Examensarbeit, 2006
132 Seiten, Note: 1,5
Einleitung
Ziele der Arbeit
A Einführender Teil
1 Biotechnologie - Worum geht es überhaupt ?
2 Stammzellen – Was ist das ?
2.1 Allgemeines
2.2 Embryonale Stammzellen (ESZ)
2.3 Murine embryonale Stammzellen (mESZ)
2.3.1 Charakterisierung mESZ
2.4 Humane embryonale Stammzellen (hESZ)
2.4.1 Vergleich zu mESZ
2.5 Embryonale Keimzellen (EGZ)
2.6 Embryonale Karzinomzellen (ECZ)
2.7 Somatische Stammzellen (SSZ)
2.7.1 Betrachtung einiger somatischer Stammzelltypen
2.7.2 Risiken und Probleme der Verwendung somatischer Stammzellen
2.8 Embryonale Stammzellen oder Alternativen ?
3 Einige Methoden
3.1 Reproduktives Klonen, therapeutisches Klonen
3.2 In-vitro-Fertilisation (IVF)
3.3 Präimplantationsdiagnostik (PID)
4 Stammzellen und Gesellschaft
4.1 Biotechnologie - Entstehung und Bedeutung für Deutschland
4.2 Akzeptanz der Biotechnologie in Deutschland
B Diskursiver Teil
5 Juristische Perspektive
5.1 Ausgewählte Gesetze
5.2 Internationaler Vergleich
5.3 Die Situation in Deutschland
5.3.1 Der Embryo und das Grundgesetz
5.3.2 Der Embryo und die Einfachgesetze
5.3.3 Die Abtreibungsproblematik
5.3.4 Nationaler Ethikrat (NER)
5.3.5 Die Nidation und ihre Bedeutung für den rechtlichen Status des (In vitro-) Embryos
6 Ethische Perspektive
6.1 Was ist Ethik ?
6.1.1 Das Ungenannte und sein Einfluss
6.1.2 Die Argumente
6.1.2.1 Direkte Argumente
6.1.2.2 Indirekte Argumente
7 Abschließender Kommentar
Das Hauptziel der Arbeit ist es, einen verständlichen Überblick über die Stammzellforschung zu geben, der über eine rein wissenschaftliche Abhandlung hinausgeht. Die Forschungsfrage kreist um die ethische und juristische Bewertung der Stammzellforschung, insbesondere im Hinblick auf den Status des Embryos und die daraus resultierenden Dilemmata für die Gesellschaft und den Einzelnen.
2. Stammzellen – Was ist das ?
„Noch nie zuvor konnten wir in die Zukunft blicken, bei keinem der vielen Aspekte unseres Lebens. Aber diese neuen Kenntnisse werden es uns im Wesentlichen erlauben, die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Entwicklungen vorherzusagen. Und ich glaube, noch niemand hat erfasst, was das wirklich bedeutet.“ (Trounson 1998. In: Wormer 2003, S. 10).
Es geht bei der Stammzell-Forschung zumindest zum momentanen Zeitpunkt noch gar nicht so sehr um eventuelle praktische Anwendungen. So weit, dass Produkte, wie ein zuverlässiges Krebsmittel, oder eine nervenzellenregenerierendes Agens zur Marktreife entwickelt worden sind, sind wir noch lange nicht, auch wenn bereits an ähnlichen Projekten geforscht wird. Vielmehr dreht sich die Forschung im Moment vorrangig um die Grundlagen, die alles andere bedingen. Die noch immer nicht restlos geklärten Fragen, welche die Stammzellforschung aktuell beschäftigen, sind jene nach Steuerungsmechanismen, die aus einer Stammzelle, insbesondere den sogenannten embryonalen Stammzellen, eine hochspezialisierte Körperzelle machen, nach Faktoren die die Embryonalentwicklung beeinflussen, oder wie gezielt bestimmte Zelltypen oder Gewebe im Labor oder im Körper aus Stammzellen erzeugt werden können. Erst wenn man hier Fortschritte erreicht, kann man eine gewisse Handlungssicherheit in der Forschung erlangen.
