Diplomarbeit, 2007
83 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Supply Chain Management
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Flussorientierung im Supply Chain Management
2.3 Bedeutung des Supply Chain Managements
2.4 Ströme in der Supply Chain
2.4.1 Waren- und Güterfluss
2.4.2 Informationsfluss
2.4.3 Geldfluss
3 Financial Supply Chain Management
3.1 Begriffsdefinition
3.2 Abgrenzung und Entwicklung des Financial Supply Chain Managements
3.2.1 Defizite im Supply Chain Management
3.2.2 Financial Supply Chain Management als Erweiterung des Supply Chain Managements
3.3 Gegenstand des Financial Supply Chain Managements
3.4 Ziele des Financial Supply Chain Managements
3.5 Sichtweisen auf die Financial Supply Chain
3.5.1 Funktionale Sichtweise
3.5.2 Institutionale Sichtweise
3.5.3 Finanzwirtschaftliche Sichtweise
4 Auswirkungen von Basel II auf das Financial Supply Chain Management
5 Finanzwirtschaftliche Aktivitäten im Financial Supply Chain Management
5.1 Management des Nettoumlaufvermögens
5.1.1 Bestandsmanagement
5.1.2 Cash Management
5.1.3 Collaborative Cash Flow Management
5.1.4 Prozessmanagement
5.2 Management der Kapitalverwendung und des Kapitalbedarfs
5.2.1 Management der Kapitalverwendung
5.2.2 Management des Kapitalbedarfs
5.3 Steigerung des Unternehmenswerts
5.3.1 Das Shareholder Value- Konzept
5.3.2 Shareholder Value-Ausrichtung und Cash Flow-Orientierung im Financial Supply Chain Management
5.3.3 Discounted Cash Flow-Methode
5.3.4 Die Economic Value Added-Methode
5.4 Senkung der Transaktionskosten
6 Prozessorientierte Aktivitäten im Financial Supply Chain Management
6.1 Financial Trade Enablement
6.1.1 Qualifikation
6.1.2 Finanzierung
6.1.3 Preisfindung
6.1.4 Risikoabsicherung
6.2 Financial Trade Settlement
6.2.1 Rechnungsstellung
6.2.2 Rechnungsprüfung
6.2.3 Reklamation
6.2.4 Zahlung
7 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das Konzept des Financial Supply Chain Managements (FSCM) als notwendige Erweiterung des klassischen Supply Chain Managements zu fundieren und dessen finanzwirtschaftliche sowie prozessorientierte Optimierungspotenziale aufzuzeigen. Hierbei wird untersucht, wie durch die Integration finanzieller Ströme entlang der Wertschöpfungskette – insbesondere unter Berücksichtigung neuerer Rahmenbedingungen wie Basel II – Wettbewerbsvorteile erzielt und der Unternehmenswert nachhaltig gesteigert werden kann.
3.4 Ziele des Financial Supply Chain Managements
Das Ziel des Managements der Financial Supply Chain ist es, den Wertbeitrag der Logistik zu erhöhen: dies eben nicht nur in logistischer, sondern ebenfalls in finanzieller Hinsicht. Der Einsatz des Financial Supply Chain Managements soll die Transparenz innerhalb der Finanzströme erhöhen, die Analyse und Planung des Cash Flows verbessern, das gebundene Umlaufvermögen reduzieren sowie Finanzprozesskosten (z.B. durch die Vermeidung von Medienbrüchen) vermindern. Weiterhin soll es dazu beitragen, die Dauer des sog. Cash-Conversion-Cycles zu verkürzen.
Dieser Cash-Conversion-Cycle entsteht, weil das Unternehmen Rohstoffe, die beschafft werden müssen, zunächst vorfinanzieren muss. Erst, wenn die Waren und Güter verkauft werden, findet ein Finanzmittelzufluss in Richtung des Unternehmens statt. Der Cash-Conversion-Cycle stellt also die Zeitspanne von der Bezahlung der beschafften Rohstoffe und Halbfabrikate bis zum Erhalt der offenen Rechnungspositionen der abgesetzten Produkte dar. Financial Supply Chain Management ist die Synchronisation der Geldströme zwischen allen Akteuren in der Financial Supply Chain. Es soll „die gesamten Finanzprozesse unternehmensübergreifend optimieren und eine unternehmensübergreifende und automatische Transaktionsfolge zwischen Kunden, Lieferanten, Finanzinstituten und anderen Dienstleistern ermöglichen“.
