eigene Erfahrung als Exilant und Monarchist prägte seine bedrückte Atmosphäre und die Sehnsucht nach einer verlorenen Welt, die sich in seinen späten Romanen widerspiegelt.
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