Diplomarbeit, 2007
100 Seiten, Note: 2,0
Teil A: Einleitung
1. Einführung
1.1 Intention
1.2 Fragestellung und Aufbau der Arbeit
Teil B: Instrumentarium
2. Mergers&Acquisitions
2.1 Der Begriff Mergers&Acquisitions
2.2 Forschungsinteressen und -ergebnisse
2.2.1 Beweggründe und Zielsetzungen
2.2.1.1 Ökonomische Ziele
2.2.1.2 Persönliche Motive
2.2.2 Die einzelnen Phasen des M&A-Prozesses
2.2.2.1 Ein Überblick
2.2.2.2 Darstellung eines Phasenkonzepts
2.2.3 Erfolg von M&A
2.2.3.1 Erfolgsmessung
2.2.3.2 Einflussfaktoren
3. Unternehmenskultur
3.1 Kultur
3.2 Wissenschaftlicher Forschungskontext
3.2.1 Historische Entwicklung von Unternehmenskultur
3.2.2 Soziologische Einordnung
3.2.3 Organisationstheoretische Ansätze
3.2.3.1 Kulturvergleichende Managementforschung
3.2.3.2 Unternehmenskulturforschung
3.2.3.3 Kognitionstheoretische Ansätze
3.2.3.4 Symboltheoretische Ansätze
3.2.3.5 Strukturalistisch-psychodynamische Ansätze
3.3 Verständnis von Unternehmenskultur
3.3.1 Betrachtungsweisen
3.3.1.1 Funktionalistische Betrachtungsweise
3.3.1.2 Interpretative Betrachtungsweise
3.3.1.3 Integrative Betrachtungsweise
3.3.2 Definition von Unternehmenskultur
3.3.3 Elemente von Unternehmenskultur
3.3.3.1 Kultur als Ideensystem
3.3.3.2 Kultur als beobachtbares Phänomen
3.3.4 Funktionen
3.4. Terminologische Abgrenzung
4. Die Phänomenologie nach Schütz – der sinnhafte Aufbau der Lebenswelt
4.1 Die Lebenswelt
4.1.1 Strukturelle Gliederung
4.1.2 Ordnung und Stabilität
4.1.3 Intersubjektivität
4.2 Sinnhaftes Leben in der Alltagswelt
4.2.1 Handeln und Verstehen
4.2.2 Relevanz und Problemlösung
4.3 Fremdverstehen
4.3.1 Grundzüge des Fremdverstehens
4.3.2 Zeichen und Kommunikation
Teil C: Hauptteil
5. Erarbeitung der forschungsleitenden Hauptannahme
5.1 Überleitende Worte: Anwendung des Instrumentariums (Teil B)
5.2 Hauptannahme
6. Die Rolle der Kommunikation
6.1 Relevante Aspekte betrieblicher Kommunikation
6.2 Zentrale Kommunikationsstrategien
7. Analyse des Einflusses der Management-Kommunikationsstrategie auf die neu entstehende Organisationskultur
7.1 Methodik
7.1.1 Sekundäranalyse
7.1.2 Vorstellung der zentralen Studien
7.2 Sekundäranalyse der einzelnen Kommunikationsstrategien
7.2.1 Frühzeitige und ausführliche Information
7.2.2 Frühzeitige und spärliche Information
7.2.3 Ausführliche Information nach Vertragsabschluss
7.2.4 Spärliche Information nach Vertragsabschluss
Teil D: Schluss
8. Zentrale Ergebnisse und weitere Überlegungen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Einfluss der Management-Kommunikationsstrategie auf die neu entstehende Organisationskultur während eines Mergers&Acquisitions-Prozesses zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob und wie die Kommunikation von Führungskräften die Organisationskultur in gewünschte Bahnen lenken kann oder ob neue kulturelle Muster unabhängig davon entstehen, wobei der Fokus auf einer theoretischen Analyse aus integrativ-phänomenologischer Sicht liegt.
3.1 Kultur
Wenngleich der Begriff Kultur in aller Munde ist, so können die meisten Menschen im Alltag kaum erklären, was sie damit meinen. Jedoch fällt es auch Wissenschaftlern schwer, sich auf eine weitestgehend einheitliche Definition von Kultur zu verständigen. So trugen KROEBER und KLUCKHOHN bereits 1952 über 270 verschiedene Definitionen und Auffassungen von Kultur zusammen, bis heute dürften unzählige mehr existieren (vgl. Unterreitmeier 2004: 19). Eine Auswahl soll die kaum eingrenzbare Vielschichtigkeit dessen, was mit dem Begriff Kultur gemeint ist, verdeutlichen:
„…ein vom Standpunkt des Menschen aus mit Sinn und Bedeutung bedachter endlicher Ausschnitt aus der sinnlosen Unendlichkeit des Weltgeschehens.“ (Weber 1973: 180)
„Kultur ist, so können wir festhalten, das Gedächtnis sozialer Systeme, vor allem des Gesellschaftssystems. Kultur ist, anders gesagt, die Sinnform der Rekursivität sozialer Kommunikation.“ (Luhmann 1995: 47)
„Die Kultur einer Gesellschaft besteht aus all dem, was man wissen oder glauben muß, damit man so handeln kann, daß es für ihre Mitglieder akzeptabel ist. Kultur ist kein materielles Phänomen; sie besteht nicht aus Dingen, Menschen, Verhalten oder Emotionen. Sie ist vielmehr eine Organisation dieser Dinge. Es ist die Form der Dinge, die die Menschen im Kopf haben, ihre Modelle, mit denen sie sie wahrnehmen, in Beziehung setzen oder anderweitig interpretieren.“ (Keesing nach Neuberger/Kompa 1987: 18).
