Diplomarbeit, 2007
95 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Kleine und mittlere Unternehmen und Total Quality Management – Ausweg aus dem Spannungsfeld der Veränderung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Total Quality Management
2.1 Der erweiterte Begriff der Qualität
2.2 TQM als Qualitätsmanagementsystem
2.2.1 Entwicklung von Qualitätsmanagementsystemen
2.2.2 Begriffsbestimmung „Total Quality Management“
2.3 Philosophie und Grundgedanken des TQM
2.3.1 Kundenorientierung
2.3.2 Mitarbeiterorientierung
2.3.3 Prozessorientierung und kontinuierliche Verbesserung
2.3.4 Managementverantwortung
2.3.5 Umweltorientierung
2.4 Subsysteme des Total Quality Management
2.4.1 Benchmarking
2.4.2 Kaizen (Kontinuierliche Verbesserung)
2.5 Ausgewählte Modelle der Umsetzung
3 Begriff der “kleinen und mittelständischen Unternehmen”
3.1 Abgrenzungskriterien
3.2 Wirtschaftliche Bedeutung
3.3 Chancen und Schwächen von KMU
4 TQM orientierte Unternehmensgestaltung und Gestaltung von KMU
4.1 Qualitätsorientierte Unternehmenskultur
4.2 Qualitätsorientierte Organisationsstruktur
4.2.1 Aufbauorganisation
4.2.2 Ablauforganisation
4.3 Qualitätsorientierte Führung und Motivation
4.3.1 Führungsverhalten
4.3.2 Motivation
4.4 Chancen und Risiken des TQM für KMU
5 Ableitung eines TQM Referenzmodells in KMU
5.1 Ansatz für den Aufbau eines TQM Modells
5.2 Positionsbestimmung
5.3 Strategische Komponenten
5.4 Mitarbeiterintegration
5.5 Strukturelle Gestaltung
5.5.1 Prozessmanagement einführen
5.5.2 Kundenmanagement einführen
5.6 Notwendigkeit eines Qualitätscontrolling
6 Schlussbetrachtungen und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Referenzmodells für Total Quality Management (TQM), das speziell auf die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zugeschnitten ist. Die Arbeit untersucht, wie KMU die Grundprinzipien des TQM adaptieren können, um trotz begrenzter Ressourcen Wettbewerbsvorteile zu generieren.
1.1 Kleine und mittlere Unternehmen und Total Quality Management – Ausweg aus dem Spannungsfeld der Veränderung
Seit langem sehen sich Unternehmen mit einer Vielzahl von Veränderungen konfrontiert, die sich sowohl auf die ökonomische, technologische als auch die gesellschaftliche Umwelt ihres wirtschaftlichen Handelns auswirken (vgl. Lux 1996, S.1). Insbesondere im Zuge der Auflösung von Ländergrenzen und dem Abbau administrativer Handelshemmnisse kommt dabei der Internationalisierung der Wirtschaft eine immer stärkere Bedeutung zu. Diese Veränderung vollzieht sich mit großer Geschwindigkeit und oft mit drastischen Ausmaßen besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Da der Absatzmarkt von KMU meist regional beschränkt ist, führen wirtschaftliche Veränderungen wie die Schaffung eines europäischen Wirtschaftsraumes und des EU-Binnenmarktes, dazu, dass die Auswahlmöglichkeiten unter den Anbietern und damit der Wettbewerb erheblich ansteigen. Mehr denn je ist es damit auch für KMU wichtig, Wettbewerbsvorteile vorweisen zu können bzw. zusätzliche Anforderungen der Kunden zu erfüllen.