Das Ziel ist dabei eine konsequente Reduzierung des Working Capitals, eine signifikante Senkung der Kosten von Finanzprozessen und die Verbesserung der Cash Flow-Planung. Hierzu gibt es im Financial Supply Chain Management unterschiedliche Herangehensweisen. Wie oben angeführt können die Optimierungsbemühungen ansetzen an Objekten des Finanzmanagements in der Unternehmung. Hierbei wird die Steigerung des Unternehmenswerts als zentrales Ziel erklärt, zunächst aus Sicht jedes einzelnen Supply Chain-Teilnehmers. Im weiteren werden mit Blick auf die Gesamtoptimierung der Supply Chain die Konzepte der Unternehmenswertsteigerung daraufhin angewendet, die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Supply Chain zu steigern. Desweiteren können die Optimierungsbemühungen ansetzen an den logistikinduzierten Prozessen selbst.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Spannungsfeld der Unternehmensführung durch Outsourcing, Kostendruck und Globalisierung und führt die Notwendigkeit ein, Finanzprozesse in das Supply Chain Management zu integrieren.
2 Supply Chain Management: Dieses Kapitel definiert den Begriff Supply Chain Management, erläutert die Flussorientierung und beschreibt die Bedeutung der Waren-, Informations- und Geldflüsse in einer Lieferkette.
3 Financial Supply Chain Management: Das Kapitel definiert den Gegenstand und die Ziele des Financial Supply Chain Managements und stellt die funktionalen, institutionalen sowie finanzwirtschaftlichen Sichtweisen auf die Financial Supply Chain vor.
4 Auswirkungen von Basel II auf das Financial Supply Chain Management: Hier wird der Einfluss der Basel II-Richtlinien auf die Eigenkapitalunterlegung und die Informationspolitik der Unternehmen bei der Kreditvergabe analysiert.
5 Finanzwirtschaftliche Aktivitäten im Financial Supply Chain Management: Dieses Kapitel untersucht Methoden zur Steuerung des Nettoumlaufvermögens, der Kapitalverwendung sowie Strategien zur Steigerung des Unternehmenswerts und Senkung der Transaktionskosten.
6 Prozessorientierte Aktivitäten im Financial Supply Chain Management: Die prozessorientierten Aktivitäten werden in die Hauptprozesse Financial Trade Enablement und Financial Trade Settlement unterteilt und detailliert analysiert.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert das Potenzial der Integration von Logistik und Finanzmanagement und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Bedeutung der Financial Supply Chain.
Financial Supply Chain Management, Supply Chain Finance, Working Capital, Cash Flow-Cycle, Basel II, Unternehmenswert, Shareholder Value, Discounted Cash Flow, Economic Value Added, Prozessorientierung, Transaktionskosten, Liquiditätsmanagement, Forderungsmanagement, Logistikfinanzierung, Zahlungsabwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Erweiterung des klassischen, logistikzentrierten Supply Chain Managements um eine finanzwirtschaftliche Perspektive, dem sogenannten Financial Supply Chain Management.
Zentrale Themen sind die Integration von Finanzprozessen in die Wertschöpfungskette, die Optimierung des Umlaufvermögens und der Kapitalbindung sowie die Auswirkungen regulatorischer Anforderungen wie Basel II auf die Finanzierung von Unternehmen innerhalb der Supply Chain.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch die ganzheitliche Steuerung von Material-, Informations- und Finanzflüssen Verbesserungspotenziale bei Liquidität, Kapitalkosten und Unternehmenswert realisiert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender betriebswirtschaftlicher Konzepte und deren Übertragung auf die prozessübergreifende Zusammenarbeit innerhalb von Supply Chains.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Financial Supply Chain Managements, eine Analyse des Einflusses von Basel II sowie eine detaillierte Betrachtung von Instrumenten zur Bestands-, Liquiditäts- und Prozessoptimierung.
Wichtige Schlagworte sind neben Financial Supply Chain Management auch Cash Flow-Cycle, Working Capital, Shareholder Value, Transaktionskosten und Prozessmanagement.
Ein effizientes Forderungsmanagement reduziert die Kapitalbindungsdauer und verbessert den Cash Flow-Cycle, was entscheidend zur Liquiditätssicherung des Unternehmens beiträgt.
Die IT dient als technisches Fundament für die notwendige Transparenz und die medienbruchfreie Abwicklung von Finanztransaktionen, was eine Grundvoraussetzung für die Optimierung der gesamten Kette darstellt.
Basel II zwingt Unternehmen zu einer transparenteren Informationspolitik gegenüber Banken; eine gute finanzielle Integration innerhalb der Supply Chain kann hier durch eine verbesserte Bonitätseinschätzung zu günstigeren Finanzierungskonditionen führen.
Es beschreibt die Überlegungen und Maßnahmen, bei denen Akteure einer Supply Chain ihr Finanzmanagement gemeinsam ausrichten, um den Cash Flow über Unternehmensgrenzen hinweg gezielt zu beeinflussen.
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