1. Einführung: Die Arbeit erläutert die Intention, das komplexe Umfeld von Unternehmenszusammenschlüssen soziologisch zu untersuchen, und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses der Kommunikation auf Organisationskulturen.
2. Mergers&Acquisitions: Es werden der Begriff, die Phasenkonzepte und die Erfolgsfaktoren von M&A sowie die Bedeutung sozioökonomischer Motive für den Integrationsprozess dargestellt.
3. Unternehmenskultur: Dieses Kapitel gibt einen umfassenden Überblick über den historischen Forschungskontext, soziologische sowie organisationstheoretische Ansätze und definiert Unternehmenskultur als soziales Konstrukt.
4. Die Phänomenologie nach Schütz – der sinnhafte Aufbau der Lebenswelt: Einführung in die phänomenologische Soziologie von Alfred Schütz, wobei insbesondere Begriffe wie Alltagswelt, Intersubjektivität und Fremdverstehen als theoretischer Rahmen für die Arbeit dienen.
5. Erarbeitung der forschungsleitenden Hauptannahme: Zusammenführung des organisationstheoretischen und des soziologischen Rahmens, um die Hauptannahme zu begründen, dass Kommunikationsstrategien die Entstehung der Organisationskultur beeinflussen.
6. Die Rolle der Kommunikation: Darstellung relevanter Formen der betrieblichen Kommunikation und Systematisierung zentraler Kommunikationsstrategien im Kontext von M&A.
7. Analyse des Einflusses der Management-Kommunikationsstrategie auf die neu entstehende Organisationskultur: Anwendung einer Sekundäranalyse von Fallstudien, um die Auswirkungen von vier spezifischen Kommunikationsstrategien (frühzeitig/ausführlich, frühzeitig/spärlich, spät/ausführlich, spät/spärlich) zu untersuchen.
8. Zentrale Ergebnisse und weitere Überlegungen: Zusammenfassung der Analyseergebnisse, die auf die Bedeutung frühzeitiger und offener Kommunikation für eine stabilere kulturelle Integration hinweisen, während Einschränkungen der Beeinflussbarkeit betont werden.
Mergers&Acquisitions, Unternehmenskultur, Organisationskultur, Management-Kommunikation, Kommunikationsstrategie, Integrationsmanagement, Phänomenologie, Alfred Schütz, Organisationswirklichkeit, Interaktion, Mitarbeiterbindung, Fusionsprozess, Unternehmenszusammenschluss, Unternehmenskulturforschung, Soziale Konstruktion
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss das Kommunikationsverhalten des Managements bei Unternehmensfusionen (Mergers&Acquisitions) auf die neu entstehende Kultur innerhalb der Organisation hat.
Die zentralen Themen sind Mergers&Acquisitions aus betriebswirtschaftlicher Sicht, die Definition und das Verständnis von Unternehmenskulturen sowie die phänomenologische Soziologie nach Alfred Schütz als theoretischer Erklärungsrahmen.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Kommunikationsstrategien die Interpretationen und Handlungen der Mitarbeiter im Integrationsprozess beeinflussen und somit die neue Organisationskultur prägen.
Die Verfasserin nutzt eine theoretische Analyse, die mit einer Sekundäranalyse von neun Fallstudien kombiniert wird, um die Wirkungen verschiedener Kommunikationsstrategien aufzuzeigen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Rahmenbedingungen verknüpft, Kommunikationsstrategien systematisiert und anschließend anhand der Fallbeispiele analysiert, wobei zwischen verschiedenen zeitlichen und inhaltlichen Kommunikationsmodi differenziert wird.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Mergers&Acquisitions, Unternehmenskultur, Management-Kommunikation, Phänomenologie (nach Schütz) und Integrationsmanagement.
Sie dient als soziologischer Rahmen, um zu verstehen, wie soziale Wirklichkeit im Kopf der Organisationsmitglieder intersubjektiv konstruiert wird und warum diese Wirklichkeit sich nur begrenzt durch äußere Management-Maßnahmen manipulieren lässt.
Die Autorin stellt fest, dass diese Strategie tendenziell positive Effekte hat, da sie Unsicherheiten vorbeugt und die Grundlage für eine vertrauensvolle Kommunikation schafft, wenngleich sie nicht als alleiniges Allheilmittel für Integrationsprobleme dient.
Diese Strategie wird durchweg negativ bewertet, da sie Kommunikationslücken reißt, die Ängste schüren, Gerüchte befeuern und die Arbeitsmoral der Belegschaft nachhaltig schwächen.
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