Diplomarbeit, 2007
111 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Gegenstand der Netzwerkproblematik
1.2 Ziel- und Aufgabenstellung sowie Vorgehensweise
2. Konzeptionelle Grundlagen des Netzwerkmanagement
2.1 Merkmale von Netzwerken der Unternehmungen
2.2 Erscheinungsformen von Unternehmungsnetzwerken
2.3 Steuerung von Netzwerken
2.4 Wettbewerbsvorteile durch Unternehmungsnetzwerke
3. Mittelstand und Gesundheitswirtschaft
3.1 Mittelstandsdimensionen
3.2 Besonderheiten des mittelständischen Netzwerkmanagement
3.3. Bedeutung des Mittelstandes für die regionale Gesundheitswirtschaft
4. Empirische Befunde
4.1 Untersuchungsgegenstand
4.2 Ablauf der Untersuchung
4.3 Auswertung der Ergebnisse
4.4. Datenabgleich
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Management mittelständischer Unternehmungsnetzwerke unter dem Aspekt der Realisierung von Wettbewerbsvorteilen und analysiert dabei die Besonderheiten des mittelständischen Netzwerkmanagements mittels einer empirischen Untersuchung in der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns.
2.1. Merkmale von Netzwerken der Unternehmungen
In der aktuellen Literatur findet der Begriff des Netzwerkes in unterschiedlichen wissenschaftlichen Fachbereichen Anwendung. Der Ausdruck ist in verschiedenen Zusammenhängen, die unterschiedlich definiert und angewendet werden, anzutreffen. Der Ursprung des Netzwerkbegriffes lässt sich in der Soziologie finden. Eine Annäherung ist folglich erst über die soziologische Betrachtung möglich. So werden hier Netzwerke vorwiegend als ein Geflecht von interpersonalen Beziehungen betrachtet. Eine häufig verwendete Definition von sozialen Netzwerken bietet Mitchel. Er charakterisiert Netzwerke im Allgemeinen als “[…] a specific set of linkages among a defined set of actors, with the additional property that the characteristics of these linkages as a whole may be used to interpret the social behaviour of the actors involved”. Somit liegt in einem Netzwerk, laut Mitchel, eine festgelegte Anzahl von Mitgliedern mit jeweils charakteristischen Verbindungen untereinander vor. Darüber hinaus werden der Gedanke der sozialen Austauschbeziehung und die Interaktion der Akteure in die Betrachtung mit einbezogen.
Die Betriebswirtschaftslehre hingegen konzentriert sich auf die Betrachtung von interorganisationale Beziehungen, also auf die Beziehungen zwischen verschiedenen Organisationen. Zum einen kann in diesem Feld der Begriff des Netzwerkes als Organisationsstruktur und zum anderen als Verhaltensmuster gedeutet werden. In der vorliegenden Arbeit soll sich auf die Organisationsstruktur als wesentlicher Untersuchungsgegenstand konzentriert werden. In diesem Zusammenhang werden interorganisationale Netzwerke als eine “[…] polyzentrische Organisationsform, die von einer oder mehreren zentralen Organisation(en) gesteuert wird und durch die komplex reziproke Beziehung kooperativer Natur auf Grundlage relativ stabiler und personaler Verknüpfungen zwischen autonomen Organisationen gekennzeichnet ist" beschrieben. In Bezug auf Unternehmungen stellen sich Netzwerke somit als „[…]die koordinierte Zusammenarbeit zwischen mehreren rechtlich selbständigen und formal unabhängigen Unternehmen“ dar.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Netzwerkproblematik dar, definiert das Ziel der Arbeit und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Untersuchung.
2. Konzeptionelle Grundlagen des Netzwerkmanagement: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Merkmale von Netzwerken, beleuchtet verschiedene Erscheinungsformen und analysiert Strategien sowie Instrumente der Steuerung zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen.
3. Mittelstand und Gesundheitswirtschaft: Hier werden die Merkmale des Mittelstandes analysiert und mit dem Netzwerkmanagement verknüpft, wobei die Gesundheitswirtschaft als spezifisches Fallbeispiel für die regionale Bedeutung herangezogen wird.
4. Empirische Befunde: Dieser Abschnitt beschreibt den Ablauf der empirischen Untersuchung in der Gesundheitswirtschaft Westmecklenburgs, wertet die erhobenen Daten aus und führt einen Abgleich mit den theoretischen Grundlagen durch.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der theoretischen und empirischen Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Netzwerkbildung im Mittelstand.
Netzwerkmanagement, Mittelstand, Wettbewerbsvorteile, Gesundheitswirtschaft, Interorganisationale Netzwerke, Kooperation, Strategische Führung, Unternehmensnetzwerke, Mittelständisches Netzwerkmanagement, Netzwerksteuerung, Empirische Untersuchung, Ressourcenknappheit, Strukturierung, Vernetzung, Regionalentwicklung
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und empirischen Untersuchung des Managements mittelständischer Unternehmungsnetzwerke und deren Potenzial zur Realisierung von Wettbewerbsvorteilen.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des Netzwerkmanagements, die spezifischen Merkmale mittelständischer Unternehmen, die Besonderheiten ihres Kooperationsverhaltens sowie die Rolle der Gesundheitswirtschaft als regionale Branche.
Das Hauptziel ist es, die tatsächliche Anwendung und Effektivität des Managements in mittelständischen Netzwerken zu untersuchen und aufzuzeigen, ob und wie diese Netzwerke langfristige Wettbewerbsvorteile gegenüber Einzelunternehmungen generieren können.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Studie, bei der mittelständische Unternehmen der Gesundheitswirtschaft in der Region Westmecklenburg mittels einer postalischen Befragung analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Netzwerktypen und Managementfunktionen, die Erarbeitung spezifischer mittelständischer Besonderheiten (wie die Einheit von Eigentum und Leitung) und die detaillierte Auswertung der empirischen Daten zur Netzwerktätigkeit.
Wesentliche Begriffe sind Netzwerkmanagement, Mittelstand, Wettbewerbsvorteile, Gesundheitswirtschaft, Kooperation, regionale Netzwerke und Interdependenz.
Die empirische Analyse zeigt, dass kleinere Unternehmen stärker auf informelle, persönliche Kontakte und Intuition setzen, während mittlere Unternehmen eher dazu neigen, formale vertragliche Regelungen und strukturierte Managementinstrumente einzusetzen.
Der Erfolg hängt in mittelständischen Netzwerken maßgeblich von weichen Faktoren wie gegenseitigem Vertrauen, Offenheit, Ehrlichkeit und einer gemeinsamen Netzwerkkultur ab, da eine direkte hierarchische Führung oft weniger praktikabel ist.
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