Diplomarbeit, 2007
112 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Vordenker Benjamin Lee Whorfs
2.1 Wilhelm von Humboldt (1767-1835)
2.1.1 Zur Person
2.1.2. Zum sprachwissenschaftlichen Werk
2.2 Franz Boas (1858-1942)
2.2.1. Zur Person
2.2.2. Zum sprachwissenschaftlichen Werk
2.3. Edward Sapir (1884-1939)
2.3.1. Zur Person
2.3.2. Zum sprachwissenschaftlichen Werk
3 Benjamin Lee Whorf – Person und Werk
3.1 Zur Person
3.2 Zum sprachwissenschaftlichen Werk
3.2.1 Naturwissenschaft und Linguistik
3.2.2 Die Linguistik als eine exakte Wissenschaft
3.2.3 Sprachen und Logik
3.2.4 Sprache, Geist und Wirklichkeit
3.2.5. Über einige Beziehungen des gewohnheitsmäßigen Denkens und Verhaltens zur Sprache
3.2.6. Ein indianisches Modell des Universums
3.2.7. Linguistische Betrachtungen über das Denken in primitiven Gemeinschaften
3.2.8. Grammatikalische Kategorien
3.3. Zusammenfassung
4 Zur Kritik an Benjamin Lee Whorfs Werk
4.1 Zum Verhältnis von Sprache und Denken
4.1.1 Universalien
4.1.2. Übersetzbarkeit
4.2. Zum Verhältnis von Sprache und Welt
4.3. Zur Rolle der Linguistik
4.4. Zum methodischen Vorgehen
4.5. Neuformulierungen des sprachlichen Relativitätsprinzips
4.6. Zusammenfassung
5 Zur Bedeutung Benjamin Lee Whorfs
6 Fazit
Diese Arbeit analysiert den Einfluss der sprachphilosophischen Arbeiten von Benjamin Lee Whorf auf die Linguistik, wobei der Fokus insbesondere auf dem Prinzip der sprachlichen Relativität liegt. Die Untersuchung geht der Frage nach, wie Whorfs Thesen in den wissenschaftlichen Diskurs einzuordnen sind und welche Bedeutung seinen Vordenkern sowie der Kritik an seinem Werk zukommt.
3.2.1 Naturwissenschaft und Linguistik
Das erste Kapitel in „Sprache, Denken, Wirklichkeit“ trägt den Titel „Naturwissenschaft und Linguistik“. Es handelt sich hierbei um einen Artikel, der bereits 1940 in der Fachzeitschrift „Technology Review“ veröffentlicht wurde. Obwohl der Artikelname sehr wissenschaftlich anmutet, handelt der Aufsatz keineswegs nur vom Verhältnis der Naturwissenschaften zur Linguistik. Man könnte ihn eher als eine Zusammenfassung der darauf folgenden Kapitel bezeichnen, was sicherlich dem Umstand geschuldet ist, dass viele der nachfolgenden Texte früher verfasst wurden. „Naturwissenschaft und Linguistik“ bildet somit die Grundlage für das gesamte Werk und beinhaltet viele der später diskutierten Thesen Whorfs.
Der Aufsatz umfasst zwölf Seiten und ist nochmals in acht Teilüberschriften gegliedert. Die erste dieser Überschriften trägt den Titel „Die Irrmeinung von der Beziehungs-losigkeit zwischen Sprache und Denken“. Whorf beginnt also mit der Darstellung der „Irrmeinung“ über die Bedeutung der Sprache, welche von großen Teilen der Gesellschaft vertreten wird. Den Begriff der „Allgemeinheit“ oder des „gesunden Menschenverstandes“ ersetzt er dabei durch die Formulierung der „natürlichen Logik“, was ein distanzierteres Bild vermittelt.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert das Forschungsziel, die Bedeutung des sprachlichen Relativitätsprinzips und den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Die Vordenker Benjamin Lee Whorfs: Dieses Kapitel untersucht die sprachphilosophischen Grundlagen durch die Betrachtung der Vordenker Wilhelm von Humboldt, Franz Boas und Edward Sapir.
3 Benjamin Lee Whorf – Person und Werk: Das Kapitel befasst sich mit der Biographie von Whorf sowie einer detaillierten Analyse seiner sprachwissenschaftlichen Schriften.
4 Zur Kritik an Benjamin Lee Whorfs Werk: Dieser Abschnitt beleuchtet konträre Positionen zur Whorf-These, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Sprache, Denken und Welt.
5 Zur Bedeutung Benjamin Lee Whorfs: Hier wird der Frage nachgegangen, warum gerade Whorf eine solch außergewöhnliche Resonanz mit seinen Veröffentlichungen erzielte.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Rolle der sprachlichen Relativität im wissenschaftlichen Diskurs.
Benjamin Lee Whorf, Sprachliche Relativität, Linguistik, Wilhelm von Humboldt, Franz Boas, Edward Sapir, Sprachphilosophie, Weltansicht, Sprache und Denken, Universalien, Sapir-Whorf-Hypothese, Hopi-Sprache, Sprachwissenschaft, Kognition, Relativitätsprinzip
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Benjamin Lee Whorf auf die Linguistik unter besonderer Berücksichtigung des Prinzips der sprachlichen Relativität.
Die zentralen Felder sind die sprachphilosophischen Grundlagen, die biographische Einordnung Whorfs sowie die kritische Debatte zwischen Universalismus und Relativismus.
Das Ziel ist es, die Entstehung und Rezeption von Whorfs Thesen kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen, warum sein Ansatz eine so große Aufmerksamkeit erlangte.
Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse, bei der die Texte von Whorf und seine Rezeption durch verschiedene Forscher gegenübergestellt werden.
Der Hauptteil befasst sich mit den Vordenkern Whorfs, seinem spezifischen Werk, der fachinternen Kritik sowie dem komplexen Verhältnis von Sprache, Denken und Weltbild.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie sprachliche Relativität, Whorf, Weltansicht, Universalien und die Debatte über das Verhältnis von Sprache und Denken geprägt.
Boas und Sapir gelten als direkte Vordenker; insbesondere Sapir, bei dem Whorf Vorlesungen besuchte, prägte Whorfs intensives Interesse an der indianischen Linguistik.
Kritiker bemängelten insbesondere die methodische Vorgehensweise, die teils unzutreffenden Beispiele und die radikale Interpretation seiner Hypothesen, die häufig zu Missverständnissen führten.
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