Ein hierfür wichtiges Wissensgebiet ist die Embryologie, die sehr detaillierte Einblicke in die vorgeburtliche Entwicklung von Lebewesen aufzeigt. Genau zu verstehen wann, warum und wodurch eine Zelle angeregt wird, sich von einer pluripotenten Zelle zu einer linksventrikulären Herzmuskelzelle zu differenzieren, dass ist das Geheimnis, das es zu ergründen gilt. Ziel muss es sein ein Rezept mit einem präzisen Ablaufschema zu finden, gelänge dies, wären die gegebenen Heilungsversprechen nicht länger unerreichbar. Aber wie so oft ist es unendlich schwierig alle internen und externen Faktoren, die eine Differenzierung begleiten restlos zu entschlüsseln. Immer noch sind bei weitem nicht alle Mechanismen verstanden, über die Zellen miteinander in Kontakt treten. Stetig werden neue Faktoren wie Enzyme, Zelloberflächenmarker oder auch Gene gefunden, die eine bestimmte Rolle in der Entwicklung der Zelle einnehmen und oft öffnen diese wiederum eine neue Tür, hinter der sich ein weiterer noch gänzlich unbekannter Raum befindet, den es zu kartieren gilt.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Begriffe Hybris und Vermessenheit im Kontext biomedizinischer Forschung und betont die Notwendigkeit, den Menschen in den Mittelpunkt der Debatte zu stellen.
Ziele der Arbeit: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Untersuchung, die einen ersten theoretisch-biologischen Teil mit einem zweiten juristisch-ethischen Diskussionsteil verknüpft.
A Einführender Teil: Dieser Teil legt die Grundlagen der Biotechnologie, definiert verschiedene Stammzelltypen und beschreibt aktuelle Forschungsmethoden sowie deren Potenzial und Risiken.
B Diskursiver Teil: Dieser Teil widmet sich der kritischen Auseinandersetzung mit den juristischen und ethischen Dimensionen der Stammzellforschung in Deutschland und im internationalen Vergleich.
Stammzellen, Biotechnologie, Embryonenschutz, Stammzellgesetz, Klonen, PID, Ethik, Forschungsfreiheit, Menschenwürde, Embryogenese, Nidation, Reproduktive Medizin, Somatische Stammzellen, Totipotenz, Pluripotenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Fortschritt in der Stammzellforschung und den daraus resultierenden moralisch-rechtlichen Grenzen in einer Gesellschaft.
Die Themen umfassen die biologische Definition von Stammzellen, rechtliche Regelungen in Deutschland und anderen Ländern sowie die ethische Diskussion über den Status des menschlichen Embryos.
Ziel ist es, einen verständlichen Überblick über die Stammzellforschung zu geben, um Lesern eine informierte Meinungsbildung zu komplexen ethischen Dilemmata zu ermöglichen.
Die Arbeit ist als diskursive Untersuchung angelegt, die naturwissenschaftliche Fakten mit juristischen Leitsätzen des Bundesverfassungsgerichts und ethischen Argumentationsmodellen verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in einen einführenden biologischen Teil über Zelltypen und Forschungsmethoden sowie einen diskursiven Teil über die juristische und ethische Bewertung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stammzellen, Embryonenschutz, Menschenwürde, Forschungsethik und Biotechnologie zusammenfassen.
Die Arbeit erörtert, ob die Nidation als entscheidende Zäsur für den Grundrechtsschutz dient und wie die aktive Herbeiführung der Befruchtung im Labor den Status des extrakorporalen Embryos rechtlich beeinflusst.
Die Nidation markiert im deutschen Embryonenschutzgesetz einen wichtigen Zeitpunkt, an dem das Gesetz seine Anwendung auf den Embryo verliert und andere Schutzmechanismen greifen.
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