Masterarbeit, 2007
125 Seiten, Note: 2
1. Einführung
1.1 Ausgangssituation für Unternehmen
1.2 Ausgangssituation für die Instandhaltung in Unternehmen
1.3 Zielsetzung und Ablauf der Untersuchung
1.4 Forschungsstand
2. Grundlagen des Instandhaltungsmanagements
2.1 Bedeutung der Instandhaltung
2.2 Entwicklungstendenzen in der Instandhaltung
2.3 Begriffe der Instandhaltung
2.4 Ziele der Instandhaltung
2.5 Definition Instandhaltungsmanagement
3. Hauptaspekte des Instandhaltungsmanagements
3.1 Instandhaltungsstrategien und Instandhaltungsmethoden
3.1.1 Schadensorientierte Instandhaltung (SIH)
3.1.2 Vorbeugende Instandhaltung (VIH)
3.1.3 Zustandsorientierte Instandhaltung (CBM)
3.1.4 Risikobasierte Inspektion (RBI)
3.1.5 Zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung (RCM)
3.1.6 Umfassende produktive Instandhaltung (TPM)
3.1.7 Zuverlässigkeitsbasierte Instandhaltung (RBM)
3.2 Organisation der Instandhaltung
3.2.1 Eingliederung der Instandhaltung in Unternehmen
3.2.2 Unternehmensinterne Instandhaltungsorganisation
3.2.2.1 Zentrale und dezentrale Instandhaltung
3.2.2.2 Integrierte Instandhaltung
3.2.2.3 Fremdinstandhaltung
3.3 Instandhaltungscontrolling
3.3.1 Definition Instandhaltungscontrolling
3.3.2 Ziele des Instandhaltungscontrollings
3.3.3 Prozess des Instandhaltungscontrollings
3.3.4 Informationssystem in der Instandhaltung
3.3.5 Kennzahlensystem in der Instandhaltung
4. Auswahl von Instandhaltungsstrategien
4.1 Kriterien für die Strategiewahl
4.1.1 Auswahlkriterien für Strategien
4.1.2 Ausschlusskriterien für Strategien
4.2 Darstellung eines Strategieauswahlverfahrens
4.2.1 Festlegung eines Auswahlverfahrens
4.2.2 Schaffung des Auswahlverfahrens
4.3 Controlling für Instandhaltungsstrategien
4.3.1 Controllingsystem für Instandhaltungsstrategien
4.3.2 Berichtwesen für das Steuerungssystem
5. Einführung von Instandhaltungsstrategien am Praxisbeispiel
5.1 Festlegen der Untersuchungsobjekte
5.1.1 Grundlagen des Tiefdruckverfahrens
5.1.2 Auswahl der Untersuchungsobjekte
5.2 Auswahl einer Strategie für die Untersuchungsobjekte
5.2.1 Durchführung Strategieauswahlverfahren
5.2.2 Vorstellung der gewählten Strategien
5.3 Einführung der Strategien
5.3.1 Sollvorgehensweise zur Einführung der Strategien
5.3.2 Praxisüberführung der Strategien
5.4 Controlling für die gewählten Instandhaltungsstrategien
5.4.1 Einführung eines Steuerungssystems
5.4.2 Berichtwesen für das Steuerungssystems
5.5 Bewertung der gewählten Instandhaltungsstrategien
6. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein ganzheitliches Auswahlverfahren für equipmentbezogene Instandhaltungsstrategien zu entwickeln. Dabei wird erforscht, wie Unternehmen durch systematisches Instandhaltungsmanagement und Controlling ihre Prozesse optimieren und so unter steigendem globalen Wettbewerbsdruck ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern können.
3.1.5 Zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung (RCM)
Die zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung (im Englischen: Reliability Centered Maintenance (RCM)) ist ein systematisch-logischer Ansatz, mit dem die Eigenschaften, Ursachen und Folgen von möglichen Systemstörungen und die passende Instandhaltungsmaßnahme ermittelt werden sollen. Dazu werden statistische Analysemethoden und Methoden des Risikomanagements eingesetzt. Dieser Ansatz wurde durch die US-Flugzeugindustrie in den späten 60ziger Jahren entwickelt. Nach Einführung von RCM als Instandhaltungsmethode hatte sich in den folgenden Jahren gezeigt, dass sich bei nahezu konstanten Instandhaltungskosten die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Flugzeuge steigerten.
Unter der zuverlässigkeitsorientierten Instandhaltung versteht man ferner eine Instandhaltungsmethode, die einen optimalen Mix aus schadensorientierter, vorbeugender und zustandsorientierter Instandhaltung beinhaltet.
Die RCM-Methode zielt darauf ab, die geforderte Zuverlässigkeit bei minimalen Kosten unter Berücksichtigung der Umwelt- und Sicherheitsanforderungen zu garantieren. Dies soll durch eine umfangreiche Analyse (nachfolgend RCM Analyse genannt) erreicht werden, bei der für jede Anlage im Ergebnis die richtige Strategie ermittelt wird. Zurzeit wird das von John Mourbray 1990 vorgestellte RCM-II-Verfahren angewendet. Bei diesem Verfahren wird die RCM-Analyse an einer Anlage auf der Basis von sieben Grundfragen durchgeführt. Diese Fragen sollen im Folgenden benannt und kurz erläutert werden.
1. Einführung: Das Kapitel beleuchtet die aktuelle Marktsituation für deutsche Unternehmen unter globalem Wettbewerbsdruck und definiert das Ziel sowie den Ablauf der Untersuchung.
2. Grundlagen des Instandhaltungsmanagements: Hier wird die volkswirtschaftliche Bedeutung der Instandhaltung erörtert sowie die historische Entwicklung und die zentralen Ziele der Disziplin definiert.
3. Hauptaspekte des Instandhaltungsmanagements: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Übersicht über verschiedene Instandhaltungsstrategien (von schadensorientiert bis RCM) und betrachtet organisatorische sowie controlling-relevante Aspekte.
4. Auswahl von Instandhaltungsstrategien: Es werden Kriterien für die Strategiewahl entwickelt und ein logisches Auswahlverfahren mittels Flussdiagramm konzipiert.
5. Einführung von Instandhaltungsstrategien am Praxisbeispiel: Der Autor demonstriert die praktische Anwendbarkeit der entwickelten Methoden am Beispiel von Tiefdruckmaschinen.
6. Zusammenfassung: Dieses Kapitel dient als abschließende Synthese der erarbeiteten Erkenntnisse aus den theoretischen und praktischen Untersuchungsschritten der Arbeit.
Instandhaltung, Instandhaltungsmanagement, Instandhaltungsstrategien, Instandhaltungscontrolling, Anlagenverfügbarkeit, Prozessoptimierung, RCM, TPM, Zustandsorientierte Instandhaltung, Risikobasierte Inspektion, Kennzahlen, Auswahlverfahren, Tiefdruckmaschinen, Kostenmanagement, Betriebswirtschaft.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Instandhaltung als Teilprozess der Produktion, um unter erhöhtem globalen Wettbewerbsdruck die Anlagenverfügbarkeit zu sichern und Instandhaltungskosten effizient zu steuern.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig Instandhaltungsstrategien, die Organisation der Instandhaltung innerhalb von Unternehmen sowie die Etablierung eines leistungsfähigen Instandhaltungscontrollings.
Das Ziel ist die Entwicklung eines systematischen, pragmatischen Auswahlverfahrens für equipmentbezogene Instandhaltungsstrategien, das durch ein Controlling-System ergänzt wird.
Der Autor nutzt einen ganzheitlichen Ansatz, der theoretische Analysen bekannter Instandhaltungsstrategien mit einer empirischen Befragung zur Ermittlung relevanter Faktoren kombiniert und diese in ein logisches Auswahlverfahren (Flussdiagramm) überführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die detaillierte Darstellung von Strategien und Methoden sowie die konkrete Anwendung eines Auswahlverfahrens an einem Praxisbeispiel aus der Tiefdruckindustrie.
Kernbegriffe sind Instandhaltungsmanagement, Instandhaltungscontrolling, Anlagenverfügbarkeit, RCM (Reliability Centered Maintenance) und TPM (Total Productive Maintenance).
Es gibt keine global gültige "Einheitsstrategie". Da jede Maschine und jede Bauteilgruppe individuelle Anforderungen besitzt, ermöglicht ein Strategiemix flexiblere Lösungen, die die Effizienz steigern.
Kennzahlen dienen als Basis für das Instandhaltungscontrolling. Sie ermöglichen die Messung der Zielerreichung, machen Verlustquellen transparent und fungieren als Frühwarnindikatoren für Fehlentwicklungen.
Das Beispiel dient der realitätsnahen Erprobung und Demonstration der theoretisch entwickelten Auswahlprozesse und Controlling-Methoden an einer komplexen Anlage.
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