Bachelorarbeit, 2006
41 Seiten, Note: 2,3
Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
1.Einleitung
2. Widerstands- / Gewaltbegriff
3. Widerstandskonzepte
3.1 Martin Luther King
3.2 Antiatomkraftbewegung
3.3 Vergleich des Widerstandskonzepts/Widerstandsbegriffs von Martin Luther King mit dem der Anti-AKW-Bewegung
4. 25.-28. Februar 1981 - Widerstand in Brokdorf- Analyse eines Augenzeugenberichts
4.1 Einordnung der Demonstration in den Kontext der Anti-AKW-Bewegung
4.2 Widerstandsform/-en
4.3 Bild der AKW- Gegner in der Öffentlichkeit
5. Resumée
Diese Arbeit untersucht den Einfluss des Konzepts des gewaltfreien Widerstands nach Martin Luther King auf die deutsche Anti-Atomkraftbewegung der 1970er und 1980er Jahre. Anhand theoretischer Grundlagen und einer Fallstudie zur Demonstration in Brokdorf (1981) wird analysiert, inwiefern die gewaltfreien Strategien der Bürgerrechtsbewegung in den Protesten gegen Atomkraftwerke Anwendung fanden.
3.1 Martin Luther King
Im Zuge der Bürgerrechtsbewegung in den USA in den 60er Jahren für die Gleichberechtigung des farbigen Bevölkerungsteils predigt Martin Luther King immer wieder die Gewaltlosigkeit und prägt dadurch das Konzept des gewaltlosen Widerstands. Er nimmt an verschiedenen Demonstrationen teil und versucht zwischen den Gegnern der Bürgerrechtsbewegung und den Befürwortern zu vermitteln. Dabei arbeitet er eng mit der National Association for Advancement of Colored People (NAACP) zusammen. Deutlich wird diese Zusammenarbeit auch in Bezug auf die Wahl der Widerstandsform gegen die Diskriminierung der „Schwarzen“ in Amerika. In seinem Buch „Why we can´t wait“, bezieht sich King auf eine Doktrin, die von der NAACP verfasst wurde. Diese Doktrin proklamiert unter anderem die für King wichtige Gewaltlosigkeit. Blinde Selbstjustiz sowie physische Gewalt stellen keine Lösung bzw. Ansatzpunkt für den Gewinn von Freiheit dar.
„The doctrine they preached was a nonviolent doctrine. It was not a doctrine that made their followers yearn for revenge but one that called upon them to champion change. It was not a doctrine that asked an eye for an eye but one that summoned men to seek to open the eyes of blind prejudice. The Negro turned his back on force not only because he knew he could not win his freedom through physical force but also because he believed that through physical force he could lose his soul.“
1.Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Bürgerrechtsbewegung und der Anti-AKW-Bewegung ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der konzeptionellen Übertragbarkeit des gewaltfreien Widerstands.
2. Widerstands- / Gewaltbegriff: Dieses Kapitel erörtert verschiedene Definitionen von Widerstand und Gewalt, um ein theoretisches Fundament für die anschließende Analyse zu legen.
3. Widerstandskonzepte: Hier werden die Konzepte von Martin Luther King und der Anti-Atomkraftbewegung gegenübergestellt und auf ihre Übereinstimmungen und Unterschiede hin untersucht.
4. 25.-28. Februar 1981 - Widerstand in Brokdorf- Analyse eines Augenzeugenberichts: Anhand von Berichten über die Brokdorf-Demonstration wird die praktische Umsetzung sowie die Herausforderungen gewaltfreien Handelns analysiert, wobei auch die Rolle der Medien thematisiert wird.
5. Resumée: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert die begrenzte, aber vorhandene Übertragbarkeit des King’schen Konzepts auf den kirchlich geprägten Teil der Anti-AKW-Bewegung.
Widerstand, Gewaltfreiheit, Martin Luther King, Anti-Atomkraftbewegung, Bürgerrechtsbewegung, Brokdorf, ziviler Ungehorsam, Gewaltbegriff, Demonstration, Augenzeugenbericht, Kirche, Pazifismus, direkte Aktion, Kriminalisierung, Widerstandskonzept
Die Arbeit analysiert, ob und inwieweit das Konzept des gewaltfreien Widerstands von Martin Luther King als Vorbild für die deutsche Anti-Atomkraftbewegung gedient hat.
Die zentralen Themen sind der theoretische Gewalt- und Widerstandsbegriff, die Bürgerrechtsbewegung in den USA sowie der Protest gegen Atomkraftwerke in Deutschland, insbesondere das Beispiel Brokdorf.
Das Ziel ist es, die konzeptionellen Vorstellungen von Widerstand beider Bewegungen zu vergleichen und zu prüfen, ob die gewaltfreie Philosophie Kings sich in der Praxis der Anti-AKW-Bewegung widerspiegelt.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf der Auswertung von Primärquellen, Literatur und einem konkreten Fallbeispiel (Augenzeugenbericht zur Demonstration in Brokdorf 1981) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsklärung, die Darstellung der Widerstandskonzepte beider Bewegungen sowie die detaillierte Analyse der Brokdorf-Demonstration und deren öffentlicher Wahrnehmung.
Widerstand, Gewaltfreiheit, Martin Luther King, Anti-Atomkraftbewegung, Bürgerrechtsbewegung, Brokdorf und ziviler Ungehorsam.
Kirchliche Vertreter waren oft Initiatoren von gewaltfreiem Protest in der Anti-AKW-Bewegung und nutzten, ähnlich wie King, religiöse Grundüberzeugungen als ethische Basis für ihren Widerstand.
Die Arbeit zeigt auf, dass Medien und Politik durch einseitige Berichterstattung und Kriminalisierung der Demonstranten die Stimmung vor den Protesten bewusst eskalierten, um Polizeieinsätze zu rechtfertigen.
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