Diplomarbeit, 2007
120 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Forschungsfragen und Hypothesen
3 Material und Methoden
4 Ergebnisse der Befragung
5 Diskussion der Ergebnisse
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Analyse der Möglichkeiten und Grenzen der Integration geistig behinderter Kinder in die Grundschulen in Thüringen aus der Perspektive der Pädagogen, wobei das ergotherapeutische Modell CMOP als strukturgebender Rahmen für eine empirische Untersuchung dient.
1.7. Das ergotherapeutische Modell CMOP
Modelle nehmen im ergotherapeutischen Berufsfeld eine wichtige Rolle ein. Sie bieten neben einem theoretischen Überbau und einer wissenschaftlichen Weiterentwicklung auch die Möglichkeit der Mitteilbarkeit u./o. Vergleichbarkeit zu anderen Berufsbildern. Somit kann effizient mit anderen Fachbereichen interdisziplinär zusammengearbeitet werden und Ergebnisse sich eindeutig darstellen lassen.
Im breiten Arbeitsfeld der Ergotherapie bestehen verschiedene Theorien und Modelle, die jedoch alle die Gemeinsamkeit des im Mittelpunkt stehenden Menschen mit seinen Betätigungen und Handlungsperformanzen aufweisen.
The Canadian Model of Occupational Performance (CMOP)
Die Herausforderung für die Ergotherapie besteht weltweit darin, unter Berücksichtigung der finanziellen Mittel, der Klientenzentriertheit und der optimalen sozialen (Wieder-)Eingliederung die Qualität der Behandlung zu gewährleisten.
Ziel ist es, die „menschliche Betätigung“ zu ermöglichen. Der Klient soll, durch das therapeutische Informieren, Beraten, Unterstützen und Zuhören befähigt werden, an der Lösung seiner Probleme mitzuarbeiten.
Klientenzentriertheit ist eines der zwei Kernelemente des Modells und schließt eine respektvolle und partnerschaftliche Beziehung zum Klienten ein.
Zunächst aber ist zu fragen: Wer ist der Klient?
In der therapeutischen Praxis kommt es häufig vor, dass Angehörige, Eltern, Betreuer oder auch Lehrer die eigentlichen Klienten sind, mit denen es Ziele zu bestimmen gilt.
Der Klient soll schließlich lernen, seine Probleme zu identifizieren um verantwortungsvoll Betätigungen auswählen zu können.
Occupation, also Betätigung, das zweite Kernelement des Modells, meint im ergotherapeutischen Kontext alle Aktivitäten des täglichen Lebens, wobei die Bedeutung je nach Kultur und Individuum unterschiedlich sein kann.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der schulischen Integration geistig behinderter Kinder ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Forschungsfragen und Hypothesen: Hier werden die leitenden Fragestellungen der Untersuchung formuliert und Hypothesen zur pädagogischen Wahrnehmung von Integrationsmöglichkeiten aufgestellt.
3 Material und Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen, die Wahl der postalischen Befragung als Datenerhebungsinstrument sowie die Kriterien der Fragebogenkonstruktion.
4 Ergebnisse der Befragung: Hier erfolgt die Auswertung und Darstellung der gewonnenen Daten aus der Lehrerbefragung mittels deskriptiver Statistik und grafischer Analysen.
5 Diskussion der Ergebnisse: Dieses Kapitel reflektiert die Forschungsmethode, setzt die empirischen Ergebnisse in Beziehung zur Theorie und diskutiert die Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis.
Integration, geistige Behinderung, Grundschule, Ergotherapie, CMOP, Betätigungsperformanz, Inklusion, Thüringen, Förderbedarf, Schulalltag, Pädagogik, Sonderpädagogik, Selbstversorgung, Produktivität, Freizeit.
Die Arbeit untersucht die Potenzen und Grenzen bei der Integration von geistig behinderten Kindern in die Primarstufe in Thüringen aus Sicht von Grundschullehrern.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Integration, die Rolle der Eltern, die schulischen Strukturen sowie die praktische Anwendung des ergotherapeutischen CMOP-Modells.
Das Ziel ist die Identifikation von Hindernissen und Voraussetzungen für eine gelingende Integration aus der Perspektive der pädagogischen Fachkräfte.
Es wurde eine postalische, schriftliche Befragung von Grundschullehrern in Thüringen durchgeführt, um quantitative Daten zu gewinnen.
Der Hauptteil analysiert den theoretischen Rahmen, stellt die Forschungsfragen und Hypothesen auf und präsentiert die Ergebnisse der empirischen Erhebung.
Die Arbeit fokussiert primär auf Begriffe wie Integration, ergotherapeutische Modellierung (CMOP), Primarstufe und pädagogische Herausforderungen.
Die befragten Lehrkräfte halten einen 1:1-Betreuungsschlüssel bei außerschulischen Aktivitäten für essenziell, da sie sich die Betreuung ohne Hilfsperson nicht vorstellen können.
Die Pädagogen sehen einen klaren Zusammenhang zwischen dem Behinderungsgrad und der Fähigkeit zur Selbstversorgung sowie zur aktiven Mitarbeit im Unterricht.
Die Zusammenarbeit wird als unabdingbar beschrieben, wobei jedoch Diskrepanzen in der Erwartungshaltung und mangelnde Ressourcen die Kooperation oft belasten.
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