Nur so haben sie eine Chance gegen die Konkurrenz zu bestehen. Allerdings können derartige Wettbewerbsvorteile gerade in den Besonderheiten von KMU bestehen. So kann bspw. Eine regionale Gebundenheit der KMU und die daraus resultierende hervorragende Kenntnis der Kunden für die Erfüllung deren Bedürfnis besonders geeignet sein (vgl. Engel 2000, S.41). Parallel entwickelt sich heutzutage auch die Technologie mit einer immer höheren Geschwindigkeit. Dies bedeutet eine komplexere technologische Landschaft innerhalb der Prozesse der Unternehmen (z.B. durch Neuerungen in der Kommunikationstechnologie) aber auch komplexere Produkte (vgl. Rothlauf 2003, S.27). Gerade technologische Innovationen in einem Unternehmen können zum Wertbewerbsvorteile werden und erhebliche Gewinne ermöglichen. KMU haben aufgrund ihres geringeren finanziellen Spielsraums erhebliche Nachteile. Aber auch das gesellschaftliche Umfeld und die soziokulturellen Ansprüche der Kunden an Unternehmen haben sich gewandelt. Durch die Mitarbeiter wird verstärkt der Wunsch nach mehr Mitbestimmung und Individualisierung der Arbeitsbedingungen an das Unternehmen herangetragen. Damit sind neue Anforderungen an die Gestaltung der Arbeitsplätze und der Anreizsysteme eines Unternehmens gestellt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Herausforderungen ein, vor denen KMU durch globale Veränderungen und technologischen Wandel stehen, und definiert die Zielsetzung der Entwicklung eines KMU-spezifischen TQM-Modells.
2 Grundlagen des Total Quality Management: Hier werden die theoretischen Fundamente des TQM, der Qualitätsbegriff, die Philosophie sowie unterstützende Subsysteme wie Benchmarking und Kaizen erläutert.
3 Begriff der “kleinen und mittelständischen Unternehmen”: Dieses Kapitel definiert KMU anhand quantitativer und qualitativer Kriterien, analysiert deren wirtschaftliche Bedeutung und beleuchtet strategische Vor- und Nachteile.
4 TQM orientierte Unternehmensgestaltung und Gestaltung von KMU: Es werden Anforderungen an Unternehmenskultur, Organisationsstruktur, Führung und Motivation im TQM-Kontext auf KMU übertragen.
5 Ableitung eines TQM Referenzmodells in KMU: Basierend auf den vorangegangenen Kapiteln wird ein konkretes Gestaltungsmodell für KMU entwickelt, inklusive Prozessmanagement, Kundenmanagement und Qualitätscontrolling.
6 Schlussbetrachtungen und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Umsetzbarkeit eines ganzheitlichen Qualitätsmanagements in KMU als wichtigen Weg zur Business Excellence.
Total Quality Management, KMU, Qualitätsmanagement, Prozessorientierung, Kundenorientierung, Mitarbeiterführung, Kaizen, Benchmarking, Unternehmenskultur, Qualitätscontrolling, Business Excellence, Prozessmanagement, Wettbewerbsvorteile, Unternehmensführung, Personalentwicklung
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept des Total Quality Management (TQM), das traditionell eher für Großunternehmen entwickelt wurde, erfolgreich auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) übertragen werden kann.
Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen des TQM, die spezifischen Merkmale von KMU, die Gestaltung einer qualitätsorientierten Unternehmenskultur sowie die praktische Implementierung von TQM-Instrumenten in KMU-Strukturen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines TQM-Referenzmodells, das KMU als praxisorientierten Leitfaden dient, um ihre Qualität und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse bestehender TQM-Modelle und Management-Ansätze, kombiniert mit einem Abgleich gegen die spezifischen Anforderungen und Rahmenbedingungen von KMU.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Ausarbeitung der TQM-Grundpfeiler, der Analyse von KMU-Stärken und -Schwächen sowie der konkreten Ableitung von Gestaltungsparametern für ein KMU-Referenzmodell.
Zentrale Begriffe sind Total Quality Management, KMU, Prozessorientierung, Kundenorientierung, Qualitätskultur, Kaizen und Qualitätscontrolling.
KMU profitieren von flachen Hierarchien und direktem Kundenkontakt, müssen jedoch mit begrenzten finanziellen Ressourcen und einer oft fehlenden Formalisierung von Prozessen umgehen, was eine Anpassung der Instrumente erfordert.
Der Unternehmer hat eine zentrale Rolle als Initiator und Vorbild, da er oft gleichzeitig Eigentümer und Führungskraft ist und die Unternehmenskultur maßgeblich prägt.
Aufgrund der knappen Ressourcen müssen KMU sicherstellen, dass Investitionen in TQM-Maßnahmen tatsächlich effizient sind und zu messbaren Verbesserungen der Qualität und Wirtschaftlichkeit führen.
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