Magisterarbeit, 2007
91 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Erkenntnistheoretische Vorüberlegungen
1.3 Aufbau und Gliederung
2 Begriffserklärung
2.1 Sozialer Wandel
2.2 Organisation
2.2.1 Organisationsverständnis im Rahmen dieser Arbeit
2.2.2 Kontingenz als Ursprung von Wandel
2.3 Organisationaler Wandel
2.3.1 Gegenstand des organisationalen Wandels
2.3.2 Formen des organisationalen Wandels
2.3.3 Widerstände gegen Wandel
2.4 Lernen von Organisationen
3 Gesellschaftliche Bedeutung von Wissen
3.1 Wissensgesellschaft
3.1.1 Frühere Ansätze
3.1.2 Weiterentwicklung des Begriffs der Wissensgesellschaft seit den 1990er Jahren
3.1.3 Wissensgesellschaft und Globalisierung
3.1.4 Kritik des Konzepts der Wissensgesellschaft
3.2 Wissen
3.2.1 Begriffliche Abgrenzung
3.2.2 Wissen und Normen
3.2.3 Wissen und Information
3.2.4 Wissen und Institutionalisierung
3.2.5 Wissen als Produktionsfaktor
3.2.6 Wissen und Organisation
3.3 Organisation in der Wissensgesellschaft
4 Überblick über theoretische Ansätze aus der Organisationswissenschaft zum Wandelverständnis
4.1 Wissenschaftstheoretische Grundüberlegung zur Gegenüberstellung verschiedener Ansätze
4.2 Systemtheorie in der Tradition von Niklas Luhmann
4.2.1 Komplexitätsreduktion als Aufgabe der Organisation
4.2.2 Entscheidung, Kommunikation und Handlung in Organisationen
4.2.3 Struktur der Organisation
4.2.4 Organisationaler Wandel
4.2.5 Kritische Ergänzungen
4.2.6 Systemtheorie in der Managementlehre
4.2.7 Zusammenfassung unter dem Blickwinkel dieser Arbeit
4.3 Theorie der Strukturierung von Anthony Giddens
4.3.1 Handlungsanalyse
4.3.2 Strukturanalyse
4.3.3 Sozialer Wandel und Theorie der Strukturierung
4.3.4 Kritische Ergänzungen
4.3.5 Zusammenfassung unter dem Blickwinkel dieser Arbeit
4.4 Neoinstitutionalistische Ansätze
4.4.1 Neoinstitutionalistisches Organisationsverständnis
4.4.2 Makroinstitutionalistischer Ansatz
4.4.3 Mikroinstitutionalistischer Ansatz
4.4.4 Institutioneller Wandel
4.4.5 Kritische Ergänzungen
4.4.6 Zusammenfassung unter dem Blickwinkel dieser Arbeit
4.5 Evolutionstheoretische Ansätze
4.5.1 Biologischer Ursprung der Theorie
4.5.2 Grundkonzeption des Population Ecology-Ansatzes von Hannan und Freeman
4.5.3 Konzept von McKelvey und Aldrich
4.5.4 Organizational Change
4.5.5 Zusammenfassung unter dem Blickwinkel dieser Arbeit
4.6 Auswertender Vergleich der theoretischen Grundlagen
5 Lernen von Organisationen
5.1 Theoretische Ausgangsüberlegungen
5.2 Konzept der lernenden Organisation
5.2.1 Lernende Organisation
5.2.2 Organisationales Lernen
5.2.3 Organisationale Intelligenz
5.2.4 Wissensmanagement
5.3 Kritik und Ergänzung des Konzepts der lernenden Organisation
6 Empirische Studien
6.1 Hintergrund für die Auswahl der Untersuchungen
6.2 Systemische Perspektive auf organisationale Veränderungen
6.2.1 Beschreibung der empirischen Untersuchung
6.2.2 Analyse der Wirkung strategischer Wandelinitiativen auf die Identität der Organisation
6.2.3 Überprüfung des Zusammenhangs von Theorie und Praxis
6.2.4 Auswertung
6.3 Ressourcensteigerung im strategischen Netzwerk
6.3.1 Beschreibung der empirischen Untersuchung
6.3.2 Überprüfung des Zusammenhangs von Theorie und Praxis
6.3.3 Auswertung
6.4 Inkrementale Änderung einer Organisation
6.4.1 Beschreibung der empirischen Untersuchung
6.4.2 Analyse der Ergebnisse
6.4.3 Überprüfung des Zusammenhangs von Theorie und Praxis
6.4.4 Auswertung
6.5 Veränderungsdynamik in Organisationen (Ulrike Froschauer)
6.5.1 Beschreibung der empirischen Untersuchung
6.5.2 Ergebnisse der Untersuchung
6.5.3 Überprüfung des Zusammenhangs von Theorie und Praxis
6.5.4 Auswertung
6.6 Auswertender Vergleich der empirischen Untersuchungen
7 Resümee und Ausblick
Diese Arbeit untersucht den sozialen Wandel innerhalb von Organisationen unter den spezifischen Bedingungen der Wissensgesellschaft. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob und wie Organisationen durch organisationales Lernen auf diese dynamischen Veränderungen reagieren und ihre Zukunftsfähigkeit sichern können, wobei theoretische Modelle anhand empirischer Praxisbeispiele einer kritischen Überprüfung unterzogen werden.
1.2 Erkenntnistheoretische Vorüberlegungen
In Rahmen dieser Arbeit wird ein abbildtheoretisches Paradigma, in welchem davon ausgegangen wird, dass die Wirklichkeit durch bestimmte Gesetzmäßigkeiten gekennzeichnet ist und unabhängig vom beobachtenden Menschen als gegebene Entität untersucht werden kann (Rüegg-Stürm 2003, S. 24), abgelehnt. In diesen abbildtheoretischen Ansätzen ist Ziel durch sorgfältige Beobachtung eine abbildartige Vorstellung von der bestimmten Wirklichkeit im Sinne eindeutigen Wissens zu erhalten. Danach wird unter wissenschaftlichem Arbeiten die auf objektive Weise möglichst genaue Beschreibung der Wirklichkeit und die Erklärung in Form universal gültiger Gesetze verstanden (Rüegg-Stürm, S. 24f.).
Hier wird im Gegensatz dazu im Rahmen eines konstruktivistischen oder interpretativen Paradigmas operiert. Danach wird davon ausgegangen, dass es keine objektive Wirklichkeit gibt, sondern immer ein konstruktiver Prozess der Wissensgenese vorliegt. Andererseits besteht kein Wissen, das nicht mit der Inszenierung von Wirklichkeit verknüpft ist (Rüegg-Stürm 2003, S. 29). Wie Berger und Luckmann (1980) ausführen, ist Wirklichkeit sozial ausgehandelt und gleichzeitig werden zur Gewohnheit gewordene Handlungen typisiert, institutionalisiert und legitimiert, sodass diesen ein objekthafter Charakter zukommt.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problematik des organisationalen Wandels in der Wissensgesellschaft dar und definiert die zentralen Fragestellungen nach der Beschreibbarkeit des Wandels und der Lernfähigkeit von Organisationen.
2 Begriffserklärung: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen von sozialem und organisationalem Wandel sowie das Verständnis von Organisation und organisationalem Lernen als theoretische Basis erarbeitet.
3 Gesellschaftliche Bedeutung von Wissen: Dieses Kapitel analysiert das Konzept der Wissensgesellschaft und erörtert die Rolle von Wissen, Information und Institutionalisierung in modernen Organisationsumfeldern.
4 Überblick über theoretische Ansätze aus der Organisationswissenschaft zum Wandelverständnis: Hier werden zentrale organisationstheoretische Strömungen wie die Systemtheorie, Strukturationstheorie, der Neoinstitutionalismus und evolutionstheoretische Ansätze in Bezug auf ihre Erklärungskraft für Wandelprozesse gegenübergestellt.
5 Lernen von Organisationen: Dieses Kapitel expliziert das Managementkonzept der lernenden Organisation als Antwort auf die Anforderungen der Wissensgesellschaft und thematisiert kritische Erfolgsfaktoren.
6 Empirische Studien: Dieser Hauptteil präsentiert und analysiert verschiedene Fallstudien aus der Unternehmenspraxis, um die theoretischen Erkenntnisse zu Wandel und organisationalem Lernen in realen Kontexten zu validieren.
7 Resümee und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Möglichkeiten sowie Grenzen von Organisationen, sich in der Wissensgesellschaft durch Lernen zukunftsfähig aufzustellen.
Sozialer Wandel, Organisationaler Wandel, Wissensgesellschaft, Organisationstheorie, Organisationales Lernen, Lernende Organisation, Systemtheorie, Konstruktivismus, Wissensmanagement, Identität, Empirische Studien, Strukturierungstheorie, Neoinstitutionalismus, Evolutionstheorie, Wissensbasierung
Die Arbeit analysiert, wie Organisationen in der heutigen Wissensgesellschaft mit dynamischen Wandelprozessen umgehen und ob das Konzept der "lernenden Organisation" eine praxisgerechte Antwort auf diese Herausforderungen darstellt.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung des organisationalen Wandels, das Verständnis von Wissen als Ressource und Produktionsfaktor sowie die empirische Untersuchung von Anpassungs- und Lernprozessen in Organisationen.
Das Hauptziel ist es, theoretische Ansätze zum organisationalen Wandel kritisch zu diskutieren und ihre Anwendbarkeit auf konkrete empirische Wandelprozesse in der Wissensgesellschaft zu prüfen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener organisationstheoretischer Ansätze sowie auf der vergleichenden Auswertung bereits publizierter empirischer Fallstudien, um die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen.
Der Hauptteil widmet sich zunächst der detaillierten Vorstellung theoretischer Wandelansätze, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse der lernenden Organisation und einer empirischen Überprüfung dieser Konzepte an verschiedenen Fallbeispielen.
Wichtige Begriffe sind Wissensgesellschaft, organisationaler Wandel, systemtheoretische Organisationsanalyse, organisationales Lernen und strukturationstheoretische Ansätze.
Die Autorin stellt fest, dass Organisationen zwar Lernprozesse initiieren, aber bislang nur selten die Kriterien einer voll entwickelten "lernenden Organisation" erfüllen, da oft grundlegende Routinen und Machtstrukturen nicht hinterfragt werden.
Der Bankensektor wird als Beispiel für eine wissensintensive Branche herangezogen, um zu illustrieren, wie zunehmende Komplexität und die Notwendigkeit zur Wissensgenerierung den Druck zu organisationalem Wandel und Lernen erhöhen.
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