Magisterarbeit, 2007
155 Seiten, Note: 2,8
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage (Problem) und Zielstellung der Arbeit
1.2. Die Fragestellung der Arbeit
1.3. Die theoretischen und empirischen Gegenstandsbereiche der Arbeit
1.3.1. Der „Entwicklungsbogen“ von Kuno und Sabine Beller
1.3.2. Pädagogischer Auftrag und Rahmenbedingungen der Kinderkrippe
1.3.3. Die Anwendung des „Entwicklungsbogens“ in der Kinderkrippe
1.4. Die Methodik
1.5. Die Erwartungen an die Arbeit
1.6. Die Anlage der Arbeit
2. Die Gegenstandsbereiche und deren theoretischer Hintergrund
2.1. Der „Entwicklungsbogen“ von Kuno und Sabine Beller
2.1.1. Der Hintergrund des „Entwicklungsbogens“
2.1.1.1. Das Berliner Modell der Kleinkindpädagogik
2.1.1.2. Der theoretische Hintergrund des „Entwicklungsbogens“
2.1.2. Der „Entwicklungsbogen“
2.1.2.1. Aufbau und Inhalt des Bogens
2.1.2.2. Funktionen und Zielsetzungen des Instrumentes
2.1.2.3. Die Anwendung sowie deren Voraussetzungen
2.1.3. Praxiserfahrungen mit dem „Entwicklungsbogen“
2.2. Pädagogischer Auftrag und Rahmenbedingungen der Kinderkrippe
2.2.1. Leistungen, Funktionen und Charakteristik einer Kinderkrippe
2.2.2. Erziehung und Bildung im frühkindlichen Kontext
2.2.3. Die konstruktivistische Sicht auf das Kind
2.2.4. Der Hintergrund des Bildungsauftrages in Kindertageseinrichtungen
2.2.4.1. Der Impetus zur Einführung eines Bildungsauftrages
2.2.4.2. Das Bundesmodellprojekt als Vorläufer des sächsischen Modellprojektes
2.2.4.3. Das Modellprojekt: „Implementierung des Bildungsauftrages in die Kindertagesstätten der Stadt Leipzig“
2.2.4.4. Wie kann aus einer Kindertagesstätte eine Bildungseinrichtung werden?
2.2.5. Rahmenbedingungen in der pädagogischen Praxis
2.3. Die Anwendung des Beobachtungsinstrumentes „Entwicklungsbogen“ in der Kinderkrippe
2.3.1. Die Charakteristik der Beobachtung
2.3.1.1.Was heißt beobachten?
2.3.1.2. Welche Merkmale hat eine Beobachtung?
2.3.1.3. Was unterscheidet eine zufällige Alltagsbeobachtung von einer wissenschaftlichen Beobachtung?
2.3.1.4. Welche Zielstellungen kann eine Beobachtung verfolgen?
2.3.2. Der Stellenwert der Beobachtung im pädagogischen Alltag
2.3.3. Die Anwendung des „Entwicklungsbogens“ als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis
2.3.3.1. Die Beobachtungen anhand strukturierter Beobachtungsbögen
2.3.3.2. Die teilnehmende Beobachtung als sozialer Prozess im pädagogischen Alltag
2.3.4. Die Problematik der Beobachtung
2.3.4.1. Was beeinflusst die Beobachtung?
2.3.4.2. Fehlerquellen und Probleme bei der Beobachtung
2.3.5. Konsequenzen aus den Beobachtungen
3. Methodik
3.1. Der Methodenteil im Rahmen der Gesamtarbeit
3.2. Qualitative Daten
3.3. Die Erhebungsverfahren
3.3.1. Die Spezifik und Erstellung des Fragebogens
3.3.2. Die Spezifik und Erstellung des qualitativen Interviews
3.4. Die Stichprobe (Auswahlkriterien und Zusammensetzung)
3.5. Die Durchführung der Erhebung
3.5.1. Die schriftliche Erhebung mittels Fragebogen
3.5.2. Die mündliche Befragung mittels Einzelinterview
3.6. Die Auswertung der Erhebung
3.6.1. Die Auswertung der Fragebögen
3.6.2. Die Auswertung der Interviews
4. Die Ergebnisse der Erhebung
4.1. Zur Darstellung der Ergebnisse
4.2. Die Ergebnisdarstellung der Interviews
4.2.1. Die Einzelinterviews
4.2.1.1. Das Interview mit Frau Alpha
4.2.1.2. Das Interview mit Frau Beta
4.2.1.3. Das Interview mit Frau Gamma
4.2.1.4. Das Interview mit Frau Delta
4.2.1.5. Das Interview mit Frau Epsilon
4.2.2. Die Zusammenfassung aller Interviews
4.3. Die Ergebnisdarstellung der Fragebögen
5. Die Diskussion der Erhebung
5.1. Die Diskussion im Rahmen der Gesamtarbeit
5.2. Die Kinderkrippe und ihre Rahmenbedingungen als Grundlage für die Anwendung des „Entwicklungsbogens“
5.2.1. Allgemeine Einschätzungen der Erzieherinnen über die Anwendung des „Entwicklungsbogens“
5.2.2. Die Aus- und Weiterbildung der Erzieherinnen
5.2.3. Die Informationsgewinnung fachlich relevanter Informationen sowie der fachliche Dialog in der untersuchten Einrichtung
5.2.4. Die Rahmenbedingungen und die Beschäftigungssituation in der konsultierten Einrichtung
5.2.5. Die Beobachtungspraxis der untersuchten Einrichtung
5.2.6. Die Anwendung des Entwicklungsbogens mit seiner Spezifik
5.2.7. Die Antwort auf die im Rahmen dieser Arbeit gestellten Frage
5.3. Die Diskussion der Methode
5.3.1. Die empirischen Methoden Fragebogen und Interview
5.3.2. Die durchgeführte Erhebung
6. Die Reflexion der Arbeit und Ausblick
6.1. Die Reflexion der Arbeit
6.2. Der Ausblick- Die Situation vor und nach der Betrachtung der Fragestellung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendungserfahrungen von Erzieherinnen bei der Nutzung des Beobachtungsinstrumentes „Entwicklungsbogen“ von Kuno und Sabine Beller in einer Leipziger Kinderkrippe. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie das pädagogische Fachpersonal die Handhabung des Bogens im Krippenalltag bewertet und welche Auswirkungen dies auf ihre pädagogische Praxis sowie die Wahrnehmung der Kinder hat, unter Berücksichtigung der spezifischen institutionellen Rahmenbedingungen.
2.3.4.1. Was beeinflusst die Beobachtung?
Die folgenden Ausführungen sind deswegen wichtig, weil die Erzieher bei der Beobachtung unweigerlich mit Problematiken konfrontiert werden, denen sie sich nicht gänzlich entziehen können.
„Beobachtung und Dokumentation brauchen einen für sie günstigen zeitlichen und organisatorischen Rahmen.“ Rahmenbedingungen beeinflussen auf einfach vorzustellende Weise die Beobachtungen. Es ist gut nachzuvollziehen, dass Erzieher, die sich um viele Kinder kümmern müssen, umso weniger Zeit für gezielte Beobachtungen haben. Zeitmangel führt dazu, sich auf die Bewältigung des Kinderkrippenalltages zu konzentrieren, so dass Aufmerksamkeit für Besonderheiten der Kinder fehlen kann. Es ist nicht auszuschließen, dass es Fachkräfte gibt, die diese „Doppelaufgabe“ durchaus bewältigen können, so ist das Problem der fehlenden Zeit doch ein wichtiger Faktor, der aufmerksame Beobachtungen resp. die Beobachtungsfähigkeit verhindern oder wenigstens beeinflussen kann.
Folgende Werthaltungen und psychische Komponenten des individuellen und gesellschaftlichen menschlichen Seins lenken und steuern die Beobachtung und damit die menschliche Wahrnehmung: Einstellungen, persönliche und gesellschaftliche Erwartungen (Normen), Wissen, Motivation, Interessen, Aufmerksamkeit (Wahrnehmungsgesetzlichkeiten), individuelles Befinden der Akteure und deren Ziele sowie die Person des Beobachters und schließlich die Beziehung zwischen den Akteuren.
Die Gesetzlichkeiten der visuellen Wahrnehmungsprozesse sollen hier nicht vergessen werden, da diesen letztlich alle Menschen unterliegen und Beobachtungen hauptsächlich visuell gemacht werden, wenn auch akustische Informationen in das Beobachtungsgeschehen einfließen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Anwendung des „Entwicklungsbogens“ ein und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise.
2. Die Gegenstandsbereiche und deren theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Beller’schen Entwicklungsbogens, den pädagogischen Auftrag der Kinderkrippe sowie die komplexen Anforderungen an die systematische Beobachtung im pädagogischen Alltag.
3. Methodik: Hier werden die eingesetzten empirischen Verfahren – eine Kombination aus schriftlichen Fragebögen und qualitativen Experteninterviews – sowie deren Auswahl und Durchführung im institutionellen Kontext begründet.
4. Die Ergebnisse der Erhebung: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten aus den Interviews und Fragebögen, wobei die Anwendungserfahrungen und Einschätzungen der befragten Erzieherinnen zusammenfassend dargestellt werden.
5. Die Diskussion der Erhebung: Die Ergebnisse werden hier kritisch interpretiert, wobei insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Rahmenbedingungen, Beobachtungspraxis und der praktischen Anwendung des Entwicklungsbogens erörtert werden.
6. Die Reflexion der Arbeit und Ausblick: Diese Reflexion schließt die Arbeit mit einer methodischen Einordnung des Forschungsprozesses ab und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung professioneller Beobachtungsverfahren in der frühkindlichen Bildung.
Entwicklungsbogen, Kuno und Sabine Beller, Beobachtung, Kinderkrippe, frühkindliche Bildung, Bildungsauftrag, qualitative Sozialforschung, pädagogische Praxis, Erzieherinnen, Entwicklungsprofil, Beobachtungspraxis, Rahmenbedingungen, Bildungsmanagement, Dokumentation, professionelle Bildungsarbeit.
Die Arbeit analysiert die praktische Anwendung des Beobachtungsinstrumentes „Entwicklungsbogen“ von Kuno und Sabine Beller in einer Leipziger Kinderkrippe und untersucht, wie Erzieherinnen dieses Instrument bewerten.
Zentrale Themen sind die frühkindliche Pädagogik, der institutionelle Bildungsauftrag, die Methoden systematischer Verhaltensbeobachtung sowie die Einflüsse von Arbeitsbedingungen auf pädagogische Prozesse.
Das Ziel ist es, Anwendungserfahrungen und die Einschätzung der Erzieherinnen zum „Entwicklungsbogen“ zu erfassen und zu verstehen, ob und wie das Instrument im Krippenalltag zur individuellen Entwicklungsförderung beiträgt.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer Kombination aus schriftlichen Fragebögen zur Datenerhebung bei den Fachkräften und vertiefenden, teilstrukturierten Einzelinterviews basiert.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Beller-Entwicklungstabelle, der gesetzliche Bildungsauftrag in Sachsen sowie die konkreten Ergebnisse der empirischen Datenerhebung diskutiert.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Entwicklungsbogen, Beobachtung, Kinderkrippe, frühkindliche Bildung und pädagogische Professionalität beschreiben.
Die Arbeit zeigt, dass die Anwendung des Bogens sehr zeitintensiv ist, während die institutionellen Rahmenbedingungen – wie der Personalschlüssel und fehlende Vor- und Nachbereitungszeiten – keinen entsprechenden Freiraum bieten, was zu einer hohen Belastung führt.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Bogen zwar eine nützliche Grundlage für die individuelle Einschätzung und Elterngespräche bietet, seine professionelle Anwendung jedoch unter den aktuellen Rahmenbedingungen der Kinderkrippe fragwürdig bleibt und eine längere Erprobungsphase erfordert.
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