Diplomarbeit, 2005
38 Seiten, Note: 2,7
Diese Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des handelnden Subjekts für die Gesellschaftstheorien von Max Weber und Niklas Luhmann. Sie untersucht, ob und inwieweit sich die beiden Theorien in Bezug auf das handelnde Subjekt unterscheiden und welche Perspektiven sich entwickeln lassen, um menschliches Handeln zu erklären. Dabei stellt sich die Frage, ob menschliches Handeln und die soziale Struktur durch kreative Akteure bestimmt werden, die die Bedingungen für ihr eigenes Leben aktiv gestalten, oder ob unser Handeln das Ergebnis allgemeiner sozialer Kräfte ist, die außerhalb unserer Kontrolle liegen.
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und stellt die Fragestellung dar. Sie erläutert die methodische Vorgehensweise und gibt einen Überblick über die zentralen Themen. Das zweite Kapitel „Erläuterungen zur Arbeitsweise“ beschreibt den Aufbau der Arbeit und die verwendeten Begrifflichkeiten. Es wird darauf hingewiesen, dass die Gliederung und Wortwahl bewusst auf die Unterschiede in den Betrachtungsweisen von Max Weber und Niklas Luhmann ausgerichtet sind.
Das dritte Kapitel „Das handelnde Subjekt bei Max Weber“ fokussiert auf Webers Gesellschaftstheorie und analysiert die Bedeutung von Herrschaft, Bürokratie, Klassen, Ständen, Statusunterscheiden und Klassenkampf. Es wird gezeigt, wie Weber das handelnde Subjekt als ein Individuum begreift, das in soziale Strukturen eingebettet ist und durch diese geprägt wird.
Das vierte Kapitel „Das handelnde Subjekt bei Niklas Luhmann“ beschäftigt sich mit Luhmanns Systemtheorie. Es werden die zentralen Begriffe der Systemtheorie wie System, Umwelt, psychische und soziale Systeme, Kommunikation, Doppelte Kontingenz und Interpenetration vorgestellt. Es wird erläutert, wie Luhmann das Individuum als Teil eines komplexen Systems begreift, dessen Handeln durch die Systemstrukturen determiniert wird.
Die zentralen Themen dieser Arbeit sind das handelnde Subjekt, Gesellschaftstheorie, Max Weber, Niklas Luhmann, Herrschaft, Bürokratie, Klassenstrukturen, Systemtheorie, Kommunikation, Doppelte Kontingenz, Interpenetration, Freiheit und Determinierung.
Für Weber ist das Subjekt ein Individuum, dessen Handeln durch subjektiven Sinn geleitet und in soziale Strukturen wie Herrschaft, Bürokratie und Klassen eingebettet ist.
Luhmann betrachtet das Individuum nicht als Teil des sozialen Systems, sondern als Teil der Umwelt. Das soziale System besteht für ihn ausschließlich aus Kommunikation.
Es beschreibt die Situation, in der zwei Akteure aufeinandertreffen und ihr Handeln gegenseitig voneinander abhängt, was die Bildung sozialer Systeme erst notwendig macht.
Während Weber den kreativen Akteur betont, der Bedingungen aktiv kontrollieren kann, sieht Luhmann Handeln eher als Ergebnis systemischer Prozesse und Strukturen.
Die Bürokratie ist für Weber die rationalste Form der Herrschaftsausübung, die das Handeln des Subjekts durch Regeln und Hierarchien effizient, aber auch einengend strukturiert.
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