Diplomarbeit, 2008
65 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Formulierung der Untersuchungstatbestände und Aufbau der Arbeit
2 Ökonomische Fundierung der Netzregulierung
2.1 Einführende Bemerkungen
2.2 Technisch-ökonomische Besonderheiten
2.3 Aufbau der Wertschöpfungskette unter besonderer Berücksichtigung des deutschen Strommarktes
2.4 Zwischenergebnis
3 Informationsprobleme
3.1 Ein Einblick in die Prinzipal-Agenten-Theorie
3.2 Das Problem der adversen Selektion
3.3 Das Problem des moralischen Risikos
3.4 Zwischenergebnis
4 Entgeltregulierungsansätze der Anreizregulierung
4.1 Überblick der Entgeltregulierungsansätze
4.2 Preisobergrenzenregulierung (Price-Cap Regulation)
4.3 Gewinnaufteilungsverfahren (Sliding Scales und Profit-Sharing)
4.4 Erlösobergrenzenregulierung (Revenue-Cap Regulation)
4.5 Vergleichswettbewerb (Yardstick Competition)
4.6 Zwischenergebnis
5 Die geplante Umsetzung der Anreizregulierung im deutschen Stromsektor
5.1 Bisherige Festlegungspraxis der Netzentgelte in Deutschland und der neue rechtliche Rahmen
5.2 Zielsetzung und Konzept
5.3 Anpassung der Erlösobergrenze und Regulierungskonto
5.4 Definition der einzelnen Kostenbestandteile
5.5 Effizienzvergleich und die daraus resultierenden Ineffizienzen sowie individuelle Effizienzvorgaben
5.6 Allgemeine Geldwertentwicklung, generell sektoraler Produktivitätsfortschritt und Erweiterungsfaktor
5.7 Qualitätsvorgaben
5.8 Investitionsbudgets und Sonderregelungen für kleine Betreiber
5.9 Weitere Regulierungsperioden
5.10 Zwischenergebnis
5.10.1 Nutzen und Vorteile der geplanten Anreizregulierung
5.10.2 Kosten und Nachteile der geplanten Anreizregulierung
5.10.3 Exkurs: Einfluss externer Faktoren
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die ökonomische Begründung, die theoretischen Grundlagen sowie die praktische Ausgestaltung der Anreizregulierung im deutschen Stromsektor. Das primäre Ziel ist es, die Effizienz des Regulierungsansatzes zu bewerten und die Herausforderungen bei der Umsetzung dieses Steuerungskonzepts zu identifizieren.
4.2 Preisobergrenzenregulierung (Price-Cap Regulation)
Das Konzept der Preisobergrenzenregulierung (Cap-Regulation) wurde als Heilung der oben genannten Probleme der klassischen Regulierung entwickelt. Das neue Konzept hat folgende allgemeine Verbesserungen mit sich gebracht: - Die Fehlanreize zur Überkapitalisierung sind nicht mehr gegeben, da die Produktionskosten (inkl. Kapitalkosten) nicht direkt in der Formel für die Festlegung der Preisobergrenze berücksichtigt werden. - Wenn die Durchschnittskosten der Unternehmen die Preisgrenze unterschreiten, kann das Unternehmen Gewinne einstreichen. Die Anreizintensität ist somit im Gegensatz zur klassischen Regulierung hoch. - Der Regulierungsaufwand wurde gemindert, da die mühsame und kostspielige Einarbeitung in die Kostenseite der Unternehmen entfällt. Damit wirkt die neue Preisregulierung insgesamt einfacher und transparenter. Charakteristisch für diese Form der Anreizregulierung ist, dass die Regulierungsinstanz ex ante eine Obergrenze für die von dem Unternehmen gesetzten Preise, den so genannten Price-Cap, innerhalb eines bestimmten Zeitraums vorschreibt. Der Price-Cap kann sowohl für einzelne Produkte als auch für ganze Produktkörbe definiert werden. Im Mehrproduktfall wird die Preisobergrenze als Index oder gewichteter Durchschnitt definiert. So unterscheidet man beim Strom verschiedene Durchleitungsprodukte je nach Ein- und Ausspeisepunkt sowie durch die jahres- und tageszeitliche Volatilität (Kapitel 2). Dem Unternehmen ist es selbst überlassen, die Auswahl der Preise für seine Produkte zu treffen, solange der Price-Cap nicht überschritten wird. Die erzielten Gewinne, dürfen unter Beachtung dieser Reglung von dem Unternehmen einbehalten werden.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich diskriminierender Netzzugangsbedingungen und Einführung der Anreizregulierung als Lösungsansatz.
2 Ökonomische Fundierung der Netzregulierung: Untersuchung der technisch-ökonomischen Besonderheiten des Stromsektors und Identifikation des monopolistischen Engpassbereichs.
3 Informationsprobleme: Analyse der Interaktion zwischen Regulator und Netzbetreiber unter Berücksichtigung von asymmetrischer Informationsverteilung und Prinzipal-Agenten-Problemen.
4 Entgeltregulierungsansätze der Anreizregulierung: Überblick und methodische Einordnung verschiedener Regulierungsmodelle, insbesondere Price-Cap und Yardstick Competition.
5 Die geplante Umsetzung der Anreizregulierung im deutschen Stromsektor: Detaillierte Erläuterung der gesetzlichen Vorgaben, der Regulierungsformel und kritische Diskussion der Umsetzung.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee zur Effizienz der neuen Regulierung und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und den Übergang zum Vergleichswettbewerb.
Anreizregulierung, Stromsektor, Netzregulierung, Price-Cap, Erlösobergrenze, Prinzipal-Agenten-Theorie, Netzbetreiber, Netzentgelte, Effizienzvergleich, Yardstick Competition, Informationsasymmetrie, Energieversorgung, Marktregulierung, Qualitätsvorgaben, Regulierungskonto.
Die Arbeit analysiert die Einführung der Anreizregulierung im deutschen Stromsektor als Instrument zur Überwindung von Ineffizienzen und Marktmachtmissbrauch bei den Netzbetreibern.
Im Zentrum stehen die ökonomische Begründung der Regulierung, theoretische Probleme der Informationsasymmetrie, verschiedene Regulierungsansätze sowie die spezifische Ausgestaltung der deutschen Anreizregulierungsverordnung.
Das Ziel ist es zu prüfen, inwieweit die Anreizregulierung ein effizientes und volkswirtschaftlich vorteilhaftes Steuerungskonzept darstellt, um die monopolistische Gewinngenerierung zu begrenzen und Effizienzpotenziale zu heben.
Die Arbeit kombiniert theoretische Argumentationslinien (basierend auf der Prinzipal-Agenten-Theorie) mit einer angewandten Analyse des regulatorischen Rahmens und der praktischen Umsetzung im deutschen Markt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Kapitel 2 & 3), die Vorstellung der Regulierungsansätze (Kapitel 4) und die detaillierte Analyse der deutschen Umsetzung und Anreizformel (Kapitel 5).
Wichtige Begriffe sind Anreizregulierung, Stromsektor, Price-Cap, Erlösobergrenze, Informationsasymmetrie und Effizienzvergleich.
Im Gegensatz zu klassischen input-basierten Ansätzen entkoppelt die Anreizregulierung die Erlöse der Unternehmen von ihren tatsächlichen Kosten, um Anreize zur Kostensenkung zu setzen.
Das Qualitätselement (Q-Element) dient dazu, eine Absenkung der Versorgungsqualität durch die Netzbetreiber zu verhindern, indem es Leistungsindikatoren direkt in die Erlösobergrenze integriert.
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