Diplomarbeit, 2007
92 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
A. Theoretischer Teil
Islam und Christentum im Spannungsfeld der Zeit
I. Allgemeines
1. Islam – ein vielschichtiger Begriff
2. Zielgruppe der Arbeit
3. Integration
4. Religion und das Verhalten des Menschen
Exkurs: Sind religiöse Menschen toleranter?
Intention
Situation
Fragebogen
Auswertung
Folgerungen
5. Christentum über Islam
a. Vergangenheit
b. Papst Gregor VII.
c. Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils
d. Gegenwart
6. Islam über Christentum
a. Geschichte
b. Aussagen im Koran
c. Stellungnahmen neuerer Zeit
7. Gemeinsame Abstammung: Abraham
a. Judentum
b. Christentum
c. Islam
d. Greenberg: Der offene Bund
e. Muslimisches Beziehungsdenken
f. Abrahamische Ökumene
g. Abrahamische Spiritualität
II. Schwierigkeiten
1. Vergangenheit
2. Theologische Diskrepanzen
a. Heilige Bücher
b. Figur des Jesus Christus
c. Zentrale Lehre
3. Fundamentalismus
III. Lösungsansätze
1. Objektive Information
2. Dialog
a. Verschiedene Ebenen
b. Babylonisches Sprachgewirr
3. Verantwortung für die Welt: Eine gemeinsame Ethik
a. Allgemeines
b. Allgemeine Menschenrechte
c. Weltethos
B. Praktische Umsetzung
I. Situation in Österreich
1. Statistiken
2. Rechtliche Situation
3. Jugend und Religion
a. Individualisierte Religiosität
b. Erlebnisorientierte Religiosität
c. Biographische Religiosität
4. Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit
5. Wilhelm Heitmeyer: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
II. Ansatzpunkte für die Arbeit mit Jugendlichen
1. Akzeptanz
2. Musik
3. Interreligiöses Lernen
4. Feste
III. Vorhandene Modelle des Miteinanders in oberösterreichischen Bildungseinrichtungen
1. Kindergarten
2. Schule
3. Außerschulische Projekte
4. Resümee
IV. Entwurf eines Konzeptes für ein fächerübergreifendes Projekt in der Berufsschule
1. Ausgangslage
2. Ziele
a. Auszüge aus den Lehrplänen
b. Projektziele
3. Projektdurchführung
a. Allgemeines
b. Themen
c. Inhalte
Zusammenfassung
Literaturliste
Die Diplomarbeit untersucht das multikulturelle und vor allem multireligiöse Miteinander im Klassenzimmer. Ziel ist es, die Dialogfähigkeit zwischen Islam und Christentum zu analysieren, Barrieren zu identifizieren und Anhaltspunkte für ein friedliches, respektvolles Zusammenleben sowie praktische pädagogische Lösungsansätze für die Berufsschule zu entwickeln.
Die Suche nach dem Urösterreicher
Nach intensiver inhaltlicher Auseinandersetzung mit dem Vermischen der Völker in Österreich, entstand mit Unterstützung des Medienkulturhauses Wels ein mehrsprachiger Trickfilm: „Auf der Suche nach dem Urösterreicher“.
Die SchülerInnen haben innerhalb weniger Minuten die Technik des Trickfilms erlernt und waren höchst motiviert. Durch die vorwiegend notwendige Teamarbeit, haben die SchülerInnen neue soziale Kompetenzen eingeübt. Gemeinsam an einem Thema arbeiten, andere Meinungen aushalten und die eigenen Stärken entdecken, waren wichtige Lernschritte, die auch zur Verbesserung des Klassenklimas beitrugen.
Die professionelle Zusammenarbeit mit dem Medienkulturhaus und die spannende technische Auseinandersetzung mit dem Thema „Trickfilm“ war für die SchülerInnen ein spannendes Erlebnis, das sich dann schlussendlich in dem fertigen Film zeigte.
I. Allgemeines: Dieses Kapitel definiert den Islam, klärt die Zielgruppe und beleuchtet die Integration sowie die allgemeine Bedeutung von Religion für das menschliche Verhalten.
II. Schwierigkeiten: Hier werden die historischen Belastungen, theologische Diskrepanzen zwischen den Weltreligionen und die Problematik des Fundamentalismus als Hindernisse für den Dialog erörtert.
III. Lösungsansätze: Dieser Abschnitt widmet sich den Wegen der Annäherung, insbesondere durch objektive Information, den interreligiösen Dialog und das Konzept eines gemeinsamen Weltethos.
I. Situation in Österreich: Dieser Teil liefert statistische Daten zur Bevölkerung, rechtliche Rahmenbedingungen und analysiert die Religiosität Jugendlicher sowie Phänomene wie Rechtsextremismus.
II. Ansatzpunkte für die Arbeit mit Jugendlichen: Dieses Kapitel identifiziert praktische pädagogische Zugänge, wie Akzeptanz, Musik, interreligiöses Lernen und Feste, um das Miteinander zu fördern.
III. Vorhandene Modelle des Miteinanders in oberösterreichischen Bildungseinrichtungen: Hier werden konkrete Praxisbeispiele aus Kindergärten, Schulen und außerschulischen Projekten vorgestellt und bewertet.
IV. Entwurf eines Konzeptes für ein fächerübergreifendes Projekt in der Berufsschule: Das abschließende Kapitel entwickelt einen strukturierten Entwurf für ein dreiwöchiges fächerübergreifendes Projekt zur Förderung des interkulturellen Dialogs.
Islam, Christentum, Dialog, Integration, Schule, Jugend, Religion, Toleranz, Vorurteile, Abraham, interreligiöses Lernen, Multikulturalität, Menschenrechte, Weltethos, Miteinander
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen eines friedlichen Zusammenlebens von Muslimen und Christen in einer multikulturellen Gesellschaft, speziell im Kontext der Schule.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis der beiden Religionen zueinander, die Grundlagen für Integration, die Analyse von Vorurteilen sowie pädagogische Ansätze zur Förderung eines respektvollen Dialogs.
Das Ziel ist es, das multireligiöse Miteinander im Klassenzimmer zu durchleuchten und konkrete Impulse für ein friedliches Zusammenleben trotz unterschiedlicher religiöser und kultureller Prägungen zu liefern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer empirischen (nicht repräsentativen) Befragung von Jugendlichen in einer Berufsschule zum Thema Toleranz und Religiosität.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Diskrepanzen, gemeinsame Wurzeln wie Abraham) und die praktische Umsetzung (Statistiken, aktuelle Ansätze in Schulen und ein konkretes Projektkonzept für die Berufsschule).
Begriffe wie interkultureller Dialog, interreligiöses Lernen, Toleranz, Akzeptanz, Abrahamische Ökumene und die gemeinsame Ethik stehen im Zentrum der Arbeit.
Die Autorin stellt fest, dass Religiosität bei Jugendlichen oft eine Patchwork-Form annimmt (Individualisierung) und eher durch Erlebnisse oder biografische Lebensübergänge geprägt ist als durch institutionelle Kirchenbindung.
Die Autorin erkannte, dass Sprache nicht nur ein Kommunikationsmittel ist, sondern „wirklichkeitskonstitutiv“. Sie betont, dass die Anerkennung der Muttersprache als „Sprache des Herzens“ ein wesentlicher Schlüssel für die Integration ausländischer Jugendlicher ist.
Die Autorin sieht in der gemeinsamen Abstammung auf Abraham eine fundamentale Basis, um Juden, Christen und Muslime im Glauben an den einen Gott zu verbinden, ohne dabei die Unterschiede in Lehre und Praxis zu leugnen.
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