Examensarbeit, 2007
79 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Wagniserziehung im mehrperspektivischen Sportunterricht
2.1 Überblick über den mehrperspektivischen Sportunterricht
2.2 Zielsetzung der Wagniserziehung
2.3 Der Begriff Wagnis
2.3.1 Das Wagnis aus sportpädagogischer Sicht
2.3.2 Das Wagnis aus sportpsychologischer Sicht
2.4 Das Gegenteil der Wagnis – Die Angst
2.4.1 Angst aus sportpsychologischer Sicht
2.4.2 Angst aus sportpädagogischer Sicht
2.5 Möglichkeiten und Grenzen der Wagniserziehung
3. Klettern
3.1 Physiologische Struktur des Kletterns
3.2 Psychologische Struktur des Kletterns
3.3 Die Dimensionen des Kletterns im mehrperspektivischen Unterricht
3.4 Besondere Aspekte der Wagniserziehung im Klettern
3.4.1 Höhenangst
3.4.2 Fallen
3.4.3 Überwindung der Schwerkraft
4. Schulpraktische Anwendungen
4.1 Fallen
4.1.1 Spezielle Bedeutung für die Wagniserziehung
4.1.2 Hinweise zur Durchführung
4.2 Klettern an einfachen Geräten
4.2.1 Spezielle Bedeutung für die Wagniserziehung
4.2.2 Hinweise zur Durchführung
4.3 Bouldern
4.3.1 Spezielle Bedeutung für die Wagniserziehung
4.3.2 Hinweise zur Durchführung
4.4 Kletterwände
4.4.1 Spezielle Bedeutung für die Wagniserziehung
4.4.2 Hinweise zur Durchführung
4.5 Hochseilgarten
4.5.1 Spezielle Bedeutung für die Wagniserziehung
4.5.2 Hinweise zur Durchführung
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Kletterns als Instrument für die Wagniserziehung im schulischen Sportunterricht. Ziel ist es, ein theoretisches Gerüst zu entwickeln, das Lehrern hilft, Klettersituationen so zu gestalten, dass Schüler ihre physischen und psychischen Grenzen innerhalb eines sicherheitstechnisch verantwortbaren Rahmens erproben können.
3.4 Besondere Aspekte der Wagniserziehung im Klettern
Wenn man die besondere Bedeutung des Kletterns für die Wagniserziehung verstehen möchte, sollte man sich klarmachen, was das Klettern von anderen „Risikosportarten“ wie Rafting, Fallschirmspringen oder Tauchen unterscheidet.
3.4.1 Höhenangst
Eine Besonderheit des Kletterns im Gegensatz zu anderen Sportarten ist die Bewegung in der Vertikalen. Damit geht auch immer die Entfernung vom sicheren Boden einher. Klettern ist damit neben dem Turmspringen und mit Einschränkungen dem Turnen im Schulsport die einzige Bewegungsform, in der man Höhenangst und den Umgang mit ihr erleben kann. In keinem der Ratgeber für Klettern in der Schule fehlt ein Kapitel über Angst, es wird aber in den wenigsten Fällen über die „Angst vor der Höhe (oder besser: vor der Tiefe)“ (Klein 1999, S.48) gesprochen.
Spricht man über das Phänomen Höhenangst, werden meist zwei verschiedene Erfahrungen vermengt (vgl. Mayer 2007), nämlich das Gefühl des Höhenschwindels und die eigentliche Ängstlichkeit vor Höhen, der Akrophobie.
„Der so genannte Höhenschwindel ist ein Normalphänomen“ (Mayer 2007). Wenn man sich in großer Höhe befindet, tritt eine subjektive Instabilität der Körperhaltung auf. Das führt zu der Angst, hinunter zu fallen, was wiederum zu Schweißausbrüchen und anderen vegetativen Symptomen führt, wie unter Abbildung 5 dargestellt wird. Dieser Höhenschwindel hat eine nachvollziehbare biologische Grundlage. Es handelt sich um einen „Entfernungsschwindel“ (Magerl 2004). Dieser entsteht, wenn die Entfernung zwischen den Augen und dem nächsten festen Anhaltspunkt zu groß wird.
Im Regelfall wird die aufrechte Körperposition ständig durch das periphere Sehen mit der Horizontalen der Umwelt verglichen. Bei weit entfernten Flächen, wie eben dem Blick nach unten, ist das nicht mehr möglich, da die Horizontlinie fehlt. Ein Höhenschwindel kann aber auch auftreten, so paradox es klingen mag, wenn der Betrachter noch fest am Boden steht und weit nach oben, beispielsweise zu einer Turmspitze oder auf Wolken, schaut (vgl. Magerl 2004).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Wagniserziehung durch Klettern ein und umreißt die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2. Wagniserziehung im mehrperspektivischen Sportunterricht: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte des mehrperspektivischen Sportunterrichts, definiert Wagnis im pädagogischen und psychologischen Kontext und setzt es in Abgrenzung zu Angst und Risiko.
3. Klettern: Hier wird die Struktur des Kletterns analysiert, wobei besonders die psychologischen Herausforderungen wie Höhenangst und das Fallen als integrale Bestandteile eines Wagnisses betrachtet werden.
4. Schulpraktische Anwendungen: Dieser Abschnitt überträgt die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis und bewertet verschiedene Settings wie Bouldern, Kletterwände und Hochseilgärten hinsichtlich ihrer Eignung für die Wagniserziehung.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Klettern eine ideale Methode darstellt, um Wagnis und Sicherheit im Schulsport zu verbinden, weist jedoch auf die praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung hin.
Wagniserziehung, Klettern, Sportunterricht, Mehrperspektivität, Angst, Risiko, Bouldern, Höhenangst, Fallen, Selbstkonzept, Leistungsfähigkeit, Pädagogik, Psychologie, Sicherheit, Handlungsfähigkeit
Die Arbeit analysiert Klettern als pädagogisches Mittel zur Wagniserziehung im Sportunterricht, um Schülern zu ermöglichen, sich mit ihren eigenen physischen und psychischen Grenzen auseinanderzusetzen.
Im Zentrum stehen der mehrperspektivische Sportunterricht, die Definition und psychologische Grundlage von Wagnis, die Analyse von Angst und Stress sowie die didaktische Aufbereitung von Klettersituationen.
Das Ziel ist die Erstellung eines theoretischen Gerüsts, das Lehrern eine sichere und sinnvolle methodische Umsetzung von Wagnissituationen im Klettersport ermöglicht.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Auswertung sportpädagogischer und sportpsychologischer Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Wagnis und Angst sowie eine praktische Analyse verschiedener Kletterformen (Bouldern, Kletterwand, Hochseilgarten) unter dem Aspekt der Wagniserziehung.
Wagniserziehung, Sportunterricht, Mehrperspektivität, Angst, Bouldern, Klettern und Risikokompetenz sind die zentralen Schlagworte.
Das Fallen wird als ein wesentlicher Bestandteil von Wagnissituationen identifiziert. Die kontrollierte Erfahrung des Fallens dient dazu, die Angst vor Verletzung oder Kontrollverlust abzubauen und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken.
Bouldern wird als besonders geeignet eingestuft, da es durch die geringe Höhe gefahrloses Experimentieren ermöglicht und ohne komplexe Sicherungstechnik direkt in den Schulalltag integriert werden kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

