Examensarbeit, 2007
77 Seiten
A. Einleitung
B. Theologische Grundlagen
I. Biblische Grundlagen
1. Kanonisch
a) Die Engel im Alten Testament
b) Engel im Neuen Testament
2. Nichtkanonische Schriften: Die Apokryphen des Alten- und Neuen Testamentes
a) Tobit/Tobitbuch
II. Theologiegeschichtliche Grundlagen
1. Die Gestalt des Engels in der Theologiegeschichte von der Antike bis zur Gegenwart
C. Brennpunkte der Engelphänomenologie
I. Die Engelsgestalt innerhalb der Kunstgeschichte
II. Die Engelwesen der modernen Unterhaltungsmedienkultur
1. Die Engel im Film Der Himmel über Berlin
D. Die Engelesoterik
I. Die Esoterik des New Age
II. Methoden des Kontakts zwischen Mensch und Engel
1. Channeling
III. Internationaler Engeltag 2007
1. Vorträge
a) Alexa Kriele: Engel und die himmlische Mutter
b) Sabrina Fox: Von Engeln begleitet – Engel im Alltag
c) Cecilia Sifontes: Engelreise ins Licht
d) Ingrid Auer: Arbeit mit den Engelsymbolen
2. Engelmarkt im Kongresshaus
IV. Die Engelgestalt der Esoterik
E. Kritisch-theologische Auseinandersetzung mit der Engelesoterik
F. Religionspädagogische Reflektion und Aufbereitung der Themenfelder »Engel« und »Engel in der Esoterik« für die Grund-, Haupt- und Werkrealschule
G. Schluss
H. Bibliographie
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, das Engelverständnis der Esoterik sowie die damit verbundenen Transformationsprozesse des ursprünglich christlichen Engelbildes kritisch zu untersuchen und deren Vereinbarkeit mit evangelisch-christlichen Grundsätzen zu hinterfragen.
a) Die Engel im Alten Testament
Der erste Auftritt eines Engelwesens innerhalb der heiligen Schrift steht in engem Zusammenhang mit der Erzählung des Sündenfalls der ersten Menschen. Adam und seine Frau Eva unterliegen der Verführung der Schlange und werden von Gott aus dem Garten Eden verbannt. Als Hüter des Weges zurück zum paradiesischen Leben beauftragt Gott besondere Wächterwesen: „Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens“ (Gen 3,24). Diese starken Wesenheiten, die sich aus dem assyrischen Vorbild der Keruben innerhalb des althebräischen Kultes herausgebildet haben, sind zusammen mit den Seraphim die mächtigsten und am ausführlichsten beschriebenen Engelgestalten der Bibel.
In der ersten und zweiten Vision des Propheten Hesekiel, der im 6. Jahrhundert vor Christus ins Exil nach Babylon gebracht worden war, findet sich eine eingehende Darstellung der Cherubim.
Hesekiel schildert das äußere Erscheinungsbild der Cheruben sehr genau. Nach ihm sind es feurige und vierfach geflügelte Wesen mit vier Köpfen. Jeder Cherub hat einen Menschen-, Löwen-, Stier- und Adlerkopf (vgl. Hes 1,6-10). Die Flügel der Cherubim werden auch separat beschrieben, wobei besonders das Geräusch, welches diese erzeugen, einen starken Eindruck beim Propheten hinterlässt: „Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, ein Getöse wie in einem Heerlager“ (Hes 1,24). Die unmittelbare Nähe der Cherubim zu Gott und ihre damit verbundene Herrlichkeit wird hier klar ersichtlich durch die Analogie des Geräusches der Flügel und der Stimme des Allmächtigen.
In der Schau des Hesekiel existiert noch ein weiteres durchgängiges Merkmal, das die kosmische Größe der Cherubim verdeutlicht. Zu Beginn der ersten Vision des Propheten wird es folgendermaßen beschrieben: „Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer“ (Hes 1,4-7). Wie in der Geschichte des Sündenfalls, wird auch in den Visionen des Hesekiel vom Element Feuer in Verbindung mit den Cherubim berichtet. Es sind Lichtwesen, die durch flammende und blitzende Bestandteile ihres Körpers strahlen.
A. Einleitung: Darstellung der Popularität von Engeln in der Postmoderne und Formulierung der Fragestellung zur Engelesoterik.
B. Theologische Grundlagen: Erläuterung des biblischen Engelverständnisses und der theologischen Entwicklung der Angelologie von der Antike bis zur Gegenwart.
C. Brennpunkte der Engelphänomenologie: Betrachtung der Engel in Kunstgeschichte und Film (Wim Wenders) als Spiegel menschlicher Vorstellungen.
D. Die Engelesoterik: Analyse der New-Age-Esoterik, ihrer Kontaktmethoden (Channeling) und der praktischen Umsetzung auf dem Internationalen Engeltag 2007.
E. Kritisch-theologische Auseinandersetzung mit der Engelesoterik: Theologische Bewertung der Diskrepanz zwischen christlichem Glauben und esoterischer Transformation.
F. Religionspädagogische Reflektion...: Entwicklung eines Konzepts zur schulischen Aufarbeitung der Themenfelder für den Religionsunterricht.
G. Schluss: Zusammenfassende kritische Bilanz über die Verfremdung biblischer Engelbilder durch die Engelesoterik.
H. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Engel, Engelesoterik, New Age, Theologie, Angelologie, Religionspädagogik, Channeling, Schutzengel, Transformation, Gottesoffenbarung, Esoterik, Spiritualität, Religionsunterricht, Bibel, Exegese
Die Arbeit untersucht das moderne Phänomen der Engelesoterik im Vergleich zum evangelisch-christlichen Engelbild.
Biblische Angelologie, Darstellung von Engeln in Kunst und Medien sowie eine kritisch-theologische Analyse der esoterischen New-Age-Bewegung.
Aufzeigen der Transformationsprozesse des ursprünglichen Engelbildes und Bewertung der Vereinbarkeit mit christlicher Lehre.
Es wird eine systematisch-theologische Analyse sowie eine religionspädagogische Reflexion auf Basis biblischer Quellen und aktueller esoterischer Literatur durchgeführt.
Neben den theoretischen Grundlagen analysiert der Autor die Methoden esoterischer Praxis (Channeling) und reflektiert diese pädagogisch für die schulische Aufklärungsarbeit.
Engel, Engelesoterik, New Age, Transformation, Christologie, Religionspädagogik.
Biblisch gesehen greift Gott von außen ein; in der Esoterik findet die Engelbegegnung durch den Menschen (inner-menschlicher Raum) statt.
Es wird vor Ich-Inflation, Narzissmus, Identitätsverlust (Ich-Desintegration) und der Manipulation durch sogenannte Seelenfänger gewarnt.
Der Unterricht sollte das Interesse der Schüler an Engeln nutzen, um ein biblisch fundiertes Basiswissen zu vermitteln und Aufklärungsarbeit über die Gefahren der Esoterik zu leisten.
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