Examensarbeit, 2007
40 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Intention und Zielsetzung
2. Die Bedeutung des Lesens in unserer heutigen Zeit
2.1 Die Relevanz des Lesens für den Menschen und für die Gesellschaft
3. Der Stellenwert des Lesens in der heutigen Zeit
3.1 Der Stellenwert des Lesens in der Freizeit
3.2 Der Stellenwert des Lesens in der Schule
4. Definition des Begriffes „Leseförderung“
5. Lese- und literaturdidaktische Konzepte zur Leseförderung
5.1 Leseförderung im Deutschunterricht
5.1.1 Förderung von leistungsschwachen Schülern
5.2 Leseförderung außerhalb des Deutschunterrichts
5.2.1 Zugänglichmachen von Büchern
5.2.2 Unterstützung bei der Lektürewahl
5.2.3 Orte des Lesens in der Schule
5.3 Lesemotivation als ein Handlungsfeld der Leseförderung
5.3.1 Besondere Aktionen
6. Die Rolle des Lesens im Zusammenhang mit dem Entwicklungsstand der Schüler
7. Leseförderung einer 7. Klasse der Städtischen Realschule Kevelaer
7.1 Planung einer schülerorientierten Lesenacht
7.2 Evaluation einer Lesenacht
7.2.1 Evaluation
7.2.2 Ablauf und Evaluation der Lesenacht
7.2.3 Reflexion
7.2.4 Die Rolle des Lehrers
8. Konsequenzen und Ausblick
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten der Leseförderung und Steigerung der Lesemotivation bei Schülern der Sekundarstufe I, wobei die praktische Planung und Durchführung einer Lesenacht in einer 7. Klasse als zentrales Fallbeispiel dient. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie durch schülerorientierte Ansätze die Lesebegeisterung nachhaltig geweckt werden kann.
Die Bedeutung des Lesens in unserer heutigen Zeit
In der folgenden Ausarbeitung möchte ich die Bedeutung des Lesens erläutern, die vielleicht auf den ersten Blick nur als Medium der Informationsentnahme und der Unterhaltung erscheint. Jedoch hat das Lesen in der heutigen Medienwelt seine Wichtigkeit für das Individuum nicht verloren und hat gleichzeitig auch eine gesellschaftlich tragende Funktion. Allzu oft wird der Einfluss der Literatur auf den Menschen unterschätzt.
Im Mittelalter war das Lesen nur den wohlsituierten Menschen vorbehalten, die aufgrund von finanziellen Möglichkeiten sich mithilfe des Lesens Wissen aneigneten. Mittellose Menschen konnten wegen ihrer geringen Bildung gesellschaftlich nicht aufsteigen und blieben die „Knechte“ der Reichen. Nur durch das Lesen und Schreiben war ein gesellschaftlicher Aufstieg möglich. So war das Lesen als eine besondere Kompetenz anzusehen, die für die Menschen in der damaligen Zeit einen besonders hohen Stellenwert genoss.
Auch heute noch dient das Lesen zur Vermittlung von Wissen und bedingt zugleich die Erweiterung des persönlichen Horizontes. Lesen ermöglicht Einblicke in die unterschiedlichsten Themen- und Fachgebieten und erfordert des Öfteren einen Perspektivwechsel, um sich in die entsprechenden Situationen eines Protagonisten hineinzuversetzen. Somit wird das Empathievermögen der Leser gefördert, welches als essentielle Fähigkeit der sozialen Kompetenz gilt. Folglich unterstützt die Entwicklung des Empathievermögens die sozialen Kompetenzen eines Menschen.
Mitunter ist es erst möglich, durch das Lesen am gesellschaftlichen und politischen Leben teilzunehmen. Ohne das Lesen, das dem Individuum einen Zugang zu den verschiedensten Informationen verschafft, ist eine kritische und überlegte Meinungsbildung nicht erreichbar. Mithilfe des Lesens ist das Individuum fähig, ein reflektiertes Urteilsvermögen zu entwickeln.
1. Intention und Zielsetzung: Einleitung in die Problematik der Leseschwäche und die Bedeutung der Leseförderung zur Steigerung der Lesemotivation.
2. Die Bedeutung des Lesens in unserer heutigen Zeit: Analyse der gesellschaftlichen Relevanz des Lesens als Schlüsselkompetenz für Bildung und soziale Teilhabe.
3. Der Stellenwert des Lesens in der heutigen Zeit: Untersuchung des Leseverhaltens Jugendlicher im Spannungsfeld zwischen Printmedien und modernen digitalen Unterhaltungsangeboten.
4. Definition des Begriffes „Leseförderung“: Theoretische Herleitung des Begriffs sowie Darstellung moderner Handlungsfelder der pädagogischen Leseunterstützung.
5. Lese- und literaturdidaktische Konzepte zur Leseförderung: Darstellung verschiedener methodischer Ansätze, um Leseerlebnisse im Deutschunterricht und darüber hinaus zu gestalten.
6. Die Rolle des Lesens im Zusammenhang mit dem Entwicklungsstand der Schüler: Betrachtung der spezifischen Leseinteressen und -bedürfnisse in Abhängigkeit von der pubertären Entwicklungsphase.
7. Leseförderung einer 7. Klasse der Städtischen Realschule Kevelaer: Detaillierte Darstellung der Planung, Durchführung und Auswertung einer Lesenacht als schülerorientiertes Praxisprojekt.
8. Konsequenzen und Ausblick: Zusammenfassung der Projektergebnisse und Appell zur Integration der Leseförderung in ein gesamtschulisches Konzept.
Leseförderung, Lesemotivation, Lesenacht, Sekundarstufe I, Lesekompetenz, Schullektüre, Literaturdidaktik, Lesesozialisation, Medienkompetenz, Schülerorientierung, Leseverhalten, Klassenbibliothek, Lesebereitschaft, Lesetechnik, pädagogische Intervention
Die Arbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Notwendigkeit und den Möglichkeiten der Leseförderung bei Schülern in der Sekundarstufe I, um deren Lesemotivation nachhaltig zu steigern.
Neben theoretischen Grundlagen zur Bedeutung des Lesens in der modernen Gesellschaft stehen didaktische Konzepte und die praktische Umsetzung einer Lesenacht als Motivationsinstrument im Mittelpunkt.
Das Ziel besteht darin, einen Weg aufzuzeigen, wie Jugendliche im Bereich des Lesens nicht nur gefördert, sondern auch motiviert werden können, um eine dauerhafte Lust am Lesen zu entwickeln.
Es werden Literaturanalysen zur Lesedidaktik mit einer empirischen Befragung der Schüler einer 7. Klasse (vor, kurz nach und fünf Wochen nach der Lesenacht) kombiniert, um den Erfolg der Maßnahme zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Lese- und literaturdidaktischen Konzepten sowie die detaillierte Schilderung eines konkreten Praxisprojekts (Lesenacht an einer Realschule).
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Leseförderung, Lesemotivation, Lesenacht, Schülerorientierung und Lesesozialisation beschreiben.
Die Lesenacht dient als motivierendes Ereignis, das über den regulären Unterricht hinausgeht und durch die Einbindung der Schüler in Planung und Auswahl den Stellenwert des Lesens als gemeinschaftliches Erlebnis betont.
Der Autor stellt fest, dass eine einzelne Lesenacht zwar eine kurzfristige Motivationssteigerung bewirkt, eine nachhaltige Wirkung jedoch nur durch eine dauerhafte, gesamtschulische Verankerung der Leseförderung erreicht werden kann